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06.10.2010 11:02 Uhr

Neumühler SV vor größtem Spiel der Vereinsgeschichte

Seitdem am 14. September die zweite Runde im Landespokal ausgelost wurde, wissen nun auch alle Hansa-Fans, wo der Neumühler SV beheimatet ist. Im Jahre 1357 erstmals urkundlich als Nyen Molen erwähnt, wurde Neu Mühle 1887 von Schwerin eingemeindet und bildet heute einen westlichen Ortsteil der Landeshauptstadt.

Der Verein, der bis vor 20 Jahren noch als BSG Traktor Neumühle firmierte, wurde im Jahre 1946 gegründet und spielte vor der Wende maximal in der Bezirksklasse. Zuletzt hat sich der Neumühler SV nach zwei Aufstiegen in Folge allerdings in der Landesliga West etabliert. Mit acht Punkten Vorsprung auf den ESV Hagenow wurde man in der Saison 2007/08 zunächst Meister der Bezirksklasse II und ein Jahr später mit vier Punkten vor dem Schweriner SC sofort Meister der Bezirksliga West. Anschließend beendete der Neumühler SV seine Premierensaison in der Landesliga West auf dem achten Rang und ist auch momentan im Mittelfeld der Tabelle zu finden. Nach sieben Spieltagen belegt die Mannschaft den sechsten Platz, wobei der Rückstand zum souveränen Spitzenreiter Lübzer SV, gegen den am ersten Spieltag mit 0:6 verloren wurde, schon zehn Punkte beträgt.

Die Generalprobe für das bevorstehende Pokalspiel gegen den F.C. Hansa ist dem NSV nicht ganz so gelungen. Im Heimspiel am vergangenen Sonnabend gegen den PSV Wismar wurde ein 2:0-Vorsprung kurz vor dem Ende noch verspielt und die Partie endete 2:2 unentschieden. Doch nicht nur in der Schlussphase dieser Partie, sondern schon seit der Pokalauslosung, haben die Neumühler fast nur noch die Begegnung mit den Hanseaten im Kopf. Das Trainingspensum wurde umgehend erhöht und das Neumühler Trainergespann hat sich noch intensiver mit der Rostocker Mannschaft befasst. Dabei kannten Trainer Martin Költzow, der als Hansa-Fan sehr oft die Heimspiele in der DKB-Arena verfolgt, und sein Co-Trainer Helge Behrens, der sogar Mitglied im F.C. Hansa ist, den kommenden Pokal-Gegner ohnehin schon sehr genau. Nun wurde anhand der aufgezeichneten NDR-Übertragung vom Heimspiel gegen Eintracht Braunschweig aber auch noch eine Video-Analyse erstellt.

Die Mannschaft des Neumühler SV geht also sehr gut vorbereitet in das Pokalspiel und will ihre Haut so teuer wie möglich verkaufen. Auf keinen Fall zweistellig zu verlieren und nach Möglichkeit auch ein eigenes Tor zu schießen – das sind die meistgenannten Ziele des Landesligisten, der seine Punktspiele normalerweise vor 70 Zuschauern auf der eigenen „Ranch“ an der Kuckuckstraße austrägt. Am kommenden Sonnabend dürfen sie auf eine mindestens 50 Mal größere Kulisse hoffen und tragen ihr Heimspiel deshalb im Stadion am Lambrechtsgrund aus. Dort hätte die Mannschaft um Kapitän Sebastian Apitz auch gern noch einmal trainiert, doch das war aufgrund des fehlenden Flutlichts unter der Woche nicht möglich. So findet auch das Abschlusstraining am Freitag ab 19 Uhr auf der „Ranch“ statt. Und am Sonnabend ab 14 Uhr steigt dann das bislang größte Spiel der Vereinsgeschichte des Neumühler SV.

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