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31.03.2006 10:57 Uhr

Pagelsdorf droht Konsequenzen an

1:4 verloren die Fußballer des Zweitligisten FC Hansa am Mittwoch bei Eintracht Braunschweig – mit diesem bösen Erwachen rechnete niemand. An der vierten Auswärtsniederlage in Folge verärgerte die Fans vor allem die Art und Weise ihres Zustandekommens. Cheftrainer Frank Pagelsdorf stand der NNN Rede und Antwort.

Herr Pagelsdorf, der 2:0-Sieg gegen Karlsruhe basierte auf einer guten Defensivarbeit. In Braunschweig war sie teilweise grottenschlecht…

Es ist ohne Frage so, dass die Mannschaft vor allem bei den ersten beiden Gegentoren defensiv unheimlich fahrlässig agierte. Man kann nicht sagen, dass dieses Fehlverhalten über die gesamten 90 Minuten zu verzeichnen gewesen ist. Es trat speziell in diesen beiden Vor-Tor-Szenen auf. Der weitere Treffer ergab sich aus einem Freistoß und der andere war ja der von Mathias (Keeper Mathias Schober – d. Red.). Insofern basiert meine Enttäuschung auf den Situationen vor den ersten beiden Gegentreffern. Die Spieler gingen hier zu leichtfertig zur Sache, sahen die Gefahr nicht und reagierten dementsprechend falsch. Es fehlte die Kompaktheit und das Schaffen von Überzahlverhältnissen.


Diese Patzer warfen Hansa aussichtslos zurück…

Es mag komisch klingen, aber ich sprach ja unmittelbar nach dem Abpfiff von einem kuriosen Spiel und meinte damit, dass wir nach dem 0:2 und sogar in der zweiten Halbzeit noch genug Möglichkeiten besaßen, um die Partie zu drehen.


Dennoch bleibt unter dem Strich ein 1:4. Können Sie das Unverständnis der Fans über die Leistung der Hansa-Truppe und deren Frage, warum das passiert, nachvollziehen?

Sicher muss man sich diese Frage stellen. Wenn man betrachtet, in welcher Ausgangslage wir vor dieser Partie in Braunschweig waren, dann darf so etwas nicht passieren. Ich denke, dass Blauäugigkeit die Ursache war.


Sehen Sie sich jetzt veranlasst, besondere Zeichen zu setzen?

Dieses Spiel in Braunschweig wird sicherlich personelle Konsequenzen haben.


Planen Sie Einzelgespräche?

Wir werden generell zu reden haben. Aber, wie auch immer, das muss ich nicht in der Öffentlichkeit ankündigen.


Nach der Partie kamen zirka 50 Fans zum Mannschaftsbus. Sie sprachen mit einigen. Spürten Sie dort Sorge oder mehr Wut?

Es gab eine große Enttäuschung. Ich muss ganz klar sagen, dass es sensationell war, wie unsere Anhänger die Mannschaft unterstützten. Hut ab vor diesen Fans. Ich hoffe, die bleiben uns weiter so treu.

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