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09.08.2012 12:53 Uhr

Punktgleiche Chemnitzer gastieren am Sonntag beim F.C. Hansa

Genau 900 Wochen sind mittlerweile ins Land gegangen, seit sich der Chemnitzer FC und der F.C. Hansa zum bislang letzten Mal um Punkte gegenüberstanden. Am 13. Mai 1995 trennten sich beide Mannschaften im Chemnitzer Sportforum 1:1 unentschieden, bevor sich ihre Wege trennten. Der F.C. Hansa stieg auf und spielte allein zehn Jahre in Serie erstklassig, während die Chemnitzer bis in die NOFV-Oberliga abrutschten. Doch nun trifft man sich erstmals wieder im Meisterschaftsgeschehen und lässt eine alte Tradition aufleben.

Gegen keinen anderen aktuellen Drittligisten hat der F.C. Hansa schon so oft gespielt wie gegen den CFC. Am kommenden Sonntag gastieren die Sachsen zum 31. Mal zu einem Meisterschaftsspiel in Rostock – insgesamt handelt es sich bereits um das 64. Pflichtspiel gegeneinander.

Seit dem Gewinn der Regionalliga-Meisterschaft 2011 sind die Chemnitzer wieder drittklassig und durften in der vergangenen Saison sogar vom Durchmarsch in den Profi-Fußball träumen. Nach 35 Spieltagen belegte man immer noch den Relegationsplatz, verlor dann aber das direkte Duell bei Verfolger Jahn Regensburg mit 0:1. Und da aus den letzten sechs Saisonspielen insgesamt nur zwei Punkte geholt wurden, fiel die Mannschaft von Trainer Gerd Schädlich in der Abschlusstabelle noch auf den neunten Rang zurück.

Im Sommer verloren die Chemnitzer ihre beiden torgefährlichsten Mittelfeldspieler. Ronny Garbuschewski, der neben seinen acht Treffern auch noch 14 direkte Vorlagen beisteuerte, zog es zu Fortuna Düsseldorf in die Bundesliga. Und auch der Ex-Rostocker Simon Tüting, der siebenmal getroffen hatte, schaffte den Sprung in den Profi-Bereich. Er wechselte zum SV Sandhausen, für den er am vergangenen Wochenende immerhin das erste Zweitliga-Tor der Vereinsgeschichte erzielen konnte. Stürmer Anton Fink, mit zehn Treffern bester Schütze in der abgelaufenen Saison, blieb den Himmelblauen allerdings treu.

In den ersten CFC-Spielen der laufenden Spielzeit gab es immer sehr frühe Tore. Am ersten Spieltag markierte Benjamin Förster schon nach neun Minuten den 1:0-Siegtreffer gegen SV Babelsberg 03 und auch am dritten Spieltag traf Anton Fink nach genau neun Minuten. Sein Tor zur 1:0-Pausenführung in Burghausen reichte am Ende jedoch nicht, Wacker gewann in der Schlussphase noch 2:1. Eine Woche zuvor in Münster gingen die Chemnitzer ebenfalls leer aus – hier fiel das entscheidende Tor gegen die Sachsen sogar schon nach acht Spielminuten.
Nach zwei Auswärtsspielen in Folge hatte die Schädlich-Elf am Mittwoch dieser Woche den SV Darmstadt 98 zu Gast und feierte einen ungefährdeten Heimsieg. Fink und zweimal Landeka sorgten für eine klare Führung, der Gegentreffer zum 3:1-Endstand fiel erst kurz vór dem Abpfiff. Damit hat man – wie die Hanseaten – beide Heimspiele gewonnen und beide Auswärtsspiele verloren.

Aufgrund der besseren Tordifferenz reist der CFC als Tabellenneunter zum punktgleichen -zehnten an die Küste. Ob es dabei zu einem Wiedersehen mit Tino Semmer kommt, ist allerdings noch unklar. Nachdem der Stürmer, der in diesem Sommer vom F.C. Hansa nach Chemnitz wechselte, zuvor nur zu zwei Kurzeinsätzen von insgesamt 15 Minuten gekommen war, stand er am Mittwoch gegen Darmstadt nicht im 18er-Kader des CFC.

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