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29.05.2008 12:48 Uhr

Länderspiel-Premiere für Fin Bartels: Debüt nach Blitzanruf

Überraschung vor dem Urlaub für Youngster Fin Bartels. Nach den tollen Leistungen des gebürtigen Kielers unter Cheftrainer Frank Pagelsdorf gab es für den Flügelflitzer nach seinem ersten Bundesliga-Jahr völlig überraschend noch eine Länderspiel-Nominierung für Deutschland. Fin wurde kurzfristig von U21-DFB-Trainer Dieter Eilts für ein Ländermatch am Donnerstagabend  gegen Dänemark (4:0) nominiert. So tauchte Fin Bartels einen Tag vor der Begegnung im Mannschaftshotel in Travemünde bzw. Lübeck  auf, saß plötzlich zwischen Stars wie Manuel Neuer von Schalke 04 oder Sami Khedira vom VfB Stuttgart.

Fin Bartels kam mit Rückennummer 39 als Einwechselspieler nach 61 Minuten für Baris Özbek als Debütant vor 5000 Zuschauern ins Team. Im Spiel leitete er das 4:0 ein.

Hansa-Online erwischte ihn kurz nach dem Spiel und vor seiner Abreise in den Urlaub nach Florida zum Interview. 

Fin, wie fühlte es sich an, das Trikot mit dem Adler auf der Brust zu tragen?

Fin Bartels: Es war ein wirklich überwältigendes Gefühl, das Trikot und den Adler auf der Brust zu tragen. Auch bei der Nationalhymne von Deutschland fühlte ich mich gut und stolz.

Ist das die richtige Entschädigung für den Abstieg mit Hansa?

Fin Bartels: Sagen wir es so: Es war ein versöhnlicher Abschluss. Nun gilt es erst einmal, im Urlaub alle positiven und negativen Eindrücke zu verarbeiten.

Ihre Ziele?

Fin Bartels: Ich will wieder in die Bundesliga und das Nationaltrikot natürlich noch öfter tragen.

Wie haben Sie denn von Ihrer Nominierung erfahren?

Fin Bartels: Ich saß am Mittwochnachmittag in Kiel vor dem Fernsehgerät und schaute mir das Länderspiel Deutschland gegen Weißrussland an. In der Pause bekam ich plötzlich einen Anruf von Dieter Eilts, ich solle sofort nach Travemünde ins Hotel Arosa kommen. Da habe ich meine Sachen gepackt und bin los.

Haben Sie nicht an einen Scherz geglaubt?

Fin Bartels: Nee, ich kenne doch die Stimme von Dieter Eilts aus dem Fernsehen…

Wie sind Sie aufgenommen worden?

Fin Bartels: Sehr nett. Man hat mich der Mannschaft vorgestellt, ich habe meine Sachen bekommen und los ging es.

Haben Sie in Ihrer Laufbahn schon einmal eine Berufung für Deutschland gehabt?

Fin Bartels: Nein, unter den DFB-Trainern Paul Schomann bzw. Horst Hrubesch war ich vor vier oder fünf Jahren mal zu drei oder vier Sichtungstreffen. Zu Länderspielen kam es nicht. Umso schöner war es jetzt in Lübeck.

Kannten Sie denn Spieler aus Ihrer Mannschaft?

Fin Bartels: Hennings aus Osnabrück oder Aogo aus Freiburg kannte ich noch von den Sichtungen damals. Die anderen aus der Bundesliga als Gegenspieler.

Konnten Sie Ihren Eltern und Verwandten noch Bescheid geben?

Fin Bartels: Ja, meine Freundin Doro, meine Eltern, die Großeltern, vielleicht 10 oder 12 Verwandte konnte ich noch nach Lübeck holen. Die haben sich natürlich alle für mich gefreut.

Was werden Sie mit den Trikots machen?

Fin Bartels: Ich habe mein Spieltrikot mit einem Dänen getauscht. Im Nachhinein hätte ich es vielleicht behalten sollen.

Normal gibt es zwei Hemden?

Fin Bartels: Ich bin aber erst nach der Halbzeit rein. Das zweite Hemd von mir liegt wahrscheinlich im Kleiderkoffer des DFB.

Wie verbringen Sie jetzt Ihren Urlaub?

Fin Bartels: Ich Reise am Freitag mit meiner Freundin Doro nach Florida, am 2. Juli geht es dann in Rostock wieder los.

Vielen Dank für das Gespräch und schönen Urlaub.

 

 

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