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01.03.2010 13:36 Uhr

Mit Stil durch fünf Gänge – Hansa beim Etikettenessen

Normalerweise ist der Fußballplatz ihr Revier. Dort steht ein sauberer Pass, eine gezielte Flanke oder ein perfekt in das gegnerische Tor platzierter Ball im Mittelpunkt. Hier zählen Durchsetzungskraft, Schnelligkeit und Teamgeist. Hier kommen auch mal Emotionen durch. Da bleibt keine Zeit, um über vornehmes Verhalten und eine stilvolle Erscheinung nachzudenken.

Aber ein Fußballspieler verbringt seine Zeit nicht nur auf dem Platz. Wenn der Sponsor zum Empfang lädt, die Weihnachtsfeier naht oder ein Dinner im großen Stil ansteht, ist gutes Benehmen und der richtige Umgang zu Tisch gefragt.

Um genau auf diese Gelegenheiten vorbereitet zu sein, wurden die Nachwuchskicker des F.C. Hansa Rostock  am vergangenen Freitag von der Hanseatischen Weiterbildungs- und Beschäftigungsgemeinschaft Rostock (HWBR) zu einem Etiketteessen geladen. Selbstverständlich mit der Pflicht, in Hemd und Schlips zu erscheinen.

Unter Anleitung der beiden Etikette-Lehrer Britta Mewitz und Peter Pedersen bekamen sie gezeigt, wie man sich eine Krawatte richtig bindet und wie man eine „Dame“ zu Tisch führt.

Doch das Schwierigste sollte noch folgen. Denn nun gaben die beiden Experten preis, wie man das Weinglas richtig hält ohne hässliche Flecken zu hinterlassen, welche Gabel für welchen Gang gedacht ist und wie man mit der Stellung des Bestecks signalisiert, dass man fertig ist, eine Pause wünscht oder gern noch etwas Nachschlag hätte.

Und auch das Menü brachte die eine oder andere Schwierigkeit mit sich. Die servierte Riesengarnele ließ die Augen erst einmal größer werden. Doch unter kompetenter Anleitung wurde auch diese Schale geknackt, ohne dass das vom Teller rutsche. Die Garnele war neben dem gereichten Brot dann auch das Einzige, was mit der Hand angefasst werden durfte. Alles andere musste adäquat mit Hilfe von Messer und Gabel verzehrt werden. Dabei kam es natürlich auch auf die richtige Handhaltung an. So blieben die Hände während des gesamten Essens auf den Tisch und nicht etwa in die Hosentasche.

Bei den Kickern kam die Lehrstunde der anderen Art an. „Hier lernt man was für´s Leben“, resümierte Torwart Andreas Kerner. Und auch A-Junioren-Trainer Michael Hartmann sagte: „Ich bin ja schon eine Menge rumgekommen, aber da war auch für mich eine Menge Neues dabei."

Thomas Engels, Sozialpädagoge von Hansa und Ideengeber des Abends, würde den Lehrgang gern zu einem festen Bestandteil für alle Teams machen. „Die Großen haben schon gejault, dass sie nicht mitdurften“, betonte er.

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