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16.09.2010 08:59 Uhr

Marcel Schied im Portrait: Spielvorbereitung beginnt in der Badewanne

Als der F.C. Hansa im Sommer 2010 aus der 2. Liga abstieg, da konnten der neue Manager Stefan Beinlich und der neue Trainer Peter Vollmann nur noch auf wenige gestandene Spieler zurückgreifen, Dexter Langen, Enrico Neitzel und eben Marcel Schied. Diese drei Profis hatten auch Verträge für die 3. Liga. Der kleine Kicker mit dem großen Kämpferherzen ist dabei ein Fußballer, der schon in seiner frühesten Jugend die „Kogge“ im Herzen trug.

2002 schaffte Marcel Schied den Sprung aus der Nachwuchsabteilung des F.C. Hansa in den Profikader und absolvierte von 2002 bis 2003 und von 2005 bis 2008 59 Erst- und Zweitligaspiele für die Rostocker.

In den Spielzeiten 2003/2004 und 2004/2005 war der gebürtige Weißenfelser jeweils für ein Jahr an den VfL Osnabrück und an die SpVgg Unterhaching ausgeliehen. Nach den Stationen FC Carl Zeiss Jena und Eintracht Braunschweig kehrte Marcel Schied 2009 zum F.C. Hansa zurück.

Der Ziehvater holte seinen verlorenen Sohn wieder zurück in den alten Hafen. Einst betreute der ehemalige Hansa-Cheftrainer Andreas Zachhuber Marcel Schied in der Nachwuchs-Abteilung der Rostocker. 2009 holte „Zacher“ ihn als Profi für drei Jahre zurück.

Marcel Schied - er gehörte noch in der Aufstiegssaison zu den Helden des damaligen Trainers Frank Pagelsdorf. Aber er kam seinerzeit nie über die Rolle des Jokers hinaus. Über den FC Carl Zeiss Jena und Eintracht Braunschweig landete der kleine Wirbelwind nun wieder an der Küste.

Marcel Schied gehört zur Generation Hansa-Internat. Der Junge aus Weißenfels in Sachsen-Anhalt verbrachte seine Jugend in Rostock. Am 27. Spieltag der Saison 2001/2002 gab Schied in Köln bei der 2:4-Niederlage sein Debüt als Bundesliga-Spieler. Damals wurde er in der 84. Minute eingewechselt. Am 31. Spieltag spielte er bei Hertha BSC (1:0) die letzten fünf Minuten. Arrivierte Stürmer blockierten seine Einsätze damals noch. Doch wegschicken wollte man das gut ausgebildete Talent auch nicht. Also wurde Marcel Schied, der damals in Rostock einen Vertrag bis 2006 signierte, ausgeliehen – ausgerechnet vom Ex-Hansa-Trainer Frank Pagelsdorf. Also ging „Schiedi“ zum damaligen Zweitligisten VfL Osnabrück. Damit begann für ihn ein neuer Abschnitt in seiner noch jungen Karriere. Der Stürmer hatte an der Bremer Brücke sofort einen hohen Stellenwert. Ob als Sturmspitze oder als offensiver Mittelfeldspieler war der einstige Junioren-Nationalspieler durch seine Schnelligkeit immer torgefährlich. Aber für den Klassenerhalt reichte dies nicht. Wieder stand die Zukunft auf dem Spiel. Marcel Schied ließ sich also ein weiteres Jahr vom F.C. Hansa nach Unterhaching ausleihen und kam schließlich mit seiner Rostocker Freundin Katrin zurück an die Küste, wo er bis 2008 Vertrag hatte. Ab Januar 2008 folgten die Stationen FC Carl Zeiss Jena und Eintracht Braunschweig. Seit der Saison 2009/2010 geht Marcel Schied nun also wieder für den F.C. Hansa auf Torjagd.

„Schiedi“ kam 2009 mit der Erfahrung von vier Bundesliga-Spielen, 139 Zweitligaspielen (33 Tore) sowie 31 Spielen und sechs Treffern in der 3. Liga an die Küste zurück.

Aber die Saison 2009/2010 verlief anders als erwartet. Schied, der sich tatsächlich Tag und Nacht mit Fußball beschäftigt, der sich auf jedes Spiel schon in der Badewanne mit der Mannschaftsaufstellung des Gegners beschäftigt und jede Mannschaft aus dem Effeff kennt, war über den Abstieg bitter enttäuscht.

18 Spiele und zwei Tore in der 2. Liga sowie sechs Spiele und vier Treffer in der Regionalliga waren nicht die Bilanz, die sich der kleine Wirbelwind wünschte.

Mit dem Spieljahr 2010/2011 soll alles besser werden. Schied hat sich in die Stammelf gespielt, ergänzt sich gut mit Radovan Vujanovic oder Enrico Neitzel und trifft mittlerweile wie in seinen besten Zeiten - So wie sich das ein Stürmer wünscht. Damit der F.C. Hansa schnell wieder höhere Ziel unter Trainer Peter Vollmann anstreben kann…

 

 

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