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30.05.2008 13:03 Uhr

Robert Lechleiter: Ich freue mich auf den F.C. Hansa

Der gebürtige Rosenheimer Robert Lechleiter ist 27 Jahre alt und damit im besten Fußballalter. In Deutschland kennt man ihn vor allem als Kicker der SpVgg Unterhaching. Lechleiter spielt seit Juli 2003 in Unterhaching. In vier Zweitligajahren brachte er es auf 79 Einsätze, erzielte dabei elf Treffer. In der laufenden Regionalliga-Saison traf er in 23 Spielen neun Mal. Robert Lechleiter besaß in Haching zwar einen Vertrag bis 2009 – „allerdings mit Ausstiegsklausel für die 1. oder 2. Liga“, wie Lechleiter, der vor der Saison mit Zweitligist Paderborn schon einig war, uns berichtete. Damals scheiterte der Wechsel am Veto der Hachinger. Nun ist in Rostock alles klar. Der Publikums-Liebling des Münchner Vorortklubs steht schon seit über einem Jahr auf dem Wunschzettel von Cheftrainer Frank Pagelsdorf. Es gab sowohl letzten Sommer als auch im Winter eine Anfrage von der Ostsee. Jetzt ist sicher, Robert wird Hanseat. Hansa-Online gab er zu seinem Wechsel nach fünf Jahren in Unterhaching das erste große Interview.

Robert, mit welchem Ziel kommen Sie aus den Bergen an die Ostsee?

Robert Lechleiter: Ich bin relativ spät in den Profifußball gekommen und hatte jetzt fünf schöne Jahre in Unterhaching, nun ist es an der Zeit sich weiter zu entwickeln, nach oben zu schauen. Rostock ist das das richtige Pflaster.

Warum?

Robert Lechleiter: Der Verein bemüht sich seit einem Jahr intensiv um mich, hat mich oft beobachtet, ich hatte mit den Leuten in Rostock stets gute Gespräche und Kontakte, das habe ich mit meinem Wechsel honoriert. Ich hatte ja auch andere Angebote, aber die habe ich schnell abgehakt.

Sie profitieren jetzt von einer Ausstiegsklausel, da Unterhaching die 2. Liga nicht geschafft hat. Richtig?

Robert Lechleiter: Genau so ist es. In der 2. Liga hätte ich einen Vertrag bis 2010 gehabt…

Was hat Ihnen Unterhaching bedeutet?

Robert Lechleiter: Ich war hier in Bayern zu Hause, ich war Publikumsliebling, ich habe oft getroffen. Es war mein Verein. Aber nach fünf Jahren war es auch Zeit zu gehen und sich einer neuen Herausforderung zu stellen. Hansa kommt da gerade richtig.

Aber Sie kommen in einer Zeit, da Hansa aus der Bundesliga abgestiegen ist. Warum?

Robert Lechleiter: Natürlich hatte ich gehofft, Hansa bleibt oben. Nach jedem Spiel habe ich sonnabends in Rundfunk und Fernsehen gehört und geschaut, wie hat Hansa gespielt. Dann stand es leider fest, Hansa muss in die 2. Liga. Da war ich schon traurig.

Haben Sie sich vorher über Hansa informiert?

Robert Lechleiter: Klar. Die einstigen Hansa-Spieler Nico Formella und Kai Oswald haben mir sehr viel Positives über den Verein erzählt.

Einer der letzten Bayern, die hier an der Küste gespielt haben, war Martin Max. Hat er ihnen als einstiger Publikums-Liebling auch Ratschläge gegeben?

Robert Lechleiter: Nein, ich kenne Martin nur aus den Medien. Er ist aber mit dem einstigen Hansa-Torwart Daniel Hoffmann fünf Kilometer von meinem Heimatdorf Assling (4000 Einwohner/d.R) entfernt Trainer des TSV Grafing. Ich weiß, er war hier ein gefürchteter Torjäger. Aber Max ist Max. Ich bin der Robert Lechleiter und will zeigen was ich kann.

Wie viele Treffer wollen Sie an der Küste machen?

Robert Lechleiter: Ich will mich nicht genau festlegen. Ich bin Teamspieler und will aufsteigen. Dafür werde ich hier alles tun. Zumal ich offensiv alles spielen kann.

Sie sind ein Spätstarter…

Robert Lechleiter: Ja, irgendwo bin ich das. Mit 28 oder 29 Jahren will ich schon Bundesliga spielen…

Wie kamen Sie zum Fußball?

Robert Lechleiter: Ich habe mit fünf Jahren beim ASV Assling angefangen, bin dann mit erst mit 18 Jahren zum FC Baldham in die Bezirksoberliga, habe mit 20 Jahren bei Willy Bierofka beim FC Ismaning gespielt, ehe ich vor fünf Jahren nach Haching wechselte.

Kommen Sie allein aus den Bergen an die See?

Robert Lechleiter: Nein, ich bringe meine Frau Silvia (26), die ich am 7. Juni 2008 heirate, mit. Wir kennen uns zwei Jahre, sie sucht schon als Kauffrau für Bürokommunikation das Internet nach Jobs durch…

Momentan leiden Sie an einer Knieverletzung. Wie verläuft der Heilungsprozess?

Robert Lechleiter: Die Knieverletzung habe ich mir vor wenigen Wochen gegen TSV 1860 München II zugezogen, sie musste ausheilen. Jetzt ist alles in Ordnung. Ich habe keine Schmerzen mehr. In dieser Woche mache ich zur Kontrolle noch eine Kernspin-Untersuchung. Ich bin also fit für Hansa. In den nächsten Wochen werde ich an die Ostsee kommen und eine Wohnung suchen.

Wen kennen Sie aus der Mannschaft?

Robert Lechleiter: Persönlich kenne ich noch niemanden. Aber gegen Jungs wie Kern, Rathgeb und Langen habe ich ja schon gespielt. Ich freue mich auf sie und die neue Aufgabe.

 

Bayer Robert Lechleiter kommt zum F.C. Hansa Rostock 

Cheftrainer Frank Pagelsdorf arbeitet nach dem Abstieg des F.C. Hansa in Rostock weiter am Neuaufbau und Wiederaufstieg zur Bundesliga in der Saison 2008/2009. Nach Mario Fillinger vom Hamburger SV nahm der Verein jetzt Robert Lechleiter unter Vertrag, der vom bayerischen Regionalligisten SpVgg Unterhaching an die Küste kommt.

Leichleiter bekommt einen Zweijahresvertrag, der für die Bundesliga und die 2. Liga gilt. Der „Rechtsfuß“ kann im Mittelfeld und im Sturm spielen.

Der drangvolle Offensivspieler Robert Lechleiter ist 27 Jahre, wurde am 1. Juli 1980 in Rosenheim geboren, ist 1,76 m groß und 65 kg schwer. Am 7. Juni 2008 heiratete er Freundin Silvia.

Robert ist von Beruf Kfz.-Mechaniker. Der gebürtige Bayer mag in seiner Freizeit Tennis, Fernsehen, Kino und sich mit Freunden treffen.

Lechleiter kam über die bayerischen Vereine TSV Assling, SC Baldham und FC Ismaning nach Unterhaching. Seit 2003 kickte er für den bayerischen Vorortklub, der dritten Münchner Kraft hinter dem FC Bayern und dem TSV 1860 München.

In der 2. Liga machte Lechleiter in vier Spielzeiten 79 Spiele und erzielte dabei elf Tore. Sein Debüt als Zweitligaspieler von Haching gab Lechleiter zunächst im DFB-Pokal am 29.10. 2003 in einem Spiel gegen den Hamburger SV (2:4).

In seiner ersten Saison in Unterhaching kam er am 2. November 2003 zu Hause gegen Rot-Weiß Oberhausen zum Zug. Damals wurde er von Trainer Wolfgang Frank in der 70. Minute eingewechselt - die Bayern verloren 1:4.

In der Saison 2003/2004 schoss Lechleiter in zwölf Spielen ein Tor. Team-Kollegen wie Copado, der Ex-Rostocker Schied und Vaccaro durften damals noch eher ran.

Beim 1:0-Auswärtssieg gegen den KSC erzielte er seinen ersten Treffer in der 2. Liga.

In der Serie 2004/2005 spielte er neun Mal. In der Spielzeit 2005/2006 machte er 26 Spiele und einen Treffer. In der Saison 2006/2007 bestritt er 32 Begegnungen und kam zu elf Torerfolgen. Seine Tore konnten den Abstieg in die Regionalliga Süd allerdings auch nicht verhindern.

Robert Lechleiter absolvierte in der laufenden Saison in der Regionalliga Süd bis zum 29. Spieltag unter den Trainern Werner Lorant und Ralph Hasenhüttl 28 Spiele und traf zehn Mal. Danach hinderte ihn ein Knochenödem im rechten Knie an weiteren Einsätzen, die eine spezielle Rehabilitation erforderten.

Im DFB-Pokal war er in der ersten Runde gegen Hertha BSC (0:3) bis zur 73. Minute dabei.

Robert Lechleiter und Thomas Rathgeber bildeten in Unterhaching eines der torgefährlichsten Duos der Süd-Liga.

Der Stürmer stand schon lange auf der Wunschliste von Frank Pagelsdorf. Bereits im vergangenen Sommer wollten die Rostocker den 27-Jährigen an die Ostseeküste locken. Damals entschied er sich jedoch zum Verbleib beim Zweitliga-Absteiger und peilte mit den Rand-Münchnern den direkten Wiederaufstieg an. Allerdings ist das angestrebte Saisonziel verfehlt worden. Die Spielvereinigung qualifizierte sich in diesem Spieljahr nur für die 3. Profiliga.

Der F.C. Hansa und Trainer Frank Pagelsdorf haben mit Spielern aus der Regionalliga Süd in jüngster Vergangenheit gute Griffe gemacht. So kamen vor zweieinhalb Jahren  Enrico Kern aus Regensburg und Tobias Rathgeb vom VfB Stuttgart II. Beide waren in der abgelaufenen Bundesliga-Saison zwei Leistungsträger des Trainers.

 

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