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23.05.2006 15:20 Uhr

Maik Wagefeld: Bauchgefühl sagte Hansa zu mir!

Der F.C. Hansa Rostock ist auf der Suche nach Verstärkungen für die neue Saison fündig geworden. Der neueste Coup von Trainer Frank Pagelsdorf: Maik Wagefeld. Maik wurde am 25. Februar 1981 in Riesa geboren, spielte bislang für folgende Vereine: Lokomotive Riesa (Jugend) (1987-1990), Stahl Riesa (Jugend) (1990-1994), Dynamo Dresden (Jugend) (1994-1999), Dynamo Dresden (1999-2004), 1. FC Nürnberg (2004-2005), Dynamo Dresden (2005 - 2006).
Maik Wagefeld, der gelernter Einzelhandelskaufmann ist, wurde erst in der Winterpause auf Leihbasis zu Dynamo Dresden ausgeliehen, nachdem er seit 2004 für den 1. FC Nürnberg spielte und in der Halbserie der Saison 2005/06 nur zu drei Kurzeinsätzen kam. Er erzielte in 24 Bundesligaeinsätzen 2 Tore. Im ersten Jahr setzte ihn Trainer Wolfgang Wolf 21 Mal ein, im zweiten Jahr nur noch drei Mal.
In der Regionalliga bestritt Maik Wagefeld 61 Spiele und machte 14 Tore. In der 2. Liga absolvierte er 14 Spiele und erzielte zwei Treffer.
Das Kuriose am Neu-Rostocker, drei seiner vier Treffer in der Bundesliga und 2. Liga machte Maik gegen den F.C. Hansa Rostock. Beim 3:0-Heimsieg des 1. FC Nürnberg im letzten Bundesliga-Jahr der Rostocker erzielte er zwei Treffer, im Nachholspiel der 2. Liga am Anfang des Jahres machte er das „Goldene Tor“.
In den letzten Begegnungen konnte „Wage“ seiner Mannschaft nicht mehr helfen, da er sich vor drei Wochen einer Knieoperation unterziehen musste.
Bis zum ersten Meisterschaftsspiel wird Maik Wagefeld aber wieder fit sein.
Die Stärken von Wagefeld sind sein Zweikampfverhalten, seine strategischen Fähigkeiten im Mittelfeld, sein Kopfballspiel und sein harter Schuss.
Maik Wagefeld ist nach Jörg Hahnel (Aue), Stefan Beinlich (HSV) und Dexter Langen (Dresden) der vierte Neuzugang für das Spieljahr 2006/2007. Erster Trainingstag beim F.C. Hansa wird der 2. Juli sein.


Das Interview mit Maik Wagefeld

Hallo Maik, Sie waren vom Bundesligisten Energie Cottbus, dem KSC und TSV München 1860 umworben. Warum haben Sie sich für den F.C. Hansa entschieden?

Wagefeld: Tatsächlich, ich hatte sehr lukrative Angebote. Aus dem Bauch heraus habe ich mich dann mit meiner Freundin Doreen für Hansa entschieden. Der Verein hat sich vom Vorstandsvorsitzenden Manfred Wimmer, über Lizenzchef Herbert Maronn bis zum  Trainer Frank Pagelsdorf erst zum Jahreswechsel locker, dann aber seit einer Woche extrem um mich bemüht.

Hat Dexter Langen auch eine Rolle gespielt?

Wagefeld: Nein, es ging alles so schnell, wir haben noch gar nicht gesprochen. Ich habe mich aber bei ehemaligen Rostockern wie Daniel Klewer oder Marco Vorbeck schon über den Verein erkundigt, außerdem kennt mein Berater Karl Herzog den Verein ja auch, er hatte ja einst Kai Oswald und Abdelaziz Ahanfouf nach Rostock gebracht. In meinen Augen ist Hansa ein sehr sympathischer Verein.

Wie beurteilen Sie heute Ihre Zeit in Nürnberg?

Wagefeld: Es hat mich gereizt, Bundesliga zu spielen. Es war eine große Herausforderung. Das erste Jahr war auch toll und der Klassenerhalt eine schöne Sache. Aber im zweiten Jahr wurde ich von Wolfgang Wolf irgendwie nicht mehr berücksichtig. Warum, habe ich nie erfahren.

Wie begann Ihre Karriere eigentlich?

Wagefeld: Ich habe mit fünf Jahren angefangen, mit zehn Jahren bin ich zu Stahl Riesa. Danach ging ich mit 12 Jahren zur Kinder- und Jugendsportschule Dresden und durchlief alle Jugendmannschaften von Dynamo. Ich habe damals mit Leuten wie Starke von Paderborn oder Rosin von Burghausen zusammen gespielt. Vier Mal spielte ich damals auch für die DFB-Jugendauswahl. Als Juniorenauswahlspieler durfte ich dann schon unter Christoph Franke in der Profimannschaft spielen.

Wo sehen Sie als noch beidbeinig ausgebildeter Rechtsfuß ihre Heimat im Spiel?

Wagefeld: Ich kann eigentlich alles spielen. Zentral defensiv ebenso wie zentral offensiv, rechts wie links. Ich spiele da, wo ich gebraucht werde. Aber in Nürnberg und Dresden habe ich eher halbrechts gespielt und mehr offensiv.

Kommen Sie aus einer sportlichen Familie?

Wagefeld: Ja, mein Vater Dietmar hat einst auch bei Lok und Stahl Riesa gespielt, meine Mutter Christine war in Riesa Handballerin und auch meine Freundin Doreen ist Handballerin gewesen.

Was möchten Sie mit Hansa erreichen?

Wagefeld: Ich komme, um mit dieser jungen Mannschaft aufzusteigen. Ich habe für zwei Jahre unterschrieben, ich hoffe, die Zeit reicht. Ich sehe jedenfalls schon gewisse Perspektiven für uns. Ich hoffe, hier an der Küste wächst unter Frank Pagelsdorf in den nächsten Jahren was zusammen. Natürlich braucht man auch etwas Glück.

Einwürfe zur Person:
Meine besten Eigenschaften: Direkt und ehrlich
Hobbys: Lesen und Tennis
Lebensmotto: Ich nehme es, wie es kommt.
Bestes Spiel der Karriere: Das 3:0 mit dem Club gegen Hansa
Größte Enttäuschung: Abstieg mit Dynamo 2006.
Größte Erfolge: Aufstiege mit Dynamo in die Regionalliga und die 2. Bundesliga sowie Klassenerhalt mit dem Club.
Mein Vorbild: Matthias Sammer
Beste Spieler auf der Welt: Ronaldinho, Ballack, Schewtschenko, Lampard
Mein Traumverein: Manchester United
Beste Mannschaft der Welt: FC Barcelona
Aberglaube: Ich putze meine Schuhe vor jedem Spiel immer selber
Was mich ärgert: Niederlagen sind für mich wie die Pest
Welche Persönlichkeit mich begeistert: Franz Beckenbauer
Wichtigste Erfindung: Das Telefon
Wichtigste Personen der Zeitgeschichte: Meine Familienmitglieder
Was ist in und was ist out: Das muss jeder selbst wissen.
Was machst Du nach der Karriere: Daran denke ich noch nicht, ich will noch lange Fußball spielen.

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