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13.10.2008 15:22 Uhr

Martin Retov: „Neun Punkte sind zu wenig“

Obwohl die Bundesligen in diesen Tagen wieder eine Länderspielpause einlegen, sind nicht alle Nationalspieler des F.C. Hansa bei ihren Auswahlmannschaften aktiv. Erstmals, seit Martin Retov beim F.C. Hansa unter Vertrag steht, wurde er vom dänischen  Auswahltrainer Morton Olsen nicht zu einem Länderspiel eingeladen. „Wir haben diesmal nur ein Heimspiel gegen Malta, da wollte der Trainer mehr offensivere Spieler nominieren“, kennt Martin Retov allerdings auch den Grund für seine Nichtberücksichtigung. Er ist also keineswegs aus dem Fokus des Nationaltrainers verschwunden, weil sich der F.C. Hansa momentan nur im Mittelfeld der 2. Bundesliga befindet. Dennoch ist der Spielmacher der Hanseaten natürlich mit dem Abschneiden der Rostocker Mannschaft nicht zufrieden: „Neun Punkte aus sieben Spielen sind viel zu wenig. Mit 13 oder 14 Punkten wären wir sicherlich im Soll gewesen. Mainz, Freiburg und Kaiserslautern haben immerhin schon 17 oder 16 Punkte eingefahren. Das ist eine Ausbeute, die man als optimal bezeichnen könnte.“

Ärgerlich ist für Martin Retov in erster Linie auch die hohe Zahl der Gegentore. Und dies, obwohl die Hanseaten nach dem sechsten Spieltag sogar noch über die drittbeste Abwehr verfügten (hinter SC Freiburg und TuS Koblenz). Doch beim 2:4 am 7. Spieltag in Ingolstadt wurde einmal mehr deutlich, dass die Hintermannschaft der Hanseaten nicht immer sattelfest agierte. „Elf Gegentore in sieben Spielen sind zu viel, wenn man oben mitspielen will“, erklärt der Däne, der sich als Mittelfeldspieler vor der Abwehr auch nicht ganz aus der Verantwortung stehlen will: „Beim Defensivverhalten ist natürlich die ganze Mannschaft gefordert, da muss ein Rädchen in das andere greifen. Andererseits bin ich auch für den Spielaufbau verantwortlich und da ist es nicht so einfach, die richtige Balance zu finden.“

Auch die Tatsache, dass man bislang nur gegen Teams gespielt hat, die in der oberen Tabellenhälfte und damit vor dem F.C. Hansa stehen, sieht Martin Retov mit zwiespältigen Gefühlen: „Sicherlich hatten wir bislang sehr schwere Gegner. Aber gerade das sind ja auch die sogenannten Sechs-Punkte-Spiele gegen die Mitkonkurrenten.“ Dass im weiteren Verlauf der Hinrunde noch alle Begegnungen mit jenen Teams, die in der Tabelle hinter den Hanseaten platziert sind, auf dem Spielplan stehen, stimmt den Dänen trotzdem optimistisch: „Jetzt kommen viele Spiele, in denen wir Favorit sind. Wenn wir dieser Rolle gerecht werden können, ist sicherlich eine Aufholjagd möglich. Doch dabei muss uns bewusst sein, dass auch gegen diese Gegner nichts von allein läuft. Ohne hundertprozentige Einstellung und Konzentration kann man in der 2. Bundesliga keine Mannschaft schlagen.“

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