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03.02.2010 11:00 Uhr

René Lange: „Man muss seine Position immer wieder behaupten“

Der F. C. Hansa Rostock setzt ganz gezielt auf die Förderung des eigenen Nachwuchs. Junge Talente bekommen die Chance, im Training auch schon einmal bei den Profis herein zu schnuppern. Beweisen sie sich dort, kann das auch schnell die „Beförderung“ in die Profimannschaft bedeuten. Und auch der jetzige Kader ist mit Kevin Pannewitz, Felix Kroos, René Lange und Co. voll mit Zöglingen des Vereins. Höchste Zeit also, um einen der „jungen Wilden“ nach seinen ersten Erfahrungen im Profigeschäft zu befragen. Im Interview: René Lange.

Hansa-Online: Du bist einer der Hansa-Nachwuchsspieler, die es geschafft haben, in die erste Mannschaft zu kommen. Wie war Dein erstes Training bei den Profis?

René Lange: Mein erstes Profitraining war zu Ostern vergangenen Jahres. Ich bin zusammen mit Tom Buschke und Andreas Kerner zum ersten Mal dabei gewesen und es war natürlich alles sehr aufregend für uns. Ich hatte zunächst sehr viel Respekt, aber auch das beruhigt sich mit der Zeit.

Hansa-Online: Gibt es einen großen Unterschied im Vergleich zum Training bei den Amateuren?

René Lange: Ja, auf jeden Fall. Bei den Profis läuft alles viel, viel schneller ab. Es ist viel härter, man hat keine Zeit, mal eben für fünf Minuten abzuschalten oder sich mal kurz auszuruhen. Man muss immer voll dabei sein und sein Bestes geben - bei jedem Training.

Hansa-Online: Also war es auch mit einer gewissen Umstellung für Dich verbunden?

René Lange: Ja. Es gab keine ruhigen Phasen mehr. Man musste immer Gas geben, dem Trainer zeigen, dass man zu Recht hier oben ist, weil immer wieder junge Talente aus der A-Jugend oder den Amateuren nachrücken können. Man muss seine Position immer wieder behaupten.

Hansa-Online: Und Dein erstes Spiel im Stadion?

René Lange: Das war gegen Greuther Fürth, da bin ich die letzten zehn Minuten reingekommen. Zum Glück haben wir hoch geführt, so dass ich nichts mehr vermasseln konnte. Es war natürlich riesig für mich; darauf hatte man hingearbeitet.

Hansa-Online: Du lebst den Traum vieler Jungen, bist Profifußballspieler. Hättest du als Kind jemals daran geglaubt, dass Du soweit kommst?

René Lange: Ich hatte immer das Ziel, Profi-Fußballer zu werden. Schon mit fünf Jahren habe ich Fußball gespielt und wollte eigentlich immer Profi werden. Ich habe mir gar nichts anderes in den Kopf gesetzt. Jetzt habe ich es geschafft, das ist natürlich super.

Hansa-Online: Wer ist dein größtes Fußballvorbild.

René Lange: Das ist Zé Roberto vom HSV. Ich mag seine Spielweise, er ist schnell und zweikampfstark.

Hansa-Online: Und welche Eigenschaften zeichnen ein guten Fußballspieler aus?

René Lange: Er sollte, auch wenn er von vielen Fans bejubelt wird, auf dem Boden bleiben und nicht vergessen, wo er herkommt. Auf dem Platz zählen natürlich der Ehrgeiz und der Wille, sich jeden Tag zu verbessern.

Hansa-Online: Welches sind die größten Vorteile, Fußballprofi zu sein?

René Lange: Dass man mit seinem Hobby relativ gutes Geld verdienen kann. Denn es macht natürlich immer noch Spaß, Fußball zu spielen.

Hansa-Online: Was wäre sportlich gesehen noch Dein größter Traum?

René Lange: Der größte Traum wäre für mich, mit Hansa irgendwann in der 1. Bundesliga zu spielen.


 

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