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27.04.2017 10:00 Uhr

RÜCKPASS: HANSA-GESCHICHTE(n): Komm Cello, spiel es nochmal!

Wann lassen sich am ehesten mit der Blume Hoffnung die schönsten Sträuße binden, Träume in gut durchfeuchtetem Pathos und mit Metaphern umkränzten Worten artikulieren? Natürlich im Frühling! Vor dem Spiel gegen Wehen Wiesbaden lohnt der Blick ein Jahr zurück. Am 12. März 2016 triumphierten starke Rostocker mit 4:0 gegen die Wiesbadener, die hernach das böse Wehen befiel.

Auf schwer malträtiertem Rasen (Typ Furche) schufteten sich die Hanseaten zunächst mühevoll über das Geläuf. Die reinste Maloche und Wiesbadens Kämpen schienen immer ein Bein mehr am Ball zu haben. Ein fußballerisches Vertikutieren der Wiese, mit ein paar Akzenten gesetzt wie Steckrüben. Urplötzlich brach aus dieser Monotonie wie bei einer Saatbestellung Kapitän Tobias Jänicke heraus. Er, der vorher völlig falsche Furchen zog, leitete eine Traumkombination ein, an deren Ende Melvin Platje Hansas 1:0 markierte als eine Art freudvolles Pflänzchen. Zu dem Zeitpunkt schnaufte Marcel „Cello“ Ziemer noch gut durch. Hansas Sturmtank ackerte zwar unverzagt wie ein Gaul, doch seine Torjägerqualitäten blieben einstweilen verborgen wie Frühblüher unter schützenden Planen. Mit Beginn der zweiten Halbzeit mutierte Ziemer vom Gaul zum Ross. Zum hohen Ross, wohlgemerkt, denn binnen zwei Minuten traf der Goalgetter zweimal. Urplötzlich wich fußballerisch die schwere Symphonie der leichten, der Unterhaltungsmusik. Und „Cello“ mittendrin. Ziemer hier, Ziemer da, Ziemer allüberall und schließlich auch noch der brillante Vorlagengeber für Andrist, der das 4:0 besorgte.

Und heute? Erwartungen, so brodelnd wie kurz vor dem Knospenknall: Komm Cello, spiel es nochmal!

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