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08.11.2006 11:49 Uhr

Roland Kroos, Trainer der B-Jugend,: Siebter Rang ist diesmal Pflicht!

Die B-Jugend des F.C. Hansa Rostock hat sich in den letzten Jahren selbst hohe Maßstäbe gesetzt. Vor einem Jahr wurden die Spieler unter Trainer Thomas Finck Deutscher Vizemeister. In diesem Jahr erreichte die Mannschaft von Roland Kroos als Vize-Meister der Regionalliga Nordost das Viertelfinale der Deutschen Meisterschaft und unterlag Borussia Dortmund erst im Elfmeterschießen. Im dritten Jahr müssen die Jungs in der Regionalliga des NOFV unbedingt Siebter werden, um sich für die neuen Strukturen des deutschen Jugend-Fußballs zu qualifizieren. Denn, wie bei den A-Junioren, wird es ab der Fußball-Saison 2007/2008 auch eine B-Junioren-Bundesliga geben. Wir sprachen mit Roland Kroos über die Arbeit mit seiner Mannschaft.

 

Roland, wie beurteilen Sie den Leistungsstand der B-Junioren in dieser Spielzeit?
Kroos: Wir haben uns fraglos zu Saisonbeginn schwer getan. Die Mannschaft war neu, musste sich erst einspielen. Mein Sohn Toni ging zum FC Bayern München, sein Bruder Felix konnte auf Grund einer Verletzung die Saison-Vorbereitung im Prinzip nicht mitmachen. Im Laufe der ersten Spiele haben wir auch festgestellt, dass unsere neu formierte, junge Mannschaft relativ klein und damit nicht robust genug ist. Insbesondere bei Standards haben wir so doch erhebliche Nachteile gehabt, die wir durch ein großes kämpferisches Engagement wettmachen müssen. Momentan scheinen wir nun auf einem guten Weg, wieder in die alte Erfolgsspur zu kommen.

 

Aber eigentlich geht es ja gar nicht so sehr in diesen Spielklassen um den mannschaftlichen Erfolg?
Kroos: Natürlich steht in der Jugend die individuelle Ausbildung im Vordergrund. Das ist richtig. In diesem Prozess haben wir einiges vorzuweisen.

 

Was denn?
Kroos: Felix Kroos hat sich bei der U16 einen Platz unter den besten 18 Spielern erkämpft, ist gerade wieder für die Länderspiele gegen Mazedonien berufen worden. Florian Brügmannn war bis zu seinem Schlüsselbeinbruch ebenfalls in diesem Kreis. Stephan Gusche wurde für einen Sichtungs-Lehrgang nach Hamburg eingeladen. Mit Florian Kirsch und Kevin Müller haben wir zwei gute Torhüter. Maximilian Rausch und Felix Wieprecht sind ebenfalls schon im Focus der DFB-Trainer gewesen.   Diese Talente müssen sich entwickeln, an sich arbeiten, die Mannschaft dominieren. 

 

Das Ziel?
Kroos: Die Jungs draußen in den Vereinen müssen sehen, dass es sich lohnt, bei Hansa zu spielen. Die Eltern dieser Jungs müssen Hansa als Magnet für ihre Kinder erkennen. Hansa muss im Jugendbereich so interessant für Nachwuchsfußballer sein, dass  wir eine echte Alternative zu Konkurrenzvereinen wie Hertha, Cottbus, Bremen oder dem HSV sind.

 

Gelingt das schon?
Kroos: Unser Scouting, unser Internat sind schon Dinge, mit denen wir wuchern können. Aber es geht immer noch besser.

 

Gerade haben Sie wieder einen Jungen in Magdeburg entdeckt…?
Kroos: In der Tat haben wir mit Fabian Zittlau vom 1. FC Magdeburg einen Abwehrspieler gefunden, der uns in der Rückrunde  verstärken wird. Einen Florian Brügmann haben wir aus Schleswig-Holstein geholt. Wir sind also schon mit der Synergie von Schule und Sport bei uns nicht unattraktiv. Aber nichts ist ja so gut, dass es nicht noch besser wird.

 

Sie haben mit Tommy Grupe einen C-Jugendspieler in Ihre Mannschaft geholt, um ihn zu fordern und damit zu fördern. Denn eigentlich ist das ja der beste Spieler Ihres Kollegen Juri Schlünz…?
Kroos: Ja, seit Anfang Oktober trainiert und spielt Tommy   bei uns. Er ist unser jüngster Spieler, aber mit 1,86 m auch einer unserer körperlich größten Fußballer. Natürlich muss der Junge sich jetzt erst einmal an die neuen Gewohnheiten und Ansprüche rantasten. Aber je größer die Herausforderung ist, umso besser ist das Tempo der individuellen Leistungsentwicklung.

 

Kollege Herrmann Hagen hat den Jungen schon lange betreut, sagt, er wäre kompakter als einst Profi Kai Bülow in diesem Jahrgang?
Kroos: Herrmann kennt beide gut, ich zweifle da auch nicht. Fakt ist: Es gibt für Tom viele Einsatzmöglichkeiten, defensiv wie offensiv. Beim DFB und bei uns könnte er den Sechser spielen, aber auch einen Zehner. Er kann also sowohl in der Innenverteidigung als auch im zentralen Mittelfeld kicken. Tom hat jedenfalls eine gute Technik, Spielübersicht und ein ordentliches Kopfballspiel und damit passt er in unser Team schon einmal ganz gut.

 

Werden in dieser Saison noch weitere junge Spieler aus der C-Jugend nachrücken?
Kroos: Das muss man abwarten. Jüngst habe ich mal ein Auge auf Ben Zolinski geworfen. Dessen Namen ist ja auch schon beim DFB aufgefallen. Leider hat er sich vor einem Lehrgang verletzt.
 
Danke für dieses Gespräch

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