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03.05.2011 18:09 Uhr

Mike Werner: Ich war immer ein Kämpfer, aber nie eitel

Mike Werner heute – Die Fans würden ihn kaum noch erkennen. Kurzhaar statt „vorne kurz und hinten lang“…! Am 4. Mai 2011 um 19 Uhr  wird eben dieser Mike Werner im Team von Uwe Reinders für den letzten DDR-Meister und Pokalsieger gegen das Team der Hansa-Legenden auflaufen. Wir trafen Mike in diesen Tagen als Trainer der C-Jugend im Rostocker Sportforum.
 
Mike, warum hast Du Dich von Deinem Markenzeichen getrennt Warum sind die Haare ab?
 
Werner: Das Motiv war meine Scheidung damals…
 
Wie lange brauchte der Frisör?
 
Werner: Ich glaube, in einer halben Stunde waren die Haare ab…
 
Ärgert es Dich, wenn man im Zusammenhang mit Deiner Profikarriere nie von Deinen Leistungen als Abwehrspieler, sondern immer nur von Deiner Haarlänge spricht?
 
Werner: Nein, ich bin nicht so eitel. Den Kultstatus habe ich auch erst vor vier oder fünf Jahren erlangt. Damals hat ein Internet-Forum den ungewöhnlichsten Haarschnitt in den Panini-Fußball-Büchern gesucht. Da wurde ich zum Sieger erklärt – ohne Preis  übrigens. Aber seither hatte ich unzählige Interviewwünsche…
 
Inzwischen gibt es sogar T-Shirts mit Deinem Foto zu kaufen?
 
Werner: Stimmt. Aber damit habe ich gar nichts zu tun.
 
War deine Haarlänge damals etwas Besonderes?
 
Werner: Nein, eigentlich nicht. Gernot Alms oder Axel Schulz hatten ja auch etwas längere Haare. Ich trug mein Haar so aus Überzeugung. Bei Vorwärts, zu DDR-NVA-Zeiten, durften wir die Haare nicht so tragen. Als ich in Eberswalde war, habe ich sie wachsen lassen und in Rostock waren sie dann eben etwas länger, so wie die Mode damals war. Bei Hansa hatte sich niemand daran gestört und bei Uwe Reinders entschied die Leistung. Und ich war damals ein Junge mit Kämpferherz…
 
Im Sommer hat Dich der damalige Kapitän und heutige Nachwuchschef Juri Schlünz als Übungsleiter zum F.c. Hansa zurückgeholt…
 
Werner: Ich war über Jahre Männertrainer, zuletzt in Ribnitz-Damgarten. Aber irgendwie hat mir was gefehlt. Hansa! Dann hat Juri mit mir gesprochen, ob ich nicht sein Co-Trainer in der C-Jugend werden wolle. Und ich wollte. Es ist was völlig anderes, mit Kindern zu arbeiten. Aber es macht irre Spaß.
 
Und nun freust Du Dich auf das Legenden-Spiel?
 
Werner: Ja, natürlich. Wir trainieren dafür jetzt mit unserer U40 einmal die Woche und ich spiele bei den Alten Herren von Hansa auch die Meisterschaft mit.

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