Offizielle Website des F.C. Hansa Rostock - Unsinkbar seit 1965

07.09.2005 14:41 Uhr

Portrait Auswärtsgegner: VfL Bochum

Nicht nur eine Reihe neuer Spieler, sondern in Marcel Koller auch ein neuer Coach soll beim VfL Bochum für frischen Wind sorgen. Und der Nachfolger von Peter Neururer versprüht bereits Selbstbewusstsein: „Wir wissen, dass wir zu den Favoriten gehören.“ Mit „offensivem und aggressivem Fußball“ will der Schweizer, der bei seinem früheren Arbeitgeber 1. FC Köln Lukas Podolski zum Stammspieler gemacht hat, Bochum zurück in die Bundesliga führen. Nach 1994, 1996, 2000 und 2002 wäre es der fünfte Aufstieg des Ruhrpott-Klubs.

Für den großen Aufstiegsfavoriten gab es im Fußball-Unterhaus aber schon am zweiten Spieltag den ersten Dämpfer. Der mit vielen Vorschusslorbeeren und einem 4:0-Auswärtssieg in die Zweitligasaison gestartete Bundesliga-Absteiger musste erkennen, dass die fünfte direkte Rückkehr in die Eliteliga kein Selbstläufer wird.

„Jetzt sind wir in der 2. Liga angekommen“, stellte VfL-Coach Koller nach dem 2:2 gegen Energie Cottbus fest: „Für unser Ziel müssen wir noch sehr viel und sehr hart arbeiten.“ Dabei erwischte der neue Trainer in Bochum einen so guten Start: Leistungsträger wie Dariusz Wosz, Thomas Zdebel und Sören Colding wurden trotz Abstiegs gehalten, erfahrene Spieler wie Joris van Hout und Pavel Drsek verpflichtet. Und nach einer erfolgreichen Vorbereitung folgte zum Ligaauftakt ein glanzvoller 4:0-Erfolg in Saarbrücken.

„Man denkt, dass es so weitergeht. Doch es kann nicht so weitergehen. Zumindest das hat meine Mannschaft nun gelernt“, resümierte Koller. Bislang täuschten auch die positiven Eindrücke der starken Offensivabteilung mit dem Brasilianer Edu (3 Saisontore) und Spielmacher Zvjezdan Misimovic über die Schwächen in der VfL-Abwehr hinweg.

Das wurde gegen Cottbus deutlich. VfL-Torwart Rein van Duijnhoven kritisierte seine Vorderleute prompt: „Zu langsam, keine Spritzigkeit und keine Aggressivität.“ Und beim Last-Minute-Tor von Francis Kioyo „waren wir nicht frech genug“, schimpfte der Keeper: „Es darf keiner so frei zum Kopfball kommen.“ Zumindest im DFB-Pokal hielten sich die Kollegen an van Duijnhovens Anweisungen. Souverän nahmen die Westfalen mit einem 6:0-Erfolg beim Oberligisten Tennis Borussia Berlin die erste Hürde.

Zurück

  • sunmakersunmaker