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17.10.2005 09:28 Uhr

Martin Pohl „Mir fehlen zwei Minuten im Leben…“

Die Fans sahen ihn am Wochenende nur auf der Tribüne. Freitag schaute Martin Pohl (24) beim Sieg der Profis gegen den FC Erzgebirge Aue (1:0) zu. Am Sonnabend freute er sich mit den „Amas“ über den 2:0-Erfolg seiner Kumpels über den MSV Neuruppin. Zwischendurch beobachteten wir den Abwehrspieler bei leichten Läufen unter der Aufsicht von Fußball-Lehrer Frank Pagelsdorf und Physiotherapeut Peter Meyer.
In dieser Woche hofft der Hansa-Profi nach seiner schweren Gehirnerschütterung in Burghausen (1:1) wieder in die Mannschaft zurück zu kommen. Für Hansa-Online gab „Pohler“ dieses Interview.

Martin, wann geben die Ärzte grünes Licht fürs volle Training?
Pohl: Ich hoffe ich komme schnell wieder. Anfang der Woche gibt es noch einige Untersuchungen, dann bin ich hoffentlich wieder im vollen Training.

Kannst Du Dich überhaupt an das Spiel in Burghausen erinnern?
Pohl: Ich weiß nur, ich bin im Krankenhaus aufgewacht und fragte mich, was ist passiert, eben warst Du doch noch beim Fußball…

Was war genau passiert?
Pohl: Ich kenne vieles nur vom Hörensagen. Ich bin im Spiel in der 15. Minute im Duell mit dem Burghausener N. Herzig zusammengeprallt. Dann wurde es schwarz. Mir fehlen zwei Minuten in meinem Leben. Ich verlor das Bewusstsein. Ich hatte eine schwere Gehirnerschütterung und meine Zunge verschluckt. Als ich zu mir kam, lag ich im Krankenwagen und war schon mit Peter Meyer auf dem Weg ins Krankenhaus. Dort musste ich dann zu Untersuchungen bis Dienstag bleiben, ehe ich zurück fliegen konnte. Danach gab es erst einmal ein absolutes Sportverbot.

Wie geht es Dir jetzt?
Pohl: Ich habe gelernt, dass die Gesundheit ein wichtiges Gut ist und das Leben als Fußballer sehr schnell vorbei sein kann. Ich bin froh, dass alles so glimpflich abgelaufen ist.

Aber jetzt bist Du aus der erfolgreichen Mannschaft raus…
Pohl: Das ist richtig. Aber ich bin auf Grund meiner gesundheitlichen Situation raus und nicht von Trainer Frank Pagelsdorf  rausgeschmissen worden. Ich denke, bin ich fit, kriege ich auch meine Chance wieder und die werde ich nutzen.

Wie siehst Du die Situation der Mannschaft?
Pohl: Wir kämpfen uns mühsam aus dem Keller. Sind von den Abstiegsplätzen runter. Haben fünf Spiele am Stück nicht verloren.
Dein Ziel?
Pohl: Ich werde Gas geben, wie man so schön sagt. Denn ich habe gesehen, ich kann mich in der Mannschaft durchsetzen und hoffe, dass ich wieder in die Form der Vorwochen komme. Denn ich war geistig und körperlich gut drauf. Mein Spiel gegen Aachen sollte mein Maßstab sein und bleiben.
Hansa-Online wünscht gute Besserung!

 

 

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