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15.03.2010 18:16 Uhr

Polizei entscheidet: Hansa bekommt 500 Karten für St.-Pauli-Spiel

Nach einem Gespräch zwischen der Hamburger Polizei und dem FC St. Pauli ist die Entscheidung über das Kartenkontingent für das Auswärtsspiel des F.C. Hansa Rostock am 28. März gefallen.

Hier die Pressemitteilung der Hamburger Polizei:

In der Vergangenheit war es im Zusammenhang mit  der Zweitliga-Paarung FC St. Pauli und Hansa Rostock seitens der Fußballanhänger beider Vereine immer wieder zu Gewalttätigkeiten  gekommen, die nicht nur massive Polizeipräsenz erforderlich machten, sondern auch Gefahren für Leib und Leben sowie von Sachwerten darstellten. Anhänger des FC Hansa Rostock fallen bis in die jüngste
Zeit bei Heim- und Auswärtsspielen durch besonders ausgeprägte Gewaltbereitschaft auf. Dabei sind Angriffe auf "gegnerische" Fans  und auch zunehmend auf Polizeibeamte die Regel.

In Vorbereitung auf das Zweitligaspiel FC St. Pauli / Hansa Rostock am 28.03.2010 in Hamburg fand heute im Polizeipräsidium ein  einvernehmliches Gespräch zwischen Vertretern der Hamburger Polizei
und dem Präsidium des FC St. Pauli statt.

Der Leiter der Zentraldirektion, Leitender Polizeidirektor Kuno Lehmann, verfügte auf dieser Basis an den FC St. Pauli folgende Auflagen zu dem bevorstehenden Spiel:

Die Gastmannschaft Hansa Rostock erhält keine Stehplatzkarten.

Für die Nordtribüne Block N 5 im St. Pauli Stadion werden Hansa Rostock bis zu 500 Sitzplatzkarten zum personifizierten Verkauf, also gegen Vorlage von Personalpapieren, zur Verfügung gestellt.

Bei Einlass am Spieltag werden die Karteninhaber hinsichtlich der Rechtmäßigkeit des Erwerbs überprüft.

Die durch den limitierten Verkauf frei bleibenden Stehplätze dienen als Pufferzone zwischen den rivalisierenden Fanblöcken.
 
Im Ergebnis bedeutet dies eine Reduktion des Gastkontingents auf ca. 25 Prozent.
 
Die Hamburger Polizei und der FC St. Pauli appellieren gemeinsam an die Fußballanhänger beider Klubs, von Gewalttätigkeiten Abstand zu nehmen und sich auf das sportliche Ereignis zu konzentrieren.

 

Hier die Pressemitteilung des FC St. Pauli

Nachdem sich in der vergangenen Woche erstmals Fanvertreter und Präsidien des FC St. Pauli sowie des F.C. Hansa Rostock intensiv über das anstehenden Zweitligaspiel beider Vereine ausgetauscht haben, fand am Montag im Polizeipräsidium ein einvernehmliches Gespräch zwischen Vertretern der Hamburger Polizei und dem Präsidium des FC St. Pauli statt.

„Wir wollen im Vorfeld alle Möglichkeiten ausschöpfen, damit uns ein friedliches Fußballspiel bevorsteht. Nicht nur während der Partie, sondern auch im Vorfeld und im Nachgang. Auch dafür fühlen wir uns als Verein mitverantwortlich“, erklärte Präsident Corny Littmann bereits vor der Unterredung.

Nachdem die Polizei Hamburg eine klare „Null-Lösung (keine Gästefans) favorisiert hatte, erreichte der FC St. Pauli einen Konsens und einigte sich mit der Polizei auf folgendes Szenario:

Die Gastmannschaft Hansa Rostock erhält keine Stehplatzkarten.

Für die Nordtribüne Block N 5 im St. Pauli Stadion werden Hansa Rostock bis zu 500 Sitzplatzkarten zum personifizierten Verkauf, also gegen Vorlage von Personalpapieren, zur Verfügung gestellt.

Bei Einlass am Spieltag werden die Karteninhaber hinsichtlich der Rechtmäßigkeit des Erwerbs überprüft.

Die durch den limitierten Verkauf frei bleibenden Plätze dienen als Pufferzone zwischen den rivalisierenden Fanblöcken.

Littmann: „Dadurch, dass wir weniger Karten verkaufen, verzichten wir im Interesse der Sicherheit auf Einnahmen in Höhe von rund 20.000 Euro. Aber in einem solchen Spiel steht die Sicherheit kombiniert mit einer weitestgehend möglichen Wahrung der Fanrechte im Vordergrund.“

Die Hamburger Polizei und der FC St. Pauli appellieren gemeinsam an die Fußballanhänger beider Klubs, von Gewalttätigkeiten Abstand zu nehmen und sich auf das sportliche Ereignis zu konzentrieren.


Anmerkungen des F.C. Hansa Rostock

Der F.C. Hansa hat diese Entscheidung zur Kenntnis genommen. In den kommenden Tagen wird der Verein mit Fanvertretern sprechen, um eine gemeinsame Strategie zu erarbeiten, wie mit dem Kartenkontingent umgegangen wird.

Bei den Gesprächen mit dem FC St. Pauli in der vergangenen Woche hatten beide Vereine Lösungsansätze entwickelt, wie Auseinandersetzungen im und außerhalb des Stadions vermieden werden können.

Der F.C. Hansa Rostock hatte in diesem Gespräch klar zum Ausdruck gebracht, dass der Verein ein Kontingent von 1400 Tickets anstrebt.

Diese Karten sollten nur an Mitglieder und Dauerkartenbesitzer verkauft werden. Die Eintrittskarten wären erst in Hamburg ausgehändigt worden. Es hätte zudem eine organisierte Anreise gegeben.

Diese Bemühungen scheinen der Hamburger Polizei nicht auszureichen.

Der F.C. Hansa Rostock bedankt sich an dieser Stelle beim FC St. Pauli für das professionelle Gespräch in der vergangenen Woche.

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