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06.09.2006 08:09 Uhr

Pokalgegner Hansa II: FC Schalke 04

Die Bescheidenheit auf Schalke gehört spätestens nach dem geglückten Start in die neue Bundesliga-Saison der Vergangenheit an. „Wir wollen in den Kampf um die Meisterschaft eingreifen“, sagt Trainer Mirko Slomka und setzt damit auf ein bewährtes Klinsmann-Motto: Der Erfolg kommt automatisch, wenn nur genügend Selbstvertrauen, Zusammenhalt und Optimismus vorhanden sind.

„Manchen mag es genügen, zu sagen, wir spielen um die Plätze eins bis drei mit. Wir aber setzen uns bewusst hohe Ziele. Mein Endziel ist es, die Schale in der Hand zu halten, und das nicht erst in 15 Jahren“, meint auch Manager Andreas Müller. Dazu wollen die Schalker auch im DFB-Pokal an die erfolgreichen Jahre anknüpfen. Zuletzt gewannen die „Blauen“ den Pott zweimal in Folge 2001 und 2002, insgesamt bereits schon viermal.

Die beiden jungen Schalker Macher stehen vor einer gewaltigen Herausforderung. Slomka geht als Chefcoach in seine erste Bundesliga-Spielzeit von Beginn an, nachdem er am 4. Januar 2006 Ralf Rangnick auf diesem Posten abgelöst hatte. Am Ende erreichte auch der 38 Jahre alte Fußball-Lehrer mit der als kompliziert geltenden Schalker Mannschaft nicht mehr als Platz vier.

Für den ambitionierten Revier-Klub ist das zu wenig, statt in der Champions League kicken die Knappen wieder im UEFA-Cup. Der beschert ihnen allerdings weder Duelle mit den besten Vereinsteams der Welt noch die dringend benötigten garantierten Millioneneinnahmen.

Müller ist nach dem Rücktritt der Galionsfigur Rudi Assauer darum bemüht, sich aus dem Schatten von „Mister Schalke“ zu lösen und ein eigenes Profil zu entwickeln. Das tut der Schwabe mit Konsequenz und teils ungewöhnlichen Mitteln. So zählt zum Stab des Vereins Peter Boltersdorf, ein Motivationstrainer, der die Spieler mit einem Persönlichkeitstest konfrontierte. Der Diplomsportlehrer berät die Gelsenkirchener bereits seit Februar 2005 in Fragen der Teamentwicklung. Im Sommer-Trainingslager im österreichischen Bad Radkersburg war er erstmals über einen längeren Zeitraum mit den Schalker Spielern und Verantwortlichen zusammmen.

Erstes sichtbares Signal seiner Tätigkeit ist der Spruch, den die Spieler auf ihren Trainings-Shirts tragen. „Totale Dominanz“ - das neue Leitmotiv der Schalker. „Wir wollen auf dem Platz dominieren. Daher trifft es unser Vorhaben ganz genau. Es ist kraftvoll, denn die Spieler sollen genau so angriffslustig sein wie wir“, sagt Slomka, und Müller bestätigt: „Wir wollen zeigen, wir sind wer.“

Was den Schalkern in der noch jungen Bundesliga-Spielzeit geglückt ist. Mit sieben Punkten aus drei Spielen stehen die Westfalen auf Platz zwei, punktgleich mit Überraschungs-Tabellenführer 1. FC Nürnberg. Vor allem beim 2:0-Heimsieg gegen Meisterschaftskandidat Werder Bremen boten die Schalker eine tolle Leistung.

Dabei überzeugte die Mannschaft um die beiden prominentesten Zugänge, Peter Lövenkrands von den Glasgow Rangers und Halil Altintop vom 1. FC Kaiserslautern, besonders spielerisch. Und für Stürmer Kevin Kuranyi war die Partie eine Erlösung. Er beendete mit seinem Treffer zur 1:0-Führung seine Torflaute von 677 Minuten.

„Das Tor hat mich sehr erleichtert“, gab der vor der WM ausgebootete Nationalspieler zu. Jetzt hofft er, dass er an seine Leistung aus dem Bremen-Spiel anknüpfen kann, Schalke in der Meisterschaft, im UEFA-Cup- und DFB-Pokal zu Erfolgen schießt und letztlich in die Nationalelf zurückkehrt.


 

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