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24.07.2009 17:10 Uhr

Martin Retov: „Ich bin stolz, wieder Kapitän zu sein!“

Trainer Andreas Zachhuber und die Woche der Entscheidungen. Nach der Wahl von Alexander Walke als neuer Nummer 1 im Tor des Zweitligisten, hat sich der Chefcoach auch entschieden, wer Kapitän sein soll. Nach der Wahl des Mannschaftsrates (Retov, Kern, Sebastian, Bülow, Fillinger) entschied sich „Zacher“ für eine bewährte Lösung: Martin Retov.

Andreas Zachhuber zu seiner Wahl: „Warum soll man den Kapitän wechseln, wenn er sich bewährt hat. In den elf Spielen, in denen ich mit Martin zusammen gearbeitet habe, hat er sich als großer Kämpfer und hervorragender Mensch gezeigt. Es gab für mich deshalb keinen Grund, die Binde des Kapitäns an einen anderen Spieler weiterzugeben. Wir sprachen nach der Bekanntgabe des Kapitäns mit Martin Retov.

Hallo Martin, Glückwunsch zur Wiederwahl. Haben Sie damit gerechnet?
Martin Retov: Was heißt damit gerechnet? Natürlich macht man sich nach so einer schlimmen und schlechten Saison seine Gedanken. Aber ich habe immer alles für die Mannschaft gegeben und war für alle da. Dann haben wir elf Spiele nicht verloren und es lief besser. Da hofft man natürlich auch, Kapitän zu bleiben. Jetzt freue ich mich und ich fühle mich geehrt. Man ist auch stolz, denn es ist ein Vertrauensbeweis. Die Jungs haben mich in den Mannschaftsrat gewählt und der Trainer mich bestimmt. Darauf bin ich bin schon stolz.

Sie sind nach Peter Wibran und Gledson erst der dritte ausländische Spieler, der die Kapitänsbinde trägt. Wie bewerten Sie die Aufgabe als Spielführer?
Martin Retov: Ich sehe mich als Mittler zwischen Trainer und Mannschaft und will natürlich für die Jungs da sein. Wir haben viele neue und junge Spieler, denen will man helfen. Ich bin ein älterer Spieler, ich will führen und lenken und mit dafür sorgen, dass wir eine bessere Saison spielen als im vergangenen Jahr.

Wie sehen Sie den neuen Mannschaftsrat?
Martin Retov: Es ist eine interessante Gruppe mit Enrico Kern, der auch viel Erfahrung einbringt, mit Mario Fillinger, der sich gut entwickelt hat und mit zwei Jungs wie Tim Sebastian und Kai Bülow, die neun bzw. 15 Jahre im Verein sind. Ich glaube, wir werden eine starke Gruppe in der Mannschaft sein, die eine positive Stimmung verbreiten kann.

Was muss denn in der neuen Saison anders werden?
Martin Retov: Alles. Wir wollen nach vorne schauen, alles besser machen, erfolgreicher werden. Es darf nicht mehr diese Probleme geben wie im letzten Jahr.

Wie beurteilen Sie die neue Mannschaft des F.C. Hansa?
Martin Retov: Ich sehe eine positive Grundstimmung. Die Neuzugänge passen gut in die Mannschaft und haben in der Vorbereitung einen guten Eindruck gemacht. Ich habe ein gutes Gefühl und ich hoffe, wir spielen in diesem Jahr eine bessere Rolle in der Liga als im letzten Spieljahr. Ich habe jedenfalls Vertrauen zum Verein, zum Trainer, zur Mannschaft.

Sie waren mit Ihrem Landsmann Sebastian Svärd befreundet, der den F.C. Hansa verlassen hat. Bedauern Sie seinen Weggang?
Martin Retov: Klar ist es gut, im Ausland einen Landsmann im Verein zu haben. Wir haben auch außerhalb des Feldes viel zusammen gemacht. Aber es ist normal im Fußball, dass Spieler den Verein wechseln. Das ist so. Schade ist nur, dass es momentan für Sebastian schlecht läuft und er nur in der 2. Mannschaft von Gladbach steht. Das tut mir leid.

Wie sehen Ihre Pläne mit der dänischen Nationalmannschaft aus?
Martin Retov: Die Nationalmannschaft ist seit dem Abstiegskampf kein Thema mehr gewesen. Natürlich schaut der dänische Nationaltrainer auch im Ausland oder eben in Deutschland auf die Tabelle. Und da hatte ich schlechte Karten. Darum ist es für mich so wichtig, dass Hansa in der 2. Bundesliga wieder stark wird, oben mitspielen kann und Morten Olsen dann sieht, dass er mit mir wieder rechnen kann. Das ist mein Wunsch und meine Hoffnung. Mit einem guten F.C. Hansa rückt die Nationalelf auch für mich wieder näher…

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