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18.05.2008 17:28 Uhr

Mario Fillinger: Ich will mit Hansa aufsteigen!

Die erste Neuverpflichtung des F.C. Hansa Rostock ist perfekt. Mario Fillinger (23) vom Hamburger SV wechselt zur Saison 2008/2009 zum Bundesliga-Absteiger von der Ostsee. Fillinger bekommt einen Vertrag für zwei Jahre, bis 2010.

Hansa-Online erwischte den Spieler, der aus Pirna stammt und über Dresden und Chemnitz an die Alster kam, nach der Vertragsunterschrift in Rostock und bat ihn um ein erstes Interview.

Mario, Sie hatten mehrere Angebote, u.a. vom Ortsrivalen FC St. Pauli, warum haben Sie sich für den F.C. Hansa entschieden?
Mario Fillinger: Ich stand mit dem Verein seit der Hinrunde immer in Kontakt. Das hat verbunden. Ich habe die Rückrunde dann intensiv verfolgt.

Warum hat Hansa Sie wohl verpflichtet?
Mario Fillinger: Ich bin variabel einsetzbar, habe Offensivdrang, bin schussstark und im 1:1 auch nicht so schlecht. Das muss den Hansa-Leuten wohl gefallen haben.

Welche Rolle spielte Hansa in Ihrer Karriere?
Mario Fillinger: Als Ostdeutscher verfolgt man natürlich die Vereine aus den neuen Bundesländern mehr als den VfL Bochum oder so. Also habe ich schon mitbekommen, dass Hansa der erste Bundesligist mit Dresden war, dass Hansa zehn Jahre Bundesliga spielte und so…

Wie haben Sie den Tag des Abstiegs des F.C. Hansa erlebt?
Mario Fillinger: Mit meinem Bruder Tom und meiner Freundin Melanie zu Hause. Natürlich war ich traurig über den Abstieg. Aber das ist nun mal so. Jetzt muss man einfach positiv denken.

Sie haben seit 2005 nur 13 Bundesliga-Spiele bestritten. Woran lag es?
Mario Fillinger: Als ich zum HSV kam, hatte ich einen Beinbruch. Später habe ich dann am linken Knie zwei Operationen am Meniskus gehabt. Das hat viel Zeit gekostet. Nun starte ich einen Neuanfang.

Auf der Kartbahn sind Sie schon HSV-Meister…
Mario Fillinger: Stimmt. Vor drei Wochen haben wir beim HSV „Formel I“ gespielt, ich gewann vor Volker Schmied und Nigel de Jong.

Welche Erwartungen verknüpfen Sie mit dem Wechsel an die Ostsee?
Mario Fillinger: Persönlich will ich endlich meine Pechsträhne beenden, zu der momentan auch Adduktorenprobleme gehörten. Natürlich bin ich gekommen, um mit Hansa wieder aufzusteigen.

Welche Rolle spielte Frank Pagelsdorf als Trainer des Bundesligisten F.C. Hansa für Sie?
Mario Fillinger: Er hat seit dem Winter um mich geworben, ist ein wichtiger Mann für meinen Wechsel an die Küste gewesen.

Sie stammen aus Pirna, haben aber nie für den Kultverein Dynamo Dresden sondern nur für den Chemnitzer FC  gespielt. Wie kommt das?
Mario Fillinger: Dynamo hat damals keine Rolle in meinem Kopf gespielt. Warum, kann ich nicht erklären. Ich bin ja mit 12 Jahren zum Chemnitzer FC gegangen und habe dort im Internat meinen Weg gemacht.

Welche Rolle spielt der Fußball in Ihrem Leben?
Mario Fillinger: Die größte. Es ist mein Beruf. Dafür gebe ich alles und ich habe noch viel vor.

Sie haben mit Michael Jordan einen Basketballer als Vorbild. Warum?
Mario Fillinger: Warum muss es immer ein Fußballer sein? Jordan ist ein großer Sportler. Als Fußballer fand ich als Kind immer Andy Möller gut, danach war es der Brasilianer Ronaldo.

Von der Bundesliga in die 2. Liga. Ist das für Sie ein Rückschritt?
Mario Fillinger: Nein. Ich starte selbst noch mal einen neuen Anlauf. Die Mannschaft hier ist jung und hoffnungsvoll, ich bin sehr gespannt auf die Zukunft und denke, dass ich über viele Spiele den richtigen Weg im Profifußball finde.

Wen kennen Sie von den Hansa-Spielern?
Mario Fillinger. Mit Stefan Wächter habe ich in der Champions League gespielt, mit Paule Beinlich habe ich in letzter Zeit viel telefoniert und mich über Hansa informiert. Torwart Jörg Hahnel kenne ich persönlich, wir hatten mal den gleichen Berater.

Na dann viel Glück in Rostock!

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