Offizielle Website des F.C. Hansa Rostock - Unsinkbar seit 1965

26.09.2007 14:55 Uhr

Oft gesiegt, wenn der F.C. Hansa nur Außenseiter war

Wenn der F.C. Hansa heute den amtierenden Deutschen Meister in der DKB-Arena empfängt, ist der VfB Stuttgart bereits zum 15.Mal in Rostock zu Gast – so oft wie noch kein anderes Team aus den alten Bundesländern! Der Grund: Die Schwaben gehörten nicht nur in den vergangenen elf erstklassigen Jahren des F.C. Hansa ebenfalls durchgängig der Eliteklasse an, sondern gastierten auch schon dreimal im Rahmen des DFB-Pokals im Ostseestadion. Und schieden immer aus!

 

Auch von den bisherigen elf Bundesligaspielen konnte der VfB nur zwei in Rostock gewinnen. Das ist die magerste Ausbeute aller Mannschaften, die zu Erstligazeiten regelmäßig beim F.C. Hansa spielten. Andererseits muss man den Stuttgartern bescheinigen, dass sie im Ostseestadion so oft unentschieden spielten wie kein anderer Bundesligist. Sechs Remis in elf Meisterschafts-Gastspielen – das schaffte, prozentual gesehen, auch kein Gegner aus der Ex-DDR.

 

Der F.C. Hansa gewann gerade dann oft gegen den VfB Stuttgart, wenn er krasser Außenseiter war. So auch bei der Premiere am 8. Februar 1992, als die Mannschaft von Christoph Daum auf dem Weg zur Deutschen Meisterschaft beim damaligen Tabellen-Fünfzehnten vorbei schaute. Nach 90 Minuten standen auf der neuen Anzeigetafel, die zu dieser Partie im Ostseestadion eingeweiht wurde, aber nur zwei Rostocker Torschützen: Schlotterbeck (27.) und Spies (49.).

Mit 2:0 gewann der FCH auch das zweite Heimspiel gegen den VfB am 12. September desselben Jahres. Mittlerweile selbst nur noch Zweitligist, hatten die Hanseaten den frischgebackenen Meister im DFB-Pokal zu Gast und schlugen die Daum-Elf diesmal in der Verlängerung. Timo Lange (103.) und Witold Kubala (107.) sorgten für die entscheidenden Treffer.

 

Zwei Siege in einem Kalenderjahr gelangen dem F.C. Hansa auch 1999. Den bislang höchsten Erfolg gab es am 7. Mai zu feiern, als die Mannschaft mitten im Abstiegskampf stand. Obwohl ein regulärer Treffer von Neuville nicht anerkannt wurde, sorgten Rehmer sowie zweimal Majak für einen 3:0 Erfolg über die Rangnick-Elf. Der schuf am viertletzten Spieltag die Grundlage für den Klassenerhalt, so dass es zum Jahresausklang am 22. Dezember zum bislang einzigen Erstliga-Duell mit den Stuttgartern im Pokalwettbewerb kam. Der 2:1 Sieg durch zwei Treffer von Magnus Arvidsson (16., 37.) bei einem Gegentor Dundees (18.) bedeutete die erste und bis heute weiterhin einzige Halbfinalqualifikation des F.C. Hansa im DFB-Pokal.

 

Auch in den bis dato letzten beiden Begegnungen mit dem VfB Stuttgart im Jahre 2005 konnten die Hanseaten überraschende Siege einfahren. Allbäck (39.) und Prica (74.) sorgten bei einem Gegentreffer Cacaus (46.) für einen 2:1 Erfolg über den von Matthias Sammer trainierten Tabellendritten, womit der Hansa-Rückstand zum rettenden Ufer am 29. Spieltag noch einmal auf vier Punkte verringert werden konnte. Am Saisonende stand dennoch der bittere Abstieg zu Buche und so war der F.C. Hansa wieder Zweitligist, als die Stuttgarter ein halbes Jahr später zum dritten Mal zu einem Pokalspiel in Rostock antreten mussten. Der VfB, der bis zu diesem 26. Oktober noch kein Bundesliga-Auswärtsspiel verloren hatte und auch bis zum Abschied von Trainer Trapattoni im Februar des folgenden Jahres auswärts ungeschlagen bleiben sollte, war als klarer Favorit zum Tabellen-Vierzehnten der 2.Bundesliga gereist. Und durch Hitzlsperger sogar schon in der 3. Spielminute in Führung gegangen. Doch Marcel Schied (14.), Rade Prica (28.) und Magnus Arvidsson (42.) drehten den Spieß um und sorgten für eine 3:1 Pausenführung! Der Stuttgarter Anschlusstreffer von Ljuboja (82.) kam zu spät, so dass der F.C. Hansa einen 3:2 Erfolg feiern konnte. Daran sollte sich die Mannschaft von Trainer Frank Pagelsdorf, der seinerzeit vier Akteure in die Startelf berufen hatte, die auch heute noch zum Bundesliga-Kader gehören, erinnern. Denn bekanntlich immer dann, wenn der F.C. Hansa gegen die Stuttgarter Außenseiter war ...

Zurück

  • sunmakersunmaker