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04.02.2010 09:11 Uhr

Oberhausen mit Trainerwechsel vor Heimspiel gegen Hansa

Ein ordentlicher Saisonstart ist noch lange keine Garantie für eine sorgenfreie Saison. Diese Erfahrung macht aktuell die Mannschaft von Rot-Weiß Oberhausen, die in der Tabelle inzwischen bis auf den 15. Tabellenplatz zurückgefallen und damit in den Abstiegsstrudel geraten ist.

Danach hatte es im ersten Drittel der Saison überhaupt noch nicht ausgesehen. Zwar kassierte man am ersten Spieltag eine überraschende 0:3-Heimpleite gegen Aufsteiger 1.FC Union Berlin, doch negative Auswirkungen auf die weiteren Spiele hatte diese Niederlage zunächst nicht. Im Gegenteil: Eine Woche später verdarb Oberhausen dem FC Augsburg die Punktspiel-Premiere im neuen Stadion, holte beim Aufstiegsfavoriten ein beachtliches 2:2-Unentschieden und ließ anschließend sogar drei Siege in Serie, darunter den 2:0-Auswärtserfolg in Rostock, folgen. Plötzlich war Rot-Weiß Oberhausen mit 10 Punkten Tabellenvierter.

Als es Anfang Oktober in die zweiwöchige Punktspielpause ging, lag RWO mit nur einem Zähler Rückstand auf die Aufstiegsplätze noch sehr gut im Rennen, hatte bis zu diesem Zeitpunkt fünf von acht Spielen gewonnen und war dabei immer ohne Gegentor geblieben. Selbst nach dem 11. Spieltag, an dem die Oberhausener einen 1:2-Pausenrückstand gegen den SC Paderborn 07 noch in einen 3:2-Heimsieg umwandelten, fanden sich die Oberhausener weiterhin im oberen Tabellendrittel wieder.

Im November allerdings sollte dann die aktuell immer noch andauernde Negativserie beginnen, in der die RWO-Mannschaft nur einen Punkt aus neun aufeinander folgenden Zweitligaspielen holte. Hauptursache dafür war die plötzliche Angriffsflaute der Niederrhein-Elf, die nun schon mehr als elf Stunden ohne eigenen Torerfolg geblieben ist.

Den bisher letzten Treffer hatte Daniel Gordon am 21. November 2009 bei der 1:3-Heimniederlage gegen den FSV Frankfurt erzielt, danach gingen die Oberhausener siebenmal in Folge völlig leer aus. Kein Wunder also, dass sie inzwischen bis auf den viertletzten Tabellenplatz durchgereicht wurden.

Durch die 0:1-Niederlage am vergangenen Sonntag bei Schlusslicht Rot Weiss Ahlen schmolz dann auch der Vorsprung auf jene drei Mannschaften, die noch schlechter platziert sind als die Oberhausener, weiter zusammen. Nicht nur der direkte Kontrahent machte drei Punkte gut, auch FSV Frankfurt und TuS Koblenz konnten ihre Spiele gewinnen und den Rückstand auf Rot-Weiß Oberhausen auf fünf Punkte verkürzen.

Einen Tag später zog Jürgen Luginger die Konsequenzen aus der Negativserie und trat von seinem Amt als RWO-Chefcoach zurück. Daraufhin nahm der Verein wieder eine interne Umbesetzung vor und dirigierte den sportlichen Leiter Hans-Günter Bruns zurück auf die Trainerposition. Der ehemalige Gladbacher Bundesliga-Profi hatte die Mannschaft bereits von 2006 bis 2008 trainiert und war mit ihr zweimal in Folge aufgestiegen, bevor Bruns mit dem damaligen Sportdirektor Luginger die Posten tauschte.

Am Freitag um 18.00 Uhr erwartet die nun wieder von Hans-Günter Bruns trainierte Mannschaft den Tabellennachbarn F.C. Hansa Rostock, der nach dem Spielausfall gegen den 1.FC Union Berlin weiterhin nur zwei Punkte Vorsprung hat.

In dieser Partie können die Oberhausener auch wieder auf ihren Stammtorhüter Sören Pirson zurückgreifen, der seine Sperre nach der Roten Karte aus dem Spiel gegen den FC Augsburg abgesessen hat. Pausieren muss gegen den FCH wegen eines Muskelfaserrisses der dänische Stürmer Mike Tullberg.

Dafür haben die Oberhausener ihre Offensive zuletzt noch mit einem Neuzugang verstärkt. Der 27-jährige Esad Rasic, ein Bosnier mit schwedischen Pass, überzeugte im Trainingslager in der Türkei und wechselte von Olympiakos Nikosia an den Niederrhein.

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