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26.05.2008 10:56 Uhr

NOFV-Präsident Dr. Hans-Georg Moldenhauer „Hansa ist gut aufgestellt!“

Dr. Hans-Georg Moldenhauer auf Tour. Erst weilte er zum U21-Länderspiel Deutschland gegen die Ukraine in Wilhelmshaven (4:0), von dort fuhr er morgens direkt zum Bundesliga-Absteiger F.C. Hansa nach Rostock. Vor der Fach-Tagung „Gemeinsam gegen Gewalt und Rassismus im Fußball“ nutzte der NOFV-Boss die Morgenstunden, um sich im Rostocker Sportforum die DKB-Arena und die Nachwuchs-Akademie des F.C. Hansa anzusehen. Danach war er einer von 180 Gästen, die über fünf Stunden über gesellschaftliche Probleme und Erscheinungen  am Rande des Fußballs diskutierten. Mittendrin gab uns der Magdeburger, der seit fast 20 Jahren dem Fußball in den neuen Bundesländern vorsteht, dieses Interview.

Herr Dr. Moldenhauer, wie beurteilen Sie den 17. Platz des F.C. Hansa in der Bundesliga?

Dr. Hans-Georg Moldenhauer. Ganz ehrlich, er macht mich traurig. Ich habe die letzten Wochen an allen Bundesliga-Spieltagen immer verfolgt, wie die Ergebnisse waren. Leider gab es wenig positive Nachrichten. Die des Abstiegs war dann die traurigste…

Aber jedes Ende ist auch ein neuer Anfang…

Dr. Hans-Georg Moldenhauer: Genau. So sehe ich das mit den Verantwortlichen des F.C. Hansa auch. Hansa ist von der Infrastruktur in den neuen Bundesländern ein Vorzeigeklub. Die Mannschaft hat die Chance, wieder aufzusteigen. Das ist nicht nur meine Hoffnung.

Wie beurteilen Sie die Arbeit des Vereins?

Dr. Hans-Georg Moldenhauer: Ich habe mir vor der Konferenz mal hier die Anlagen angeschaut und sage: Alle Achtung! Ich weiß ja auch, dass die Amateure in die Regionalliga mit einer ganz jungen Mannschaft aufgestiegen sind, die beiden Junioren-Teams in der Bundesliga eine Spitzenrolle spielen. Das Stadion, das Internat, die zukünftige Elite-Schule, alles dies sind schon gute Voraussetzungen, um erfolgreich zu arbeiten. Ich weiß ja auch, dass Hansa inzwischen sehr viele Jugend-Nationalspieler stellt, ob Felix Kroos oder Tommy Grupe – auch dies ist ja erfreulich. Hansa ist aus meiner Sicht gut aufgestellt.

Welche persönlichen Erfahrungen haben Sie mit Hansa gemacht?

Dr. Hans-Georg Moldenhauer: Ich habe damals mit Magdeburg in der Oberliga gespielt und die Begegnungen gegen Empor später Hansa waren immer heiße Kisten. 1959 habe ich schon gegen Hansa im Magdeburger Trikot um die Deutsche Jugendmeisterschaft gespielt. Ich kenne Spieler von der Olympiaauswahl wie Pankau, Heinsch und Kleiminger. Ich habe Hansa fast 50 Jahre intensiv verfolgt. Ich wünsche dem Verein für die neue Saison viel Glück und hoffe sehr, dass die Mannschaft den Wiederaufstieg schafft.

Sie weilten hier zur Fach-Tagung in Rostock. Ihr Eindruck?

Dr. Hans-Georg Moldenhauer: Gewalt und Rassismus sind kein Problem des Sports oder einer Region. Gewalt und Rassismus haben gesellschaftliche Ursachen und das in Nord und Süd, Ost und West. Ich finde es gut, dass auch dies hier klar zum Ausdruck kam.

 

 

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