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21.01.2011 09:25 Uhr

Rot-Weiß Erfurt im Aufwärtstrend

Der FC Rot-Weiß Erfurt gehört zu jenen Mannschaften der 3. Liga, deren Leistungskurve in den letzten Wochen des alten Jahres deutlich nach oben zeigte. Dass die Thüringer aktuell sogar wieder die Aufstiegsplätze im Blickfeld haben, war während der ersten Hälfte der Hinrunde noch nicht abzusehen. Der Saisonauftakt verlief überhaupt nicht nach dem Geschmack der Erfurter, die sich am ersten Spieltag dem gastgebenden VfB Stuttgart II mit 1:3 geschlagen geben mussten. Eine Woche später verloren sie dann auch ihren Heimauftakt gegen den F.C. Hansa mit 0:1 und holten erst am dritten Spieltag mit dem 1:1 in Koblenz den ersten Punkt. Danach agierten die Rot-Weißen zumindest im heimischen Steigerwaldstadion schon sehr erfolgreich und holten dort bis zur Winterpause 22 von 24 möglichen Punkten. Allerdings wechselten sich die Heimsiege zunächst noch regelmäßig mit Auswärtsniederlagen ab, so dass die Erfurter nach neun Spieltagen mit zehn Punkten lediglich Rang 14 belegten.
 
Durch den 2:1 Derby-Sieg über den FC Carl Zeiss Jena platzte dann endgültig der Knoten und die Mannschaft von Cheftrainer Stefan Emmerling, dem mit Co-Trainer Henri Fuchs ein Ex-Hanseat zur Seite steht, schaffte bis zur Winterpause den Sprung ins obere Tabellendrittel. Zwischen dem 10. und 19. Spieltag konnten immerhin sechs Spiele gewonen und drei weitere unentschieden gestaltet werden. Lediglich beim FC Bayern II kassierte man durch einen Fernschuss kurz vor dem Abpfiff eine unglückliche 0:1-Niederlage. Mit 31 Punkten auf Rang 6 liegend, gehören die Rot-Weißen aktuell zu jenem Verfolger-Quartett, dass sich noch Hoffnungen machen darf, zum Spitzentrio aufzuschließen.
 
Das Gegentor am 6. November in München ist bis heute der letzte Treffer, den die Erfurter Hintermannschaft in der 3. Liga einstecken musste! Danach spielten die Rot-Weißen gegen Wiesbaden und in Regensburg zweimal 0:0-Unentschieden und bezwangen Rot Weiss Ahlen sowie den VfR Aalen jeweils klar mit 4:0 Toren. Insbesondere der hohe Sieg in Aalen macht deutlich, dass die Thüringer inzwischen auch auswärts torgefährlicher geworden sind und dies sicherlich am kommenden Sonnabend in der Rostocker DKB-Arena erneut unter Beweis stellen wollen.
 
Wie beim F.C. Hansa, wo die Ex-Erfurter Matthias Holst und Enrico Neitzel verletzt ausfallen, fehlt auch Martin Pohl an seiner ehemaligen Wirkungsstätte. Der Innenverteidiger der Rot-Weißen hat sich am 10. Dezember im Training einen Wadenbeinbruch zugezogen und fällt für den Rückrundenauftakt in Rostock ebenso aus wie Abwehrkollege Dennis Hillebrand, der sich einer Sprunggelenk-OP unterziehen musste. Zudem fehlen die Gelb-gesperrten Tino Semmer und Fabian Stenzel. Doch auch ohne dieses Quartett in der Startelf gab es mit dem hohen 5:1-Erfolg bei der Generalprobe am vergangenen Sonntag gegen Banik Most ein weiteres Indiz dafür, dass die Erfurter inzwischen sehr torgefährlich geworden sind. Überhaupt präsentierten sich die Erfurter während der Vorbereitung auf die Rückrunde, die sie in heimischen Gefilden absolvierten, in guter Form und blieben auch in ihren beiden Testspielen gegen Vertretungen der 2. Bundesliga ungeschlagen. Beim FC Energie Cottbus spielte man 1:1 unentschieden, der TSV 1860 München wurde mit 3:2 bezwungen.

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