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19.02.2008 14:20 Uhr

Pflichtspiel-Debüt für Ken gegen Spandau

Kenneth Kronholm (22). Er kam im Januar 2008 im Tausch für Patric Klandt vom Regionalligisten FSV Frankfurt. Er ist in Amerika geboren, lebte dort aber nicht einmal einen Monat. Die sportliche Vita ist jung und vielseitig: Der Fußballprofi spielte schon für SG Oggersheim, SV Waldhof Mannheim, VfL Wolfsburg, FC Carl Zeiss Jena, Wormatia Worms sowie Fortuna Düsseldorf.

 

Beim Bundesligisten VfL Wolfsburg spielte er für die 2. Mannschaft und trug dort die Rückennummer 49 bei den Profis. In Düsseldorf machte ihn Trainer Uwe Weidemann zur Nummer 1, dort bestritt er auch 13 seiner 19 Regionalliga-Spiele. Auf sechs Einsätze kam er in dieser Saison beim Regionalligisten FSV Frankfurt. Sein schönstes sportliches Erlebnis war sein 1. Regionalligaspiel für Fortuna Düsseldorf gegen Osnabrück. Sein bestes Spiel machte er nach eigenen Aussagen mit Fortuna Düsseldorf gegen 1. FC Magdeburg in der 3. Liga. Als bislang größte Erfolge bezeichnet Kenneth Meisterschafts-Erfolge in der  Oberliga Nord´04 und Nordost Süd´05.

Beim F.C. Hansa Rostock ist er bei der DFL als dritter Keeper des Vereins mit der Rückennummer 35 eingetragen. Wir sprachen vor Kens erstem Pflichtspiel gegen den Spandauer SV am Sonntag um 14 Uhr mit dem neuen Keeper.

 

Ken, kennen Sie den Spandauer SV?
Kenneth Kronholm: Nein, aber das ist auch nicht so wichtig. Wichtig ist, dass wir gewinnen. Unser Ziel ist ja klar, wir wollen im nächsten Jahr mit der Mannschaft in der vierthöchsten Spielklasse dabei sein, dafür müssen wir unter die ersten drei Teams kommen.

Wen kennen Sie aus der Liga?
Kenneth Kronholm: Gegen Hertha habe ich schon mal in der Regionalliga gespielt.

Sie haben schon in Wolfsburg mal mit den Bundesliga-Profis trainiert?
Kenneth Kronholm: Stimmt, als Junior bei Jürgen Röber. Als ich dann Profi war, musste ich unter Eric Gerets zurück zu den Amateuren. War schon verrückt.

Sie haben zuletzt in der Regionalliga für Frankfurt gespielt, warum der Rückschritt in die 4. Liga?
Kenneth Kronholm: Ich kann hier bei den Profis trainieren, mich entwickeln. Und vor allem jede Woche in der 4. Liga spielen. In Frankfurt hatte ich unter Trainer Oral nur die ersten sechs Spiele gemacht, war dann raus, warum weiß ich nicht. Aber es war so. Angeblich habe ich kein Glück bei unhaltbaren Bällen gehabt…

Wie kamen Sie nach Rostock?
Kenneth Kronholm: FSV-Trainer Oral hat mich gefragt, ob ich mir so einen Wechsel vorstellen konnte. Das konnte ich. So bin ich dann gleich zum Probetraining und freue mich, dass alles so geklappt hat.

Wo wohnen Sie jetzt?
Kenneth Kronholm: Im Hansa-Viertel.

Ihr Ziel?
Kenneth Kronholm: Ganz klar, ich will mich verbessern, jeder will sich doch verbessern. Ich will in die Bundesliga.

Ihr Urteil über Ihre neue Mannschaft?
Kenneth Kronholm: In der Vorbereitung habe ich bei den Amateuren nur dreimal gespielt, die Eindrücke sind noch nicht sehr tief. Wir haben immer hoch gewonnen und ich wurde wenig geprüft. Aber ich bin optimistisch, dass wir eine gute Truppe für unsere Ziele haben.

Sie haben als Handballer angefangen?
Kenneth Kronholm: Richtig. Mein Opa war ja deutscher Feldhandball-Nationalspieler. Meine Tante Elfriede hat mich als Bambini als vierjähriger Bub beim Handball angemeldet. Als 14jähriger ging ich dann zum Fußball, erst als Feldspieler, dann ab der B-Jugend als Torwart.

Sie sind in Amerika geboren, fühlen Sie sich als Amerikaner oder Deutscher?
Kenneth Kronholm: Mein Vater Eric ist Amerikaner, meine Mutter Miriam ist Deutsche. Ich wurde zwar in Amerika geboren. Aber nach 14 Tagen zogen wir nach Deutschland. Ich habe nur einen deutschen Pass und denke deutsch, ich bin nur Deutscher. Witzig unterdessen: Mein Bruder Dominik ist in Deutschland geboren, lebt aber mit meinen Eltern in Florida. Meine Schwester Julia ist in Amerika geboren und lebt wie meine gesamte Familie jetzt auch dort.

Na dann viel Glück für das erste Pflichtspiel bei Hansa.

 


 

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