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15.09.2009 19:57 Uhr

Marcel Schied: Egal, wer die Tore schießt

Auf diese neue Chance hatte Marcel Schied einen Monat lang gewartet. Erstmals seit dem 10. August stand der Stürmer des Fußball-Zweitligisten F.C. Hansa Rostock beim 2:1 Heimsieg über die TuS Koblenz wieder in der Startelf und war an beiden Hansa-Toren beteiligt. Urteil: Chance bestens genutzt. Doch als Matchwinner möchte der 26-Jährige nicht bezeichnet werden: „Auch wenn ich das erste Tor eingeleitet und das zweite selbst geschossen habe, war dieser Sieg das Ergebnis einer geschlossenen Mannschaftsleistung. Vor allem die Tatsache, dass wir in Unterzahl den Koblenzern während der letzten 20 Minuten keine einzige Torchance mehr gestattet haben, zeugt von einer sehr guten Teamleistung.“

Natürlich hatte sich das Hansa-Eigengewächs, das nach Stippvisiten in Jena und Braunschweig in diesem Sommer nach Rostock zurückgekehrt war, insgesamt mehr Einsatzzeiten in den bisherigen Spielen erhofft. „Wenn man Profi ist, will man immer spielen“, unterstreicht Marcel Schied, der beim Punktspielauftakt in Bielefeld noch zusammen mit Enrico Kern gestürmt hatte. „Doch dann hat der Trainer zu Hause gegen München auf eine Spitze umgestellt. Und da hat Enrico gespielt, der ja unbestritten große Verdienste um den erfolgreichen Klassenerhalt hatte“, betont Marcel Schied und fügt hinzu: „Natürlich habe ich versucht, mich im Training immer wieder anzubieten. Wer mich kennt, der weiß, dass ich immer Gas gebe. Auch wenn es mir natürlich für Enrico leid tut, dass er momentan wegen einer Verletzung zuschauen muss.“

Da Enrico Kern ohnehin noch nicht wieder ins Mannschaftstraining einsteigen konnte, darf Marcel Schied nach seiner guten Leistung gegen Koblenz auch an diesem Sonntag auf einen Platz in der Startelf hoffen und fiebert schon dem Gastspiel in Augsburg entgegen: „Da freut man sich natürlich auch auf das neue Stadion, obwohl jedem klar ist, dass wir nicht nur zum Staunen da sind. Ich hoffe, wir können dort auch etwas mitnehmen, denn der Sieg gegen Koblenz ist nur etwas wert, wenn wir auch endlich auswärts die ersten Punkte holen.“

Wäre Marcel Schied schon mit einem Unentschieden zufrieden?  „Das hängt vom Spielverlauf ab. Natürlich fahren wir nach Augsburg, um dort zu gewinnen. Aber wenn man im Rückstand liegt und dann noch einen Punkt erkämpft, muss man manchmal auch damit zufrieden sein.“ Wie zum Beispiel bei der Punktspiel-Premiere der Hanseaten in Augsburg, als Marcel Schied im September 2006 mit seinem Treffer kurz vor dem Ende der Partie das 1:1-Unentschieden sicherte. „Das war noch in der Rosenau“, erinnert sich Marcel Schied, der auch in der neuen Augsburger Arena gern das Tor treffen würde: „Klar, das wäre super. Aber noch wichtiger ist es mir, dass wir das Spiel gewinnen. Egal, wer dabei die Tore schießt.“

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