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16.09.2008 15:01 Uhr

Rot-Weiss Ahlen meldet sich zurück

Als die Mannschaft von LR Ahlen im Frühjahr 2006 aus der 2. Bundesliga abstieg, der langjährige Mäzen sich daraufhin zurückzog, praktisch alle Leistungsträger das Weite suchten und die Mitglieder ihrem Verein auch gleich einen neuen Namen gaben, prophezeiten nicht wenige Fachleute den Rot-Weißen einen schnellen Absturz in die Bedeutungslosigkeit. Doch da hatten sie die Rechnung ohne den Enthusiasmus der neuen Generation gemacht.

Mit vielen jungen Talenten aus der Region wurde in der ersten Saison nach dem Neuanfang nicht nur Rang 13 und damit der Klassenerhalt in der Regionalliga geschafft, sondern im folgenden Jahr sogar sensationell auf Rang 1 durchgestartet! Den Wiederaufstieg in die 2. Bundesliga durfte mit Ex-Hanseat Ronald Maul übrigens auch ein Routinier feiern, der während der Winterpause im Januar 2008 bei Rot-Weiss Ahlen angeheuert hatte.

Auch in die aktuelle Saison ging der 35jährige Linksverteidiger, der bislang in jedem Spiel 90 Minuten auf dem Platz stand, als ältester Feldspieler der Ahlener. Deren Gesicht hat sich gegenüber der Vorsaison nur unwesentlich verändert, lediglich vier Neuzugänge wurden verpflichtet. Von ihnen verfügt mit Rückkehrer Nils-Ole Boock sowie den beiden Ex-Paderbornern Rene Müller und Nils Döring ein Trio immerhin über Zweitliga-Erfahrung. Zudem wechselte Michael Bölstler aus Wuppertal nach Ahlen.

Auch in der neuen Liga findet sich die Mannschaft von Erfolgstrainer Christian Wück, der die Ahlener im vergangenen Sommer als Chef-Coach übernahm und die Konkurrenz in der Aufstiegssaison vor allem mit erfrischender Auswärtsstärke (nur zwei Saisonniederlagen!) beeindruckte, bislang sehr gut zurecht. Nach vier Spieltagen belegt man mit immerhin schon drei Siegen überraschend den dritten Tabellenplatz. Dabei erwiesen sich die Westfalen auch wieder als Macht im eigenen Stadion, wo beide Heimspiele siegreich gestaltet werden konnten.

Am ersten Spieltag gegen Mitaufsteiger FSV Frankfurt sorgte Gibson (56.) für die 1:0-Führung und nach dem zwischenzeitlichen Ausgleich der eingewechselte Müller (82.) für den 2:1 Siegtreffer. Fast zu einer Kopie dieser Begegnung wurde dann das zweite Heimspiel gegen den TSV 1860 München. Erneut fiel in der 56. Minute das 1:0 (diesmal durch Miletic), erneut musste der Ausgleich hingenommen werden und erneut war es der eingewechselte Müller, der den 2:1-Endstand besorgte. Einziger Unterschied: Diesmal fiel sein Jokertor erst in der Schlussminute!

Pech hatten die Ahlener im ersten Auswärtsspiel, als sie nach einem Handspiel außerhalb des Strafraums ihren Torhüter Lenz schon nach fünf Minuten durch Platzverweis sowie die Partie beim FC Augsburg in Unterzahl mit 0:3 verloren. Doch am vergangenen Freitag wurden dann auch die ersten drei Punkte in der Fremde eingefahren. Ausgerechnet beim Erz-Rivalen Rot-Weiß Oberhausen, mit dem man zuletzt gemeinsam aus der Regionalliga Nord in die 2. Bundesliga aufgestiegen war, wurde ein 0:1-Rückstand noch in einen 3:1-Auswärtserfolg verwandelt. Reus glich eine Minute vor der Pause aus, bevor Chitsulo (83.) und Großkreutz (90.) in der Schlussphase noch den Sieg aus dem Feuer rissen.

Damit haben die Ahlener aktuell nur einen Punkt Rückstand auf Tabellenführer 1. FC Kaiserslautern und – was sicherlich viel wichtiger ist – schon ein Polster von sechs Punkten auf die unmittelbare Abstiegszone. Auch ihr Vorsprung auf den Tabellenachten F.C. Hansa beträgt bereits vier Punkte. Selbst mit einem vollen Erfolg in Ahlen können die Hanseaten die Rot-Weißen am kommenden Freitag also noch nicht einholen.

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