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04.05.2009 16:02 Uhr

Mario Fillinger: So könnte es natürlich weitergehen

Das freie Wochenende, das Trainer Andreas Zachhuber seiner Mannschaft nach dem 5:1 Heimsieg am Freitag über den 1.FC Kaiserslautern gewährte, hat Doppel-Torschütze Mario Fillinger zu einem kurzen Trip in die Heimat genutzt. „Ich war zu Hause in Heidenau, aber selbst dort konnte man natürlich nicht völlig vom Fußball abschalten. Auch in der Dresdner Gegend wird unser aktueller Höhenflug wahrgenommen und man natürlich darauf angesprochen“, erklärt der Mann mit der Rückennummer 13, der mit seinen beiden Kopfball-Treffern (jeweils nach Einwürfen von Kevin Schöneberg) zum 2:0 Pausenstand die Grundlage für den dritten Heimsieg in Folge gelegt hatte.

Seinen neuen Ruf als „Kopfball-Ungeheuer“ nimmt der Mittelfeldspieler mit Humor und versucht, zu relativieren: „Der Ball kam in beiden Fällen ja nicht besonders scharf. Da hatte ich noch genug Zweit, ihn genau zu berechnen und im richtigen Moment hochzuspringen!“ Mehr noch als die Tatsache, in beiden Fällen mit Köpfchen getroffen zu haben, freut ihn, den Ball überhaupt zweimal im gegnerischen Gehäuse versenken zu können: „Das ist mir in einem Bundesliga-Spiel zuvor noch nie gelungen. Es ist schön, dass ich meine Torgefährlichkeit zuletzt wieder öfter unter Beweis stellen konnte.“

Neben den Stürmer Enrico Kern (7) und Fin Bartels (6) gehört Mario Fillinger mit ebenfalls sechs Treffern nun immerhin schon zu den drei besten Torschützen des F.C. Hansa in der aktuellen Zweitliga-Saison. Wobei man den Mittelfeldspieler sogar als effektivsten Hanseaten bezeichnen könnte. Nachdem er wegen Verletzungsproblemen in der Hinrunde nämlich nur sechsmal von Beginn an spielte und zu drei Kurzeinsätzen kam, konnte Fillinger erst in der Rückrunde so richtig angreifen. All seine sechs Saisontore erzielte er zwischen dem 20. und 30. Spieltag, vier davon innerhalb der letzten vier Wochen.

„So könnte es an den kommenden vier Spieltagen natürlich weitergehen“, hofft Mario Fillinger, der sich mit seiner Mannschaft nun auf das vorletzte Auswärtsspiel der Saison vorbereitet. Der Rückstand auf den TSV 1860 München, bei dem die Hanseaten am kommenden Freitag ab 18 Uhr gastieren, beträgt immerhin nur noch zwei Punkte. „Die Münchner sind zuletzt des öfteren gestrauchelt. Wir dagegen haben eine positive Serie“, weiß auch der 24jährige, dass der TSV 1860 seit sieben Spieltagen nicht mehr gewonnen hat, während die Hanseaten seither siebenmal ungeschlagen geblieben sind: „Daran wollen wir natürlich anknüpfen. Und vielleicht profitieren wir ja sogar davon, dass sich die Münchner schon zu sicher gefühlt haben“, hofft Mario Fillinger, der sich an den letzten Auftritt der Hanseaten gegen die „Löwen“ in der Allianz-Arena allerdings nicht so genau erinnern kann: „Ich war ja damals noch nicht dabei, habe den Aufstieg zwar aus der Entfernung mitverfolgt, aber kenne jetzt keine Einzelheiten.“ Einige seiner Mitspieler dagegen standen beim wegweisenden 2:1 Auswärtssieg über dem TSV 1860, dem eine Woche später der endgültige Bundesliga-Aufstieg folgte, auf dem Rasen der Allianz-Arena. „Sicherlich kann man beide Situationen nicht miteinander vergleichen. Aber es wäre natürlich schön, wenn unsere positive Serie hält und wir dort einen weiteren wichtigen Schritt auf dem Weg zum angestrebten Klassenerhalt machen können.“ Ob dieser Wunsch von Mario Fillinger Realität wird, liegt natürlich auch in seinen Händen. Oder sollte man vielleicht sagen, auf seinem Kopf und dafür in den Händen von Kevin Schöneberg? Aber das wäre dann schon wieder eine andere Geschichte ...


 

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