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14.03.2014 13:45 Uhr

„Rostock für alle“ - Hansa-A-Junioren helfen bei Integrationsprojekt (mit Video)

„Rostock für alle“ lautet die Botschaft der Klasse 10b des CJD Christophorusgymnasiums Rostock. Mit einem selbstständig organisierten Fußballturnier auf dem Kunstrasenplatz des ESV Lok Rostock führten sie am vergangenen Donnerstag junge Asylbewerber und Schüler zusammen, um bei herrlichstem Sonnenschein gemeinsam dem runden Leder nachzujagen.

Unterstützt wurde die Hochbegabtenklasse auch von Schülern aus dem zwölften Jahrgang des Gymnasiums, darunter mehrere A-Junioren des F.C. Hansa Rostock, die schnell von der tollen Idee ihrer jüngeren Mitschüler begeistert waren und sowohl bei der Vorbereitung als auch beim Turnier selbst aktiv wurden. „Die Zusammenarbeit unserer Hansa-Jungs und unserer Zehnten hat nicht nur wunderbar geklappt, sondern bricht auch mit vielen festgefahrenen Klischees, die es ja nun mal zwischen Leistungssportlern und Hochbegabten gibt“, freut sich Heike Schröder, die Klassenlehrerin der 12as und ergänzt: „Eine These wiederum bestätigt das Miteinander, denn Fußball verbindet wirklich.“ Dajana Spohn, die Sozialkundelehrerin der 10b bricht eine Lanze für die Organisatoren: „Wenn man bedenkt, dass die gesamte Organisation und Umsetzung von den Schülern ausgegangen ist, kann man nur seinen Hut ziehen. Auch die Mädels, die heute für die Musik und das liebliche Wohl aller Beteiligten sorgen, machen das ganz klasse. Ich für meinen Teil bin äußerst stolz!“

Der Ablauf des Turniers verlief tatsächlich gut geregelt. Aufgeteilt in acht Teams, bei denen ein Mannschaftsname lustiger als der andere klang, fanden auf zwei halben Kleinfeldern jeweils zwei Partien parallel statt. Um die Wettbewerbschancen nicht zu verzerren wurden die Hansa-A-Junioren um Jacob Lüdtke, Robin Schröder und Co. in verschiedene Teams aufgeteilt, sodass es einen bunten Spielermix gab. Während es Robin beispielsweise zu den „Quirligen Wiesel“ verschlug, führte Jacob die „Krassen Koalas“ auf das Feld, die sich schon in der Vorrunde eine kleine Favoritenrolle sicherte. Zwischen den gut koordinierten Spielen blieb den pausierenden Kickern genug Zeit, um sich ein paar Tipps und Tricks von Hansas U19-Kickern abzuholen. „Das Zusammenspiel der Jugendlichen, die alle unter teils so gravierend unterschiedlichen Lebensbedingungen aufgewachsen sind, ist schön mitanzusehen. Ich finde das Projekt schon jetzt sehr gelungen, auch wenn es die unsere Schüler noch auf dem Weg zum Abitur begleiten wird“, resümiert Steffen Kästner, der Schulleiter des Christophorus-Gymnasiums.

Um die Nachhaltigkeit auch in den kommenden Jahren zu garantieren, suchen die Schüler Sponsoren für ihr Projekt. Die OSPA Rostock ist es bereits. So war Matthias Bohn, der Pressesprecher der Ostseesparkasse, einer der ersten Fürsprecher des Turniers: „Als die Jungs und Mädchen auf mich zugekommen sind, habe ich ihnen umgehend meine Unterstützung zugesichert. Die Arbeit mit Asylbewerbern ist unheimlich wichtig. Deshalb wünsche ich mir natürlich, dass auch im nächsten und übernächsten Jahr der Ball rollt und vielleicht die ein oder andere Freundschaft entsteht.“

Mit dem Integrationsprojekt bewerben sich die Jungs und Mädels im Übrigen für den europäischen Jugenddemokratiepreis 2014. Dieser wird für ein Projekt ausgegeben, das sich in herausragender Weise für Demokratie oder Demokratisierung innerhalb Europas einsetzt. Zudem würdigt er das Engagement von jungen und für junge Menschen. Der Jugenddemokratiepreis der bpb ist mit 3.000,00 Euro dotiert und wird in Kooperation mit dem Internationalen Demokratiepreis Bonn ausgeschrieben.

„Rostock für alle“ ist keine einmalige Aktion gewesen und soll als nachhaltiges Projekt auch zukünftig Kinder und jugendliche Asylbewerber und Schüler zusammenführen. Der erste „Kick-off“ hat schon mal einen wunderbaren Grundstein für ein tolerantes und spaßiges Miteinander gelegt und macht Lust auf das nächste Turnier. Dann erwarten übrigens die „Krassen Koalas“ als erster Titelträger ihre bunt gemixte Konkurrenz.

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