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16.08.2006 09:33 Uhr

„Pagel“ und „Paule“: Macht’s noch einmal!

Es ist wieder so weit: Nach der großen WM-Euphorie in ganz Deutschland rollt endlich auch wieder im Ostseestadion der Ball. Und eine stattliche Kulisse von rund 20.000 Fans beim Derby gegen Erzgebirge Aue dürfte beim Heimauftakt unseres F.C. Hansa auch in Rostock für eine tolle Stimmung sorgen.

Zumal unsere Mannschaft mit dem fast schon obligatorischen Unentschieden beim SC Freiburg – dem sechsten in Folge im Breisgau – gut aus den Startlöchern gekommen ist. Immerhin ist der letztjährige Vierte Freiburg einer von mehr als einem halben Dutzend Klubs, der sich Hoffnungen auf den Aufstieg in die Bundesliga macht.

Dazu gehört natürlich auch unser F.C. Hansa – zumal jetzt das Erfolgsduo von 1995 wieder vereint ist. Beim zweiten Bundesliga-Aufstieg hieß der Trainer vor 11 Jahren Frank Pagelsdorf, und seit Saisonbeginn ist auch „Pagels“ damaliger Regisseur wieder an Bord der Hanse-Kogge: Stefan „Paule“ Beinlich, der nach Stationen bei Bayer Leverkusen, Hertha BSC Berlin und zuletzt beim Hamburger SV an die Stätte seines großen Durchbruchs zurückgekehrt ist.

„Paule hat den großen Ehrgeiz, noch mal aufzusteigen. Mit seiner internationalen Erfahrung und seiner Qualität passt er wie die Faust aufs Auge in diese Mannschaft“, sagt Frank Pagelsdorf, der den 34 Jahre alten fünfmaligen Nationalspieler gleich zum Kapitän machte. Beinlich soll die vielen jungen Spieler führen. „Er ist jederzeit in der Lage, den Anderen Tipps zu geben. Aber ich will nicht alles auf Stefan abladen, die anderen Spieler müssen auch mitlaufen“, meint der Hansa-Coach.

Insgesamt sieht Pagelsdorf sein Team aber gut aufgestellt. „Wir sind in einer wesentlich besseren Ausgangsposition als im vorigen Jahr. Da hatten wir während der Saison einen großen Umbruch, der ist jetzt abgeschlossen. Es war ein großer Schnitt, aber jetzt sind wir in einer Position, dass die Mannschaft zusammenwachsen kann“, sagt Pagelsdorf, der nach der großen personellen Fluktuation der vorigen Spielzeit jetzt neben Beinlich nur fünf weitere neue Spieler nach Rostock holte.

Dabei war die Verpflichtung von Christian Rahn eigentlich gar nicht vorgesehen. Der 27 Jahre alte Linksfuß, der wie Beinlich fünfmal für Deutschland gespielt hat, hielt sich nach Ende seines Vertrages mit Bundesliga-Absteiger 1. FC Köln eigentlich in Rostock nur fit. Doch nach der Verletzung von Michael Hartmann griff der F.C. Hansa dann noch zu und gab Rahn einen Zweijahresvertrag.

Erfahrung aus der Bundesliga bringt auch Mittelfeldspieler Maik Wagefeld mit, der im Oberhaus schon für den 1. FC Nürnberg spielte. In der Rückrunde hatte der 25-Jährige wieder bei seinem alten Verein Dynamo Dresden gespielt, bevor er nach dem Abstieg von Dynamo nach Rostock wechselte. Gemeinsam mit Wagefeld kam auch Dexter Langen (25) aus Dresden zum F.C. Hansa und schaffte als rechter Verteidiger gleich den Sprung in die Stammformation. Noch in der Warteschleife sind zu Saisonbeginn dagegen noch die beiden neuen Torhüter Jörg Hahnel (24), der vom heutigen Gegner Aue kam, und Patric Klandt (22) vom Regionalligisten SV Wehen, sowie Stürmer Sebastian Hähnge (28), der von Carl Zeiss Jena an die Ostsee wechselte. Beim 0:0 in Freiburg kamen sie noch nicht zum Einsatz.

Dort überzeugte der F.C. Hansa vor allem durch seinen kämpferischen Einsatz, zumal unsere Mannschaft nach einer umstrittenen Gelb-Roten Karte für Kai Bülow (58.) – der hatte die erste Gelbe Karte nur „aus Versehen“ anstelle des eigentlichen „Sünders“ Enrico Kern erhalten – mehr als eine halbe Stunde lang in Unterzahl den einen Punkt verteidigen musste. „Im Team war einer für den anderen da“, lobte Pagelsdorf nach der Partie. „Wir haben alles in die Waagschale geworfen und bis zum Schluss gekämpft. Darauf sollten wir aufbauen können“, meinte auch Beinlich: „Fußballerisch müssen wir aber noch zulegen.“ Am besten schon gegen Aue ...

 

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