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22.04.2012 17:18 Uhr

Nach 0:3 Niederlage in Hamburg: Vier Punkte bis zum Relegationsplatz

Am 32. Spieltag der 2. Bundesliga hat der F.C. Hansa nun auch in der Fremde wieder eine Niederlage kassiert. Vor 22.620 Zuschauern am Hamburger Millerntor verlieren die Rostocker am Ende mit 0:3 gegen den FC St. Pauli und haben im Kampf um den Klassenerhalt weiteren Boden eingebüßt. Durch den gleichzeitigen 2:0 Heimsieg des Karlsruher SC über den SC Paderborn beträgt der Rückstand zum Relegationsplatz jetzt bereits vier Punkte. Und an den letzten beiden Saisonspielen beim 1.FC Union Berlin und zuhause gegen die SpVgg Greuther Fürth sind nur noch sechs Punkte zu vergeben.

Im Vergleich zur Heimniederlage gegen den FSV Frankfurt hat Trainer Wolfgang Wolf in seiner Mannschaft vier Veränderungen vorgenommen. An Stelle von Michael Wiemann, Edisson Jordanov, Tobias Jänicke und Freddy Borg stehen gegen den FC St. Pauli die Abwehrspieler Matthias Holst und Sebastian Pelzer sowie die Offensivkräfte Manfred Starke und Tom Weilandt neu in der Anfangsformation. Michael Blum rückt aus der Abwehrkette ins Mittelfeld auf und Linksbeiner Manfred Starke agiert bei seiner Startelf-Premiere auf der rechten Außenbahn.
Nach zehn Minuten des Abtastens haben die Gastgeber die erste Torchance nach einer Standardsituation. Einen Freistoß von Carsten Rothenbach verlängert Lasse Sobiech mit dem Kopf, doch Jörg Hahnel kann den Ball um den Pfosten lenken (11.). Eineinhalb Minuten später steht es dennoch 1:0, als sich Marius Ebbers nach einer Kruse-Flanke von rechts gegen Kevin Pannewitz durchsetzt und zur Hamburger Führung trifft. Die erste Ausgleichschance bietet sich nach einer Viertelstunde dann Robert Müller, der nach einem klugen Rückpass von Michael Blum jedoch zu lange mit dem Abschluss zögert und sich dann für ein riskantes Zuspiel auf Tom Weilandt entscheidet.

Mitte der ersten Halbzeit übernehmen die Hanseaten die Initiative und können sich mehrere gute Torchancen herausspielen. Tom Weilandt schickt Marek Janecka über die rechte Seite und dessen Eingabe lenkt St. Pauli-Verteidiger Sebastian Schachten ins Toraus (18.). Den ersten Eckball von Michael Blum nutzt Marek Mintal zu einem scharfen Volleyschuss, den Torhüter Tschauner mit einer Glanzparade abwehren kann. Nach der nächsten Blum-Ecke kommt der Slowake dann aus Nahdistanz zum Schuss, doch diesmal ist es ein Verteidigerbein, das den Ball noch abfälscht (19.). Nach einer Starke-Flanke von links rutscht Marek Mintal der Ball über den Fuß (22.) und nach Mintals Flanke von rechts kommt ein Kopfball von Dominic Peitz gefährlich auf das Hamburger Tor. Doch Philipp Tschauner lenkt das Leder noch an den Pfosten (25.).
Nach einem Ballverlust von Dominic Peitz im Mittelfeld startet der FC St. Pauli einen schnellen Konter, bevor Kevin Pannewitz im letzten Moment vor Deniz Naki klärt (26.). Eine Minute später flankt Max Kruse von links in den Strafraum, wo Fabian Boll den Ball direkt nimmt, aber das Tor verfehlt. Auf der Gegenseite geht ein 35-Meter-Freistoß von Marek Mintal nur wenige Zentimeter über die Latte (37.) und für den FC St. Pauli wiederum ist es Fin Bartels, der nach einem Solo über rechts in den Strafraum eindringt. Aber Jörg Hahnel pflückt ihm das Leder von den Füßen (40.). Die letzte Aktion vor der Pause schließlich ist ein Blum-Freistoß, den Torhüter Tschauner nur nach vorne fausten kann. Aus 25 Metern setzt Manfred Starke direkt zum Nachschuss an, der Ball geht allerdings über das Tor (45.).

Kurz vor der Pause hat der Karlsruher SC zudem die 1:0 Führung gegen den SC Paderborn 07 erzielt und so sind es zwischenzeitlich wieder vier Punkte Rückstand auf den Mitkonkurrenten, als die Hanseaten in unveränderter Formation den Rasen zur zweiten Halbzeit betreten. Und nur vier Minuten später steht es bereits 2:0 für den FC St. Pauli. Deniz Naki spielt den Ball in den Lauf von Marius Ebbers, der allein auf Jörg Hahnel zuläuft und den Hansa-Keeper mit einem Beinschuss überwindet. Es dauert ein paar Minuten, bis sich die Hanseaten von diesem Schock erholt haben und sich die erste Großchance der zweiten Hälfte herausspielen. Nach schönen Zusammenspiel mit Marek Mintal trifft Mannschaftskapitän Sebastian Pelzer jedoch nur das linke Außennetz (57.).
Nach knapp einer Stunde kommt mit Freddy Borg ein frischer Stürmer ins Spiel, während Tom Weilandt für den ausgeschiedenen Manfred Starke auf die rechte Seite wechselt und die nächste Hansa-Chance hat. Seinen Flachschuss aus halbrechter Position bereitet Torhüter Tschauner aber keine großen Probleme. Und nach 68 Minuten opfert Trainer Wolfgang Wolf mit Kevin Pannewitz einen Abwehrspieler zugunsten eines weiteren Stürmers. Tino Semmer hat vier Minuten nach seiner Einwechskung auch gleich die erste Gelegenheit, doch sein Schuss aus der Luft geht über das Hamburger Tor (72.).

Eine Viertelstunde vor dem Ende der Partie hat dann der FC St. Pauli zwei gute Gelegenheiten, vorzeitig alles klar zu machen. Nach Querpass von Fin Bartels kommt Marius Ebbers frei zum Schuss, doch Jörg Hahnel kann parieren. Und kurz darauf vereitelt der Hansa-Keeper mit einer Fußabwehr erneut den Hattrick des Hamburger Stürmers (76.). Doch drei Minuten später fällt dann das dritte Tor für die Hausherren. Diesmal tritt Marius Ebbers als Vorlagengeber in Aktion und Fin Bartels trifft aus Nahdistanz zur Vorentscheidung. Eine noch höhere Niederlage verhindert Jörg Hahnel, als er einen Bruns-Freistoß über die Latte lenkt (83.).

Torfolge: 1:0 Ebbers (12.), 2:0 Ebbers (49.), 3:0 Bartels (79.)

F.C. Hansa: Hahnel – Janecka, Holst, Pannewitz (68. Semmer), Pelzer – R.Müller, Peitz – Starke (58. Borg), Mintal, Blum (77. Jänicke) – Weilandt

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