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26.04.2011 15:37 Uhr

Pokal-Halbfinale steigt am Mittwoch bei der TSG Neustrelitz

Kaum ist der Aufstiegsjubel der Hanseaten verklungen, steht schon wieder das nächste Pflichtspiel auf dem Programm. Im Halbfinale des Krombacher-Landespokals muss der frischgebackene Zweitliga-Rückkehrer am Mittwoch dieser Woche um 18 Uhr bei der TSG Neustrelitz antreten. Der Sieger der Begegnung erreicht das Pokalendspiel und trifft dort auf den FC Anker Wismar, dem im anderen Halbfinale ein 2:0 Auswärtssieg beim Greifswalder SV gelungen ist.

Die TSG Neustrelitz gehört seit 2002 ununterbrochen der NOFV-Oberliga Nord an und beendete die vergangenen beiden Spielzeiten auf den Rängen 4 bzw. 6. Auch aktuell sind die Südmecklenburger Tabellenvierter und haben in ihren zwölf Heimspielen erst sechs Gegentore kassiert. Die einzige Heimniederlage der laufenden Saison gab es am 12. September 2010 – ausgerechnet gegen die zweite Mannschaft des F.C. Hansa wurde im heimischen Parkstadion unglücklich mit 0:1 verloren. Den Treffer erzielte der eingewechselte Patrick Kühn kurz vor dem Abpfiff.

Die erste Rostocker Mannschaft hat in der fast 57jährigen Vereinsgeschichte noch nie ein Pflichtspiel gegen die TSG bestritten. Zwar fand vor knapp 50 Jahren – genau am 18. Mai 1961 – sogar ein Oberliga-Punktspiel in Neustrelitz statt, doch seinerzeit handelte es sich um eine Begegnung auf neutralen Platz gegen den SC Chemie Halle, die der damalige SC Empor Rostock mit 2:0 gewann. Zudem fand diese Partie seinerzeit im Rudolf Harbig Stadion statt, denn das Parkstadion wurde erst zu einem späteren Zeitpunkt errichtet. Das bevorstehende Pokalspiel ist – abgesehen von den Gastspielen der Hansa-Reserve – somit auch das erste Pflichtspiel des Rostocker Traditionsvereins im Neustreliter Parkstadion.

Den Landespokal konnten die Neustrelitzer im Jahre 2007 erstmals gewinnen und 2008 auch verteidigen. In der ersten Runde des DFB-Pokals schied die TSG aber jeweils kanpp aus. Gegen den Karlsruher SC wurde erst in der Verlängerung mit 0:2 verloren, bevor man sich ein Jahr später dem TSV 1860 München mit 0:2 nach regulärer Spielzeit geschlagen geben musste. Im Jahre 2009 verpassten die Neustrelitzer den Hattrick nur denkbar knapp, denn das Landespokal-Finale gegen den Torgelower SV Greif wurde erst im Elfmeterschießen verloren. In der vergangenen Saison schließlich schied die TSG dann im Halbfinale mit 1:2 beim Verbandsligisten Rostocker FC 95 aus.

Aktuell stehen die Neustrelitzer nun wieder im Halbfinale und treffen erneut auf eine Rostocker Mannschaft. Für die Vorschlussrunde qualifizierte sich die TSG relativ souverän, denn in Strasburg (3:0), in Neukloster (2:0) und zuhause gegen den Malchower SV (3:0) blieb sie jeweils ohne Gegentreffer. Lediglich beim SV Pastow verspielte man in den Schlussminuten noch leichtfertig eine 3:1 Führung und musste in die Verlängerung gehen, in der dann ein 6:3 Auswärtssieg erzielt werden konnte.

Der F.C. Hansa geht trotz der Heimstärke der Neustrelitzer als leichter Favorit in das aktuelle Pokal-Halbfinale und will sich mit einem Sieg die Chance erhalten, die aktuelle Aufstiegssaison auch noch mit einem Titel zt beenden. Und mit Timo Lange dürfte auch ein Ex-Hanseat die Daumen ganz besonders für den F.C. Hansa drücken. Der Bundesliga-Rekordspieler, der von 1992 bis 2003 insgesamt 165 Erst- und 110 Zweitliga-Punktspiele im Trikot mit der Kogge bestritt, arbeitet heute als Trainer des Oberligisten FC Anker Wismar. Und sollte seine Mannschaft im Pokalfinale auf den künftigen Zweitligisten F.C. Hansa treffen, wäre sie auch bei einer eventuellen Niederlage für den DFB-Pokal qualifiziert.

 

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