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23.08.2005 11:42 Uhr

Miso Brecko „Hansa ist eine gute Truppe“

Nach nur einer Trainingseinheit im ersten Spiel das erste Tor – Hansas erster Slowene ist bei seinem neuen Klub gut angekommen. Für Miso Brecko hat sich der Wechsel nach Rostock schon jetzt gelohnt. Erstes Spiel beim DFB-Pokal in Villingen – erster Sieg und erstes Tor zum 5:2-Endstand. Besser kann man nicht starten. Erst recht, wenn man wie Brecko davor erst eine Trainingseinheit mit seinen Teamkollegen beim FC Hansa absolviert hat.
Dass er zur Premiere sogar ins Schwarze getroffen hat, erstaunt den Defensivmann selbst ein wenig. Sein letztes Tor davor?
„Irgendwann in einem Freundschaftsspiel“, kramte der vom Hamburger SV an den FCH ausgeliehene Abwehrspieler in seinen Erinnerungen. Viel wichtiger war für ihn der Erfolg der Mannschaft. „Wir haben uns schwer getan, obwohl wir geführt haben. Aber im Pokal war das Weiterkommen wichtig. Noch wichtiger aber wird das Spiel am Freitag“, blickt der Slowene bereits auf die Heimpartie gegen Aufsteiger Eintracht Braunschweig voraus.
Dann hofft er auch auf sein Zweitliga-Debüt. „Die sieben Bundesliga-Einsätze beim HSV waren fürs erste Jahr gar nicht so schlecht“, findet der Youngster, der im Vorjahr von Klaus Toppmöller verpflichtet worden war. „Damals war ich 20 und mich kannte keiner. Aber jetzt will ich mehr.“
Miso Brecko will sich bei bei Hansa durchsetzen, auch um sich seine Chance in der slowenischen Auswahl nicht zu verbauen, wo er bereits zwei Länderspiele absolvierte. „Nur wenn ich bei Hansa spiele, bin ich auch in der Nationalmannschaft“, sagt der 1,78-m-Mann in gutem Deutsch. Vier Jahre hat er die Sprache in der Schule gelernt.
Dass er der erste Vertreter seines Landes in der 40-jährigen Hansa-Geschichte ist, hat Brecko inzwischen mitbekommen. „Wir sind ja nur ein kleines Land und haben nicht so viele Leute. Der erste Slowene in Rostock zu sein, macht mich etwas stolz“, meint der Verteidiger, der eine Stunde entfernt von der Hauptstadt Ljubljana in Trbovlje aufgewachsen ist.
In dieser Woche will sich der Neuzugang, der noch im Hotel wohnt, nach einer geeigneten Wohnung umschauen. Wenn er fündig geworden ist, soll auch Freundin Tamara fest mit nach Rostock ziehen. In seiner Zeit beim HSV schaute sie immer nur besuchsweise vorbei.
Bis dahin will sich der Slowene ganz auf seine neue Aufgabe beim FC Hansa konzentrieren, der nach dem miserablen Meisterschaftsstart mit dem neuen Coach Frank Pagelsdorf nun das Signal zur Aufholjagd gegeben hat. „Es wird nicht einfach“, weiß Brecko, „aber es gibt viele positive Typen in der Mannschaft. Eigentlich eine gute Truppe.“


 

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