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23.08.2005 08:51 Uhr

Pagelsdorf: „Ich schaue nur nach vorn“

Acht Jahre und drei Monate nach seinem Abschied aus Rostock sitzt Frank Pagelsdorf am Freitag Abend erstmals wieder im Ostseestadion auf der Hansa-Bank. Der 47jährige Fußball-Lehrer will am Saisonziel, dem Wiederaufstieg in die Bundesliga, festhalten.
Herr Pagelsdorf, keine 24 Stunden nachdem sich der F.C. Hansa von Jörg Berger getrennt hatte, standen Sie als Nachfolger fest. Sie mussten also nicht lange überlegen?
Nein, in diesem Fall brauchte ich keine Bedenkzeit. Ich kenne den Verein und seine Strukturen ja noch sehr gut, habe mit Manfred Wimmer und Herbert Maronn schon damals zusammengearbeitet. Hinzu kommt, dass der F.C. Hansa immer noch eine Herzensangelegenheit für mich ist.
Sie hatten den F.C. Hansa also nie ganz zu den Akten gelegt?
Überhaupt nicht. Mit einem Auge habe ich auch weiterhin die Entwicklung in Rostock verfolgt.
Wie beurteilen Sie die sportliche Talfahrt der Mannschaft im vergangenen Jahr?
Dazu möchte ich mich eigentlich nicht mehr äußern. Meine Aufgabe besteht jetzt darin, nach vorne zu schauen und die Mannschaft wieder in die Erfolgsspur zurückzuführen.
Wie soll das gelingen?
Ich habe einen Stufenplan über mehrere Etappen im Kopf. Zunächst müssen wir erst einmal die Abstiegsplätze verlassen und den Anschluss an das Mittelfeld herstellen. Erst wenn das gelungen ist, werden wir auch wieder über die Rückkehr in die Bundesliga reden.
Hat die Mannschaft das nötige Potential dafür?
Ich denke schon. Die Mischung zwischen erfahrenen Spielern und jungen hungrigen Talenten stimmt. Einige Spieler kannte ich ja bereits, mit Mathias Schober und Ronald Maul habe ich früher beim HSV zusammengearbeitet, auch Amir Shapourzadeh kenne ich aus Hamburg und Marcel Schied natürlich aus Osnabrück. Und über die letzten Neuzugänge konnte ich ja sogar noch selbst entscheiden.
Werden Sie viele Sachen verändern?
Auf Grund der aktuellen Situation muss ich auf größere Experimente natürlich verzichten und auf Stabilität setzen. Ich habe bereits mit Jörg Berger telefoniert, um mich über die aktuelle Mannschaft zu informieren und werde mich bei Bedarf weiterhin mit ihm austauschen. Dabei kommt mir auch zu Gute, dass wir beide uns privat ganz gut kennen.
Wird künftig brasilianisch gespielt?
Ich hoffe, künftig wird erfolgreich gespielt. Dazu soll natürlich auch Gledson beitragen. Er ist ein sehr kopfball- und zweikampfstarker Innenverteidiger, der auch eine solide Schnelligkeit hat. Ich bin überzeugt davon, dass er uns weiterhilft. In Villingen hat er bereits gute Ansätze gezeigt.
Welche Erkenntnisse haben Sie sonst noch aus dem Pokalspiel gewonnen?
Entscheidend war natürlich, dass wir die nächste Runde erreicht haben. Positiv war zudem, dass die Mannschaft in der Verlängerung noch in der Lage war, zuzulegen. Sie hat unter Beweis gestellt, dass sie konditionell sehr wohl fit ist. Auch mit der neu formierten Innenverteidigung war ich zufrieden, denn aus dem Spiel heraus haben wir kaum Torchancen zugelassen.
Zum ersten Punktspiel unter Ihrer Regie ist Eintracht Braunschweig zu Gast. Was erwartet den F.C. Hansa?
Das wird natürlich keine einfache Aufgabe. Ich habe die Mannschaft am Montag beim Pokalspiel gegen Borussia Dortmund beobachtet. Doch wir werden natürlich alles daran setzen, dass die drei Punkte diesmal im Ostseestadion bleiben.

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