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10.10.2012 10:33 Uhr

Pokalgegner Torgelower SV punktete zuletzt dreimal im heimischen Stadion

Während der aktuellen Punktspielpause der 3. Liga steht am kommenden Wochenende das Achtelfinale im Krombacher-Landespokal auf dem Programm. Dabei wartet auf die Hanseaten eine schwierige Aufgabe, denn sie müssen beim Regionalligisten Torgelower SV Greif antreten.

Die Begegnung mit den Vorpommern wird am Sonnabend um 14 Uhr in der Torgelower Gießerei-Arena, dem früheren Spartakusstadion, angepfiffen. Es handelt sich um das erste Pokalspiel sowie das insgesamt fünfte Pflichtspiel zwischen beiden Vertretungen. Viermal standen sich die BSG Nord Torgelow und der F.C. Hansa zwischen 1975 und 1980 in der DDR-Liga gegenüber, wo die Rostocker alle Begegnungen klar für sich entscheiden konnten. Im heimischen Ostseestadion gewannen die Hanseaten sogar 8:0 beziehungsweise 7:0, während sie sich im Spartakusstadion jeweils mit vier Treffern begnügten. Die beiden einzigen Tore ihrer Mannschaft erzielten die Torgelower Buse (zum 1:3) und Wegner (zum 2:4 Endstand) am 28. März 1976. Das bislang letzte Duell zwischen Torgelow und dem F.C. Hansa endete am 8. März 1980 mit einer 0:4-Niederlage aus Sicht der gastgebenden Vorpommern.

Die Eisengießerei Nord, die einst dem Verein und heute dem Stadion den Namen gibt, gehört unverändert zum Sponsorenpool des Torgelower SV, durch den der 1919 gegründete Verein zuletzt wieder in höhere Regionen vorstoßen konnte. Nach der Fußball-Wende spielte man zunächst drei Jahre in der Bezirksliga Ost (bis 1994) und danach elf Jahre in der Verbandsliga MV, bevor im Sommer 2005 der Aufstieg in die NOFV-Oberliga Nord gelang. Auch einige ehemalige Hanseaten gehörten in den vergangenen Jahren zum Kader des TSV Greif - nicht zuletzt Clemens Lange, der in den beiden zurückliegenden Spielzeiten mit 21 bzw. 22 Treffern jeweils Torschützenkönig der Oberliga wurde.

Den Aufstieg in die Regionalliga machte der Stürmer allerdings nicht mit, sondern wechselte zum FC Anker Wismar. Dafür verpflichteten die Torgelower mit dem Franzosen Malick Bolivard einen anderen ehemaligen Hanseaten, der zuletzt beim Schweizer Drittligisten FC Kirchberg gespielt hatte. Bester Torschütze ist aktuell aber dessen Landsmann Djubril N'Diaye, der im Sommer von Lok Leipzig kam und drei der insgesamt fünf Torgelower Saisontore erzielte. Während der TSV Greif auswärts noch ohne Punktgewinn ist, blieb er in den vergangenen drei Heimspielen gegen Optik Rathenow (1:1), VfB Auerbach (2:1) und VFC Plauen (1:1) ungeschlagen. Doch die großen Namen - die drei ehemaligen Europapokalfinalisten 1.FC Magdeburg, Carl Zeiss Jena und Lok Leipzig gastieren erst in der Rückrunde in Torgelow - kommen noch in die Gießerei-Arena.

Erster Saisonhöhepunkt im eigenen Stadion ist also nun erst einmal das Hansa-Gastspiel im Landespokal. Das Achtelfinale erreichte die Mannschaft, die von Ex-Hanseat Jürgen Decker trainiert wird, durch zwei Auswärtssiege über Einheit Ueckermünde (2:1) und PSV Wismar (6:0). Nun empfängt man am Sonnabend den F.C. Hansa und rechnet sich durchaus Außenseiterchancen aus. Dabei erinnern sich die Torgelower sicherlich auch an ein anderes Pokalspiel, in dem sie positiv auf sich aufmerksam machen konnten. In der ersten Runde des DFB-Pokals traf man am 15. August 2010 auf den Hamburger SV und hielt die Partie (Pausenstand 1:1) bis weit in die zweite Halbzeit offen. Am Ende bedeuteten nicht zuletzt die drei Treffer von Nistelrooys zwar noch eine 1:5 Niederlage, doch der F.C. Hansa sollte gewarnt sein.

Karten für die Partie können  momentan bei folgenden Vorkaufsstellen erworben werden: Geschäftsstelle Torgelower SV Greif, Stadt Torgelow, Viktoria Apotheke Jens Bretzmann.

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