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26.10.2010 16:29 Uhr

Maßnahmenplan nach Vorkommnissen in Dresden

Aus aktuellem Anlass hat der Vorstand des F.C. Hansa Rostock die Auswertung der Vorkommnisse beim Auswärtsspiel in Dresden in den Mittelpunkt seiner Zusammenkunft gerückt und in Abstimmung mit dem Aufsichtsrat mit einem einschneidenden Maßnahmenplan kurzfristig auf das inakzeptable Verhalten im Fanblock reagiert.

Bisher nicht identifizierte Personen hatten am vergangenen Sonnabend unmittelbar vor Anpfiff der Partie im Dresdner Stadion Böller, bengalische Feuer und Leuchtraketen gezündet, in Richtung Spielfeld abgeschossen und damit für eine Verzögerung des Spielbeginns gesorgt. „Der Vorstand und der Aufsichtsrat des F.C. Hansa Rostock verurteilen das Geschehene uneingeschränkt, bemühen sich um lückenlose Aufklärung der Vorfälle und entschuldigen sich für diese unschönen Begleiterscheinungen eines ansonsten fairen Derbys“, fasste Bernd Hofmann als Vorstandsvorsitzender zusammen.

Alle Personen, die an diesen nicht zu tolerierenden Aktionen beteiligt waren, haben sich vereinsschädigend verhalten und dem Ruf des F.C. Hansa Rostock großen Schaden zugefügt. „Unser Verein distanziert sich entschieden von diesen kriminellen Handlungen“, führt Bernd Hofmann auch im Namen seiner Vorstands-Riege fort und kündigt als Resultat der Vorfälle drastische Einschnitte an. „Wir werden und können jetzt nicht alles in Frage stellen, was es in den vergangenen Monaten an Fortschritten im Verhalten unserer Fans bei Heim- und Auswärtsspielen sowie bei der Zusammenarbeit zwischen Verein und Fanszene gegeben hat. Aber wir dürfen nicht einfach zur Tagesordnung übergehen. Auch gegenüber Mannschaft, sportlicher Leitung und DFB stehen wir in der Pflicht, haben um Vertrauen geworben und es bekommen. Den eingeschlagenen Weg konsequent weiterzugehen bedeutet auch, solche Leute herauszufiltern und zu bestrafen, die unsere Bemühungen mit Füßen treten“, erklärte der Vorstandsvorsitzende in Auswertung der Sitzung am Montag.

Der Vorstand des F.C. Hansa Rostock beschloss drastische Maßnahmen zur künftigen Verhinderung von ähnlichen Vorkommnissen:

1. Der F.C. Hansa wird beim Auswärtsspiel in Sandhausen am 5.11. auf sein Auswärtskartenkontingent verzichten. Die Kosten für bereits verkaufte Karten sind den Käufern vom Verein zurückzuerstatten.
2. Zudem schlägt der F.C. Hansa dem DFB vor, auch zum Spiel am 21.11. beim SV Wehen Wiesbaden sein Auswärtskartenkontingent nicht in Anspruch zu nehmen.

Bei beiden Spielen wird der F.C. Hansa in Abstimmung mit dem DFB den Heimmannschaften eine Entschädigung für den Wegfall von Einnahmen durch nicht verkaufte Gästekarten zukommen lassen.

3. In Abstimmung mit Dynamo Dresden werden beide Vereine wegen der Vorkommnisse am vergangenen Sonnabend Strafanzeige stellen.
4. Der F.C. Hansa wird Dynamo Dresden bei der Auswertung des Videomaterials unterstützen und aktiv bei der Identifizierung der Straftäter behilflich sein.
5. Der zukünftige Auswärtskartenverkauf wird grundsätzlich über den F.C. Hansa Rostock abgewickelt.
6. Es erfolgt eine engere Zusammenarbeit zwischen dem Fanprojekt Rostock und dem F.C. Hansa Rostock.

 

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