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27.09.2007 08:12 Uhr

Nur der VfB ist noch ohne Auswärtspunkt

Verkehrte Welt beim VfB Stuttgart. Den Meistertitel 2007 holten die Fußballer vom rechten Neckarufer auch deshalb, weil sie gegenüber Mitkonkurrent FC Schalke 04 die bessere Auswärtsbilanz vorweisen konnten. Mehr als die Hälfte aller Gastspiele wurden gewonnen, mehr als neun Siege feierte kein anderer Bundesligist. Und das kam nicht von ungefähr: Bereits ein Jahr zuvor, in der Saison 2005/06, kassierten die Stuttgarter sogar erst am 21.Spieltag ihre erste Auswärtsniederlage!

 

Aktuell jedoch ist der VfB der einzige Erstligist, der noch keinen Auswärtspunkt mit nach Hause nehmen konnte. In Berlin (1:3), Karlsruhe (0:1) und Bremen (1:4) kassierte man ausnahmslos Niederlagen. Zu Hause dagegen ist der amtierende Deutsche Meister noch ungeschlagen, zehn Punkte aus vier Spielen sind in dieser Kategorie momentan sogar der Bestwert der Liga. Und so stehen die Stuttgarter als Neunter in der Mitte der Bundesligatabelle und damit natürlich auch noch besser da als der F.C. Hansa auf Rang 16.

 

Auch wenn man die Namen der beiden Kader vergleicht, kommt der VfB, in dessen Reihen Nationalspieler aus neun verschiedenen Ländern stehen, am kommenden Sonnabend natürlich als Favorit nach Rostock. Dass die Stuttgarter dennoch nicht wunschgemäß in die Saison gestartet sind, liegt sicherlich auch daran, dass ihr Meisterkader mehr als nur runderneuert wurde. Namhafte Spieler wie Streller (FC Basel), Tomasson (FC Villarreal), Lauth (Hannover 96), Bierofka (1860 München) und nicht zuletzt der langjährige Stammkeeper Hildebrand (FC Valencia) – um nur einige zu nennen – haben nach dem Titelgewinn den Verein verlassen.

Für das Tor wurde für stolze 2,3 Millionen Euro vom 1.FC Nürnberg Raphael Schäfer verpflichtet, zudem mit Bastürk (Hertha BSC) und dem langjährigen Dortmunder Ewerthon (ausgeliehen für 1,2 Millionen Euro von Real Saragossa) weitere Spieler mit großer Bundesliga-Erfahrung. Und zu dieser Kategorie gehört natürlich auch Silvio Meißner, der vom 1.FC Kaiserslautern zurückgeholt wurde. Doch der teuerste Neueinkauf des VfB war zuvor in Deutschland noch ein unbeschriebenes Blatt. Der inzwischen knapp 22jährige rumänische Nationalspieler Ciprian Marica, der die letzten dreieinhalb Jahre in der Ukraine für Schachtjor Donezk spielte, war den Schwaben immerhin eine Ablösesumme von 8 Millionen Euro wert.

 

Zu den Neuzugängen des Deutschen Meisters gehört bekanntlich auch ein gewisser Gledson, der sich zuvor beim F.C. Hansa einen Namen als Abwehrspieler gemacht hatte. Ob er am Wochenende allerdings an seine ehemalige Wirkungsstätte zurückkehrt, ist nicht sicher. Ohnehin nicht mit den besten Chancen auf einen Stammplatz an den Neckar gewechselt, durfte er immerhin in der ersten Pokalrunde auflaufen – und spielte sich dort mit einer Roten Karte nach Tätlichkeit gleich wieder aus der Mannschaft. Erste Wahl in der Innenverteidigung waren bei den Stuttgartern zuletzt die alteingesessenen Meira und Tasci – und auch Delpierre hat natürlich noch bessere Karten als Gledson.

 

Daran dürfte wohl auch die Tatsache nichts ändern, dass die Stuttgarter, wie oben erwähnt, auswärts noch nicht einen einzigen Zähler einfahren konnten, in diesen drei Bundesliga-Spielen acht Gegentore kassierten. In der Champions-League mussten sich sich in der vergangenen Woche bei den Glasgow Rangers ebenfalls mit 1:2 geschlagen geben. Bleibt nur zu hoffen, dass sie ihre Negativserie auf fremden Plätzen nicht ausgerechnet in Rostock beenden.

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