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04.03.2015 14:42 Uhr

Ehre, wem Ehre gebührt: F.C. Hansa zeichnet am Sonnabend Gründungsmitglied Prof. Dr. Dr. Horst Klinkmann aus

Im Rahmen des Heimspiels gegen den Chemnitzer FC am Sonnabend, 07.03.2015, ehrt der F.C. Hansa Rostock sein Gründungsmitglied und den Ehrenvorsitzenden des Aufsichtsrats, Prof. Dr. Dr. Horst Klinkmann.

Unser Verein darf sich glücklich schätzen, einen Mann in seinen Reihen zu wissen, dessen berufliches Wirken als Mediziner über Jahrzehnte hinweg in eine anerkannte Reputation mit 14 Ehrendoktoraten bzw. Ehrenprofessuren weltweit mündete und der auf eine fast 50-jährige Vereins-Mitgliedschaft beim F.C. Hansa Rostock verweisen kann.

Noch ehe Horst Klinkmann am 28.12.1965 als einer der Gründungsmitglieder des F.C. Hansa seinen Ausweis erhielt, hatte der damals 30-Jährige erste prägende Erlebnisse mit dem Rostocker Fußball bereits hinter sich: „Ich war Mitte der 1950er-Jahre Zeuge des Transfers der Lauterer Spieler zu Empor“, erinnert er sich. Die Zwangs-Delegierung von Zapf, Bialas,  & Co. aus dem Südosten der DDR entpuppte sich für den Fußball im Norden als Glücksfall: Die Lauterer Kämpen als Magneten im Ostseestadion. „Eine wunderschöne Epoche“, sagt Horst Klinkmann noch heute.

Die autarke Stellung des Fußballs mit den Klubgründungen 1965/66 war eine Doktrin der DDR-Sportführung. „Verselbstständigung der Sportart hin zu mehr Leistung, die im internationalen Maßstab nur bedingt gelang“, resümiert Horst Klinkmann. Hansa war seinerzeit einer der leistungsstärksten Vereine der Republik.

Horst Klinkmann, die medizinische Koryphäe von hohen Graden, hatte Generationen von Hansa-Fußballern unter seinen Fittichen. Klasseleute wie Heinsch, Schneider, Kische, Jarohs oder Schlünz vertrauten seiner Kunst. Die Kicker dankten es ihm: Erste Meisterschaft und erster Pokalgewinn 1991. „Das habe ich begeistert miterlebt“. Diese Erfolge in politisch wirren, oft auch persönlich prägenden Zeiten besaßen für Horst Klinkmann Signalwirkung: „Der F.C. Hansa war für viele Menschen ganz sicher ein großer Trostspender“.

Doch für Hansas Fortbestand im Profifußball mussten professionelle Bedingungen geschaffen werden. Das hieß solide wirtschaftliche Strukturen aufzubauen. Horst Klinkmann war im Verein der erste Vorsitzende des  Wirtschaftsrates. Er besaß bewährte Mitstreiter wie Wolfgang Holz. „Wir beide wie in einer Schauspieler-Ehe. Er der Impulsive, ich eher der Bedächtige. Es funktionierte bestens. Mit ihm verband mich eine wunderbare Freundschaft“, sagt Horst Klinkmann.

Von 1996 bis 2008, als von den Vereinsmitgliedern immer wieder gewählter Aufsichtsratsvorsitzender, stabilisierte Horst Klinkmann auf soliden Pfaden den Verein und verhalf damit Hansa zu einem bemerkenswerten Renommee: „Wir gehörten, auch dank unserer Fans, zu den beliebtesten Fußballclubs in der Republik“, ist Horst Klinkmann immer noch voller Stolz.

Jahre her und die Realität ist heute eine andere. Horst Klinkmann ist, so es seine Zeit erlaubt, im Stadion zu den Spielen präsent. Der Mann, der im Mai seinen 80. Geburtstag feiern wird, leidet mit dem Verein. „Der Schlüssel zum Erfolg? Wir müssen mit Fans und Mannschaft das absolute Wir-Gefühl wieder entwickeln. Dann bin ich optimistisch“.
Und wie geht das Spiel gegen Chemnitz aus? „Unentschieden“, legt sich Horst Klinkmann fest. Auch ein Professor darf mal irren.

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