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12.08.2010 14:11 Uhr

Peter Vollmann: „Wir müssen 110 Prozent geben

Wenn der F.C. Hansa am Sonnabend ab 15.30 Uhr den Bundesligisten TSG 1899 Hoffenheim zu Gast hat, ist dieses Pokalspiel für Trainer Peter Vollmann ein Spiel wie jedes andere. Und auch wieder nicht: „Grundsätzlich macht es für mich keinen Unterschied, ob wir hier gegen Hoffenheim oder eine andere Mannschaft spielen“, stellt der Hansa-Coach klar, schränkt dann allerdings doch ein wenig ein: „Die Voraussetzungen, unter denen wir in das Spiel gehen, sind natürlich etwas anders zu bewerten. Das betrifft sowohl die taktische, wie auch die personelle Aufstellung.“

Auch wenn Peter Vollmann seine Mannschaft nicht chancenlos sieht, betrachtet er sie gegen den zwei Spielklassen höher angesiedelten Kontrahenten nur als Außenseiter: „Natürlich können auch wir Fußball spielen und trauen uns eine Überraschung zu. Allerdings wird das kein Spiel auf Augenhöhe, denn technisch sind wir den Hoffenheimern unterlegen. Jeder Spieler muss schon sein letztes Hemd geben, mit 110 Prozent in die Partie gehen. Dabei dürfen wir natürlich nicht mit offenem Visier spielen, sondern müssen versuchen, eine Auffanggesellschaft zu bilden und auf Möglichkeiten zu lauern, in die sich bietenden Räume zu stoßen.“

Dass TSG-Trainer Ralf Rangnick die Rostocker beim Punktspiel in Stuttgart persönlich beobachtet hat, macht deutlich, dass die Hoffenheimer nicht überheblich an die bevorstehende Aufgabe herangehen werden. Dass er dabei allerdings wichtige Erkenntnisse gewinnen konnte, glaubt Peter Vollmann nicht: „Dort haben wir ja fast die ganze Zeit nur mit zehn Leuten gespielt. Und diesmal sind wir schließlich wieder zu elft.“ Die Tatsache, dass sich die Hanseaten bereits im Punktspielbetrieb befinden, der Bundesligist dagegen noch nicht, weiß der Hansa-Trainer zu differenzieren: „Für uns ist das sicherlich ein Vorteil, denn dadurch sind wir schon besser eingespielt. Andererseits glaube ich nicht, dass es für Hoffenheim ein Nachteil ist, denn die TSG hat ja nur ein, zwei Neuzugänge im Kader und kommt mit ihrer eingespielten Mannschaft aus der Vorsaison nach Rostock.“

In der DKB-Arena werden voraussichtlich wieder knapp 15.000 Zuschauer erwartet und hoffen, dass der F.C. Hansa seinen guten Saisonstart bestätigen kann. Das sieht Tobias Jänicke, dem zuletzt beim 2:0 Heimsieg über TuS Koblenz beide Tore gelungen waren, ähnlich: „So ein Pokalspiel ist natürlich eine ganz andere Bühne für uns. Das hat man nicht alle Tage und da wollen wir uns so gut wie möglich verkaufen.“ Für den Rostocker Mittelfeldspieler ist es das erste Pflichtspiel seiner Karriere gegen einen Erstligisten, wobei er durchaus die ungeschriebenen Pokal-Gesetze kennt: „Ich freue mich riesig auf eine Mannschaft solchen Kalibers. Und ich weiß, dass es im DFB-Pokal jedes Jahr auch Überraschungen gibt.“ Dabei scheint er auch schon das richtige Rezept zu kennen: „Am besten zu Null spielen!“
Wer sich kurzfristig zum Besuch des Pokalspiels gegen die TSG 1899 Hoffenheim entschließen sollte, kann Eintrittskarten für diese Partie am Sonnabend ab 10 Uhr an den Stadionkassen in der Kopernikusstraße erwerben. Es gelten die gleichen Eintrittspreise wie zu den Drittliga-Heimspielen in der DKB-Arena. Vor der Partie wird es für den in dieser Woche verstorbenen Rostocker Ex-Kapitän, Hansa-Ehrenmitglied Kurt Zapf, eine Gedenkminute geben. Aus diesem Anlass bestreitet die Mannschaft das Pokalspiel auch mit einem Trauerflor.

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