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24.09.2007 08:05 Uhr

Letzter Sieg in Berlin liegt schon mehr als 13 Jahre zurück

Wenn der F.C. Hansa am Dienstag um 20 Uhr auf Hertha BSC trifft, trägt er bereits sein elftes Bundesliga-Spiel im Berliner Olympiastadion aus. Zu einem Sieg hat es dort in der höchsten Spielklasse bislang noch nicht gereicht, was allerdings nicht immer der Gegenwehr von Hertha BSC geschuldet war. In der Saison 1995/96 musste der F.C. Hansa auf Wunsch des DFB auch zwei Erstliga-Heimspiele in Berlin austragen: Wegen eines bengalischen Feuers die Partie gegen Eintracht Frankfurt (1:1) und wegen der seinerzeit noch fehlenden Rasenheizung im Ostseestadion die Begegnung mit Fortuna Düsseldorf (0:0). Erst als Hertha BSC im Sommer 1997 ebenfalls in die Eliteliga aufgestiegen war, kam es wieder zu Meisterschaftsspielen zwischen Berlin und Rostock.

 

Zuvor hatten sich Hertha BSC und F.C. Hansa lediglich in der 2.Bundesliga gegenübergestanden. Aus dieser Zeit datieren sowohl die höchste Niederlage, als sich die Hanseaten bei ihrem ersten Auftritt überhaupt im Berliner Olympiastadion am 20. März 1993 mit 1:5 geschlagen geben mussten, aber auch die beiden einzigen Siege bei Hertha BSC: Am 2. April 1994 sorgte Hilmar Weilandt nach 70 Minuten, am 19. August desselben Jahres Steffen Baumgart unmittelbar nach der Pause für die beiden 1:0 Auswärtserfolge des F.C. Hansa. Übrigens: Diese beiden Spiele sahen seinerzeit lediglich 4673 bzw. 6646 Zuschauer!

Ganz anders die Resonanz dann aber, als sich beide Mannschaften im Fußball-Oberhaus gegenüberstanden. Ende der 90er Jahre waren die Ränge des Olympiastadions immer voll besetzt, wenn die Hanseaten bei der Hertha gastierten. Am 1. März 1998 glich Barbarez (58.) ein Preetz-Gegentor (52.) noch zum 1:1 Endstand aus, doch nach den folgenden fünf Gastspielen standen die Hanseaten immer mit leeren Händen da. Für den Berliner 2:0 Sieg am 14. Mai 1999 zeichneten Zecke Neuendorf und Michael Hartmann verantwortlich, wodurch der F.C. Hansa vor den letzten beiden Spieltagen von Rang 12 auf Rang 15 zurückfiel und sich bekanntlich erst im Finale von Bochum retten konnte.

 

Ein Vierteljahr später, im ersten Bundesliga-Spiel der neuen Saison, gab es das torreichste Spiel zwischen beiden Teams. In der ersten halben Stunde hatten mit Schneider (7.) und Ehlers (14.) zwar zwei Rostocker getroffen, doch letzterer ins eigene Tor, so dass es 1:1 stand. In den folgenden 30 Minuten brachten Daei, Wosz und Preetz Hertha BSC auf die Siegerstraße. Zwar konnte Arvidsson in seinem ersten Meisterschaftsspiel für den F.C. Hansa noch einmal auf 4:2 (68.) verkürzen, doch Deisler (76.) besorgte den 5:2 Endstand.

Um als Medium des F.C. Hansa an dieser Stelle neutral zu bleiben, sei zum Skandalspiel vom 10. März 2001 die Beurteilung von Schiri Aust (Note 5,5) aus dem Fachblatt Kicker zitiert: „Pfiff Salou einen klaren Vorteil ab, als er allein aufs Hertha-Tor zulief. Hätte Sverrisson Rot zeigen und Simunic zwingend verwarnen müssen. Benachteiligte Rostock, als er eine Auswechslung verweigerte (90.)." Und kurz nach dieser Verweigerung markierte Dardai dann in letzter Minute den Siegtreffer zum 1:0 Erfolg von Hertha BSC, während Lantz daraufhin auch noch die Gelb-Rote Karte sah.

 

Ebenfalls mit 0:1 verlor der F.C. Hansa am 13. April 2002, nur traf Alex Alves diesmal schon in der 2. Spielminute. Frühe Tore fielen auch am 10. November 2002 durch Goor (8.), Alves (10.) und den Anschlusstreffer Salous (15.), bevor Friedrich nach Beinlich-Vorlage (58.) den 3:1 Endstand für Hertha BSC markierte. Zwei 1:1 Unentschieden schließlich gab es im Jahre 2004, jeweils durch Hansa-Tore von Thomas Rasmussen. Am 3. April glich der Däne nach 65 Minuten den Gegentreffer von Pinto (59.) aus, während er am 20. November die Hanseaten nach 36 Minuten sogar in Führung brachte. Und die sollte im ersten Spiel des neuen Cheftrainers Jörg Berger auch bis zur 93. Minute Bestand haben. Doch dann schlug Marcelinho zu und für den F.C. Hansa zerschlug sich gleichzeitig die Hoffnung auf die Beendigung seiner Negativserie von schlussendlich 15 sieglosen Spielen, die am Saisonende den Abstieg bedeuteten. Und so sind inzwischen schon wieder fast drei Jahre seit dem letzten Hansa-Gastspiel im Berliner Olympiastadion vergangen. Und der letzte Sieg im Endspielstadion der WM 2006 liegt schon mehr als 13 Jahre zurück. Es wird also mal wieder Zeit ...

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