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25.03.2012 16:07 Uhr

Nach 0:1 in Unterzahl gegen Aue: Vier-Punkte-Rückstand bleibt bestehen

Im Kampf um den Klassenerhalt der 2. Bundesliga hat der F.C. Hansa erneut einen Befreiungsschlag verpasst. Mit der 0:1 Heimniederlage gegen den FC Erzgebirge Aue versäumten es die Rostocker, die fast die komplette Partie in Unterzahl bestreiten mussten, den Rückstand auf den Relegationsplatz von bislang vier auf einen Punkt zu verkürzen. Die Hoffnungen auf den direkten Klassenerhalt sind nach dem gleichzeitigen Auswärtssieg des MSV Duisburg in Paderborn und nunmehr zehn Punkten Differenz nur noch theoretischer Natur.

Im Vergleich zum Auswärtsspiel in Karlsruhe gibt es zwei Veränderungen in der Startelf des F.C. Hansa. Freddy Borg spielt wieder von Anfang an im Hansa-Sturm, so dass Marek Mintal als hängende Spitze agieren kann und Tom Weilandt dafür auf der Ersatzbank Platz nimmt. Zudem muss Trainer Wolfgang Wolf einen Wechsel im Hansa-Tor vornehmen. Für den verletzten Stammkeeper Kevin Müller rückt Jörg Hahnel zwischen die Pfosten und kommt damit ausgerechnet gegen seinen Ex-Verein zum ersten Zweitligaeinsatz der laufenden Saison. Im Team der Gäste stehen mit den beiden Außenverteidigern Oliver Schröder und Kevin Schlitte zwei Ex-Hanseaten, während Stürmer Enrico Kern nur eine Reservistenrolle bleibt.

Es dauert bis zur siebenten Spielminute, bis die Hanseaten zum ersten Mal vielversprechend vor das Auer Tor kommen. Nach Kopfball-Ablage von Freddy Borg kommt Robert Müller in Schussposition, verfehlt das Tor aber relativ deutlich. Knapper wird es wenig später anch einer Jänicke-Eingabe von links, die Könnecke fast ins eigene Tor befördert (8.). Die zweite Ecke im Anschluss an diese Aktion verlängert Matthias Holst gefährlich mit dem Kopf, aber die Auer können auf der Linie klären (10.).

Nach zwölf Minuten sind die Hanseaten dann plötzlich schon dezimiert. Stephan Gusche trifft aus einer Drehbewegung Fabian Müller unabsichtlich mit dem Fuß ins Gesicht. Doch Schiedsrichter Tobias Welz zögert keine Sekunde und zeigt dem Rostocker – unter dem Pfeifkonzert der 13.000 Zuschauer – sofort die Rote Karte. Und es kommt sogar noch schlimmer für den F.C. Hansa, der zehn Minuten später auch in Rückstand gerät. Als Michael Wiemann beim Abwehrversuch den Ball nicht trifft, steht Jan Hochscheidt plötzlich frei und überwindet Jörg Hahnel aus Nahdistanz.

Drei Minuten nach dem 0:1 bietet sich den Hanseaten die erste Ausgleichschance, doch als Tobias Jänicke ein Solo in den Strafraum startet, sieht der Schiedsrichter ein Handspiel des Rostockers und pfeift den Angriff ab (25.). Den Hanseaten ist in Unterzahl nun aber auch die zusätzliche Verunsicherung anzumerken. Jörg Hahnel macht ebenfalls keine glückliche Figur, als er einen Savran-Schuss nicht festhalten kann. Er hat allerdings Glück, dass Ronny König anschließend das Kunststück fertig bringt, das leere Tor nicht zu treffen (33.).

Der F.C. Hansa hat in der letzten Viertelstunde eigentlich nur noch eine einzige Torchance und die gibt es nach einer Standardsituation. Aus halbrechter Position schlägt Timo Perthel einen Freistoß weit in den Strafraum, wo Marek Mintal ihn knapp mit dem Kopf verpasst (37.). Doch auch die Gäste können keinen weiteren Treffer mehr erzielen. Die größte Chance gibt es zu Beginn der Nachspielzeit, als Halil Savran der Ball über die Brust rutscht und dadurch Fabian Müller allein auf das Hansa-Tor zulaufen kann. Sein Schuss geht jedoch weit am rechten Pfosten vorbei, so dass es zur Pause beim 0:1 bleibt.

Zur Pause gibt es zwei Wechsel – mit Kevin Pannewitz und Dominik Peitz kommen zwei neue „Sechser“ ins Spiel und auch taktisch gibt es einige Umstellungen. So rückt Timo Perthel ins Mittelfeld auf und die Hanseaten verteidigen nur noch mit einer Dreier-Kette inklusive Robert Müller als Linksverteidiger. Ein Solo von Tobias Jänicke, der auf die rechte Seite gewechselt ist, leitet dann die größte Ausgleichschance des F.C. Hansa ein. Kevin Schlitte kann seinen ehemaligen Mannschaftskameraden nur unfair bremsen und es gibt einen Foulelfmeter. Doch Martin Männel weiß inzwischen, wie Freddy Borg seine Elfmeter schießt, wartet mit seiner Reaktion ab und pariert den flach getretenen Ball des Schweden (52.).

Vier Minuten später fordern die Hansa-Fans erneut einen Strafstoß, als Rene Klingbeil eine Borg-Hereingabe mit der Hand abwehrt. Doch diesmal lässt Schiri Welz weiterspielen. Nach einem schönen Zusammenspiel mit Marek Mintal verpasst Timo Perthel dessen Heber in den Strafraum denkbar knapp (59.) und als Marek Mintal einen Querschläger der Auer Abwehr mit vollem Risiko volley nimmt, geht der Ball links am Tor vorbei (65.). Auch Borgs Versuch nach Perthel-Freistoß landet in den Armen von Torhüter Männel (67.).

Mit zunehmender Spielzeit finden die Hanseaten wieder besser ins Spiel und können sich weitere Ausgleichschancen erspielen. Nach Jänicke-Flanke köpft Dominik Peitz knapp über das Tor (76.), Nach Peitz-Zuspiel schießt Tobias Jänicke drüber (79.) und als Freddy Borg direkt abzieht, kann Martin Männel den scharf getretenen Ball mit einer Glanzparade über die Latte lenken (81.). Ein weiterer Peitz-Kopfball geht über das Tor (84.). Als auch ein weiterer Borg-Schuss neben das Tor geht (90.), ist die 0:1 Heimniederlage perfekt.

Torschütze: 0:1 Hochscheidt (22.)

F.C. Hansa: Hahnel – Janecka, Holst, Gusche (12. ROT), Perthel (80. Blum) – R. Müller, Wiemann (46. Peitz) – Jordanov (46. Pannewitz), Mintal, Jänicke – Borg

FC Erzgebirge Aue: Männel, Schlitte, König, Könnecke (64. Kempe), Savran (55.Kern), Klingbeil, Hochscheidt, Schröder, Rau, Hensel, Müller (85. Höfler)

Verwarnungen:

Gelbe Karten:

Perthel
Hensel, Kempe (Aue)

Rote Karte:
Gusche

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