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24.03.2006 15:25 Uhr

Neue Herausforderung nach 16 Jahren in Aue

Der F.C. Hansa Rostock und Cheftrainer Frank Pagelsdorf bauen weiter am Mosaik einer neuer Bundesliga-Mannschaft für die Zukunft. Jetzt verpflichtete der Verein Torwart Jörg Hahnel vom FC Erzgebirge Aue für zwei Jahre! Jörg Hahnel war bislang der einzige Spieler in Aue, der als Profi im Team des Zweitligisten aus dem eigenen Nachwuchs stammt. 
Die Vita des Torwarts: Geboren am 11. Januar 1982 in Erlabrunn. 1,86 m groß, 80 kg schwer, ledig. Seine Hobbys: Tischtennis, Tennis, Auto fahren. Seine Lieblingsmusik: U2, Black Music. Sein Lebensmotto: Leben und leben lassen.
Der Keeper aus dem Erzgebirge begann einst bei SV Eisen Erla-Crandorf. Am 1. Januar 1990 wechselte er zu den „Veilchen“ nach Aue und hat hier in dem einstigen DDR-Nationaltorwart Jörg Weißflog einen guten Torwart-Trainer.
Das  Torwart-Talent durchlief damals Jugendteams des Vereins und wurde dann 2000 als Nummer Zwei in die erste Mannschaft hochgezogen. Seine Tauglichkeit bewies „Jockel“,  als er im Aufstiegsjahr in 13 Regionalliga-Partien das Tor hütete. Damals vertrat er Russi Petkov.
Die größten Erfolge des Torhüters waren bislang der Aufstieg mit dem FCE in die 2. Bundesliga (2003) sowie der Klassenerhalt mit dieser Mannschaft (2004).
Seither kann Jörg Hahnel auf 35 Zweitliga-Spiele zurückblicken. In der laufenden Saison 2005/06 stand er lediglich in der ersten Runde des DFB-Pokals zwischen den Pfosten.
Der einstige DDR-Nationalspieler Rainer Nachtigall, der seit Jahren als Zeitungs-Reporter über Aue berichtet, findet nur Lob für den Keeper: „Jörg ist ein ausgezeichneter Torhüter, sehr ehrgeizig und für einen Torwart ein ausgesprochen guter Fußballer, vielleicht als Torsteher sogar der beste Feldspieler der zweiten Liga…“
Insider wissen: Jörg Hahnel spielte sogar schon für den FCE  in der Landesliga im Mittelfeld.
Hahnels Pech: Vor eineinhalb Jahren erkrankte er an einer Grippe. Sein Kollege Tomasz Bobel nutzte damals diese Chance so gut, dass Aues Trainer Gerd Schädlich den 31-jährigen Polen nicht mehr aus dem Tor nahm.
Rainer Nachtigall zum Zweikampf zwischen Bobel und Hahnel: „Tomasz Bobel hatte tatsächlich eine glänzende Serie im Auer Tor. Da hatte es Hahnel sehr schwer, vorbeizuziehen“.
Die Konsequenz: Im letzten Sommer suchte Hahnels Berater so schon einen neuen Verein für das 24-jährige Torwart-Talent.
Im Sommer 2005 war Jörg als 2. Torwart hinter Roman Weidenfeller beim BVB Borussia Dortmund im Gespräch. Beim Zweitliga-Aufsteiger 1. FC Dynamo Dresden wurde der Keeper im Sommer 2005 sogar als Nummer 1 gehandelt.
Aber die befreundeten Trainer Christoph Franke und Gerd Schädlich versprachen sich, sich nicht gegenseitig Spieler abzujagen…!
Damals entschied sich das Auer Eigengewächs Hahnel also erneut für die Mannschaft aus dem Erzgebirge und der Torwart verlängerte seinen Vertrag noch einmal bis 2006. Nun also der Wechsel vom Erzgebirge an die Küste. „Nach 16 Jahren in Aue suche ich eine neue sportliche Herausforderung“, so Hahnel.

 

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