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14.10.2016 10:00 Uhr

„Offenheit, Respekt und gegenseitige Wertschätzung“ - Gemeinsames Training von Inklusionsteam und U15

„Das machen wir wieder!“ – so lautete der allgemeine Kanon am Dienstagabend. Für das von Uwe Schröder und Eric Kerkow betreute  Inklusionsteam und die U15 um Coach Michael Borchert ging es zur gemeinsamen Einheit auf den Trainingsgsplatz der Profis an der Kopernikusstraße.

Wie sich das für eine gute Trainingseinheit gehört, geht es erst einmal zur Erwärmung. „Aber wie machen wir das?“ – lautete die Frage. 35 Fußballer aus zwei verschiedenen Teams - auf der einen Seite die pubertierenden, grundsätzlich eher wortkargen Jungs und auf der anderen die Kicker mit Handicap, denen das Hören, sich Konzentrieren oder schlichtweg Laufen teilweise sehr schwer fällt. Darüber hinaus kennt man sich, wenn überhaupt, nur vom unverbindlichen „Hallo“ irgendwo zwischen „Tür und Angel“. Das sollte sich jedoch ändern.

Was entsteht, wenn man zwei solche Teams zum gemeinsamen Training animieren möchte? Klar sind da Berührungsängste, der eine oder andere prüfende Blick und anfängliches Abtasten, aber am Ende ging es – natürlich – ums runde Leder.

Die „Teams 1 bis 5“ wurden durch klassisches Abzählen eingeteilt. Pro „Truppe“ drei Jungs der U15 und vier Kicker der Inklusionsmannschaft. Jedes Team sollte zwei Teamkapitäne stellen, die sich um das „Warm-up“ kümmern – 15 Minuten für alle bis zum Turnierstart. Wer übernimmt die Verantwortung? Wer geht aufeinander zu? Wie wird miteinander umgegangen? Für die Trainer war es unheimlich interessant zu sehen, wie sich die Gruppen vermischen und es langsam lauter wurde auf dem Platz.

Erstes Spiel - „Team 1 gegen Team 2, wir spielen Fußball, normale Regeln, wie immer!“ , so lautete die Ansage der Trainer. „Team 2“ gewinnt die Partie durch einen Doppelpack von Patrick – aus dem Inklusionsteam. Das Turnier läuft und für alle Teams, die nicht im Einsatz waren, ging es zum Stationstraining. Koordination, Dribblingformen in der Staffel und Mini-Spiele standen auf dem Programm.

Am Ende des Tages gewinnt „Team 4“ nach 9m-Schießen gegen „Team 5“ das Finale. Das Ergebnis war wichtig, aber schon irgendwie zweitrangig. Im Vordergrund stand der Spaß und das gegenseitige Kennenlernen. Die Jungs mit Handicap sehen, dass der „Übersteiger“ bei den Jungs  der U15 etwas flüssiger aussieht - ist irgendwie logisch. Andersherum sind die C-Junioren-Kicker erstaunt, mit welchem Herzblut und Ehrgeiz, die Jungs dabei sind, denen der Beinschuss nicht ganz so leicht fällt – ist irgendwie logisch. Es ist Fußball und es ist „Hansa“.

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