Offizielle Website des F.C. Hansa Rostock - Unsinkbar seit 1965

21.11.2012 08:52 Uhr

Rot-Weiß Erfurt schafft Sprung auf einen Nichtabstiegsplatz

Der FC Rot-Weiß Erfurt gehört zu jenen fünf Mannschaften, die seit der Gründung der eingleisigen 3. Liga ununterbrochen dieser Spielklasse angehören. Doch während die SpVgg Unterhaching und Wacker Burghausen in der oberen Tabellenhälfte sowie Kickers Offenbach und der VfB Stuttgart II im gesicherten Mittelfeld zuhause sind, befinden sich die Thüringer - trotz sieben Punkten aus den vergangenen drei Punktspielen - immer noch in Abstiegsgefahr.

Seit dem Start in die laufenden Saison rangieren die Erfurter im Tabellenkeller. An den ersten drei Spieltagen gab es drei Niederlagen mit insgesamt zehn Gegentoren, was Trainer Stefan Emmerling dazu veranlasste, den Torhüter zu wechseln. An Stelle von Andreas Sponsel rückte Ex-Hanseat Marcus Rickert zwischen die Pfosten und der gebürtige Rostocker kassierte in den folgenden sieben Punktspielen nur noch sechs Gegentreffer. Der Erfolg für die Mannschaft wollte sich zunächst aber noch nicht einstellen, denn bei den Erfurtern haperte es auch in der Offensive. Lediglich zwei Tore hatten sie an den ersten sechs Spieltagen erzielt und waren nach einem Unentschieden (1:1 zuhause gegen VfB Stuttgart II) sowie fünf Niederlagen im Besitz der Roten Laterne. Daraufhin wurde Trainer Stefan Emmerling beurlaubt und durch U19-Coach Christian Preußer ersetzt.

Unter dem Interimstrainer blieben die Blumenstädter ungeschlagen, schafften nach dem 1:1 in Aachen mit einem hohen 5:0-Erfolg im Kellerduell über Borussia Dortmund II sogar einen richtigen Befreiungsschlag. Mangels Lizenz durfte Christian Preußer allerdings nicht im Amt bleiben und wurde durch Alois Schwartz ersetzt, der mit dem 2:0-Auswärtssieg in Saarbrücken ebenfalls einen erfolgreichen Einstand feierte. Der Mannschaft gelang damit der Sprung auf Rang 17, doch dies sollte für einen längeren Zeitraum die beste Platzierung der Erfurter Mannschaft bleiben.

Die nächste Negativserie mit nur zwei Punkten aus sechs Spielen folgte. Und als man dreimal hintereinander 0:3 verlor (in Karlsruhe sowie anschließend zuhause gegen Burghausen und die Stuttgarter Kickers), wurde auch Co-Trainer Henri Fuchs von seinem Posten entbunden. Allerdings blieb der ehemalige Rostocker, der erst kurz zuvor seinen Vertrag bis 2014 verlängert hatte, im Verein und arbeitet nun als Scout für die Thüringer. Neben Torhüter Marcus Rickert, der nach 12 Einsätzen in der Startelf seinen Stammplatz inzwischen wieder an Andreas Sponsel abtreten musste, gehört mit Mario Fillinger ein weiterer Ex-Hanseat zum Kader der Rot-Weißen. Der Mittelfeldspieler, der im Sommer vom FSV Frankfurt nach Erfurt wechselte, hat wegen einer Sprunggelenksverletzung allerdings noch kein Saisonspiel bestritten und ist auch aktuell noch nicht wieder einsatzfähig.

Mit 33 Gegentoren verfügen die Thüringer unverändert über die löchrigste Abwehr der 3. Liga, haben von allen Mannschaften aus dem unteren Tabellendrittel inzwischen aber die meisten Tore geschossen. Bester Torschütze mit fünf Saisontreffern ist der Franzose Smail Morabit, der zuletzt zwei Tore zum 3:2-Heimsieg über den Chemnitzer FC beisteuerte. Drei Tage später kamen die Erfurter im Nachholspiel gegen Babelsberg 03 dann zu einem glücklichen Punktgewinn, denn erst in der fünften Nachspielminute traf Jens Möckel noch zum 1:1.
Mit seinem ersten Saisontor legte Möckel gleichzeitig den Grundstein dafür, dass die Rot-Weißen die zurückliegende englische Woche ungeschlagen beenden konnten.

Am vergangenen Sonntag im Kellerduell beim SV Darmstadt 98 feierte man einen 1:0-Auswärtssieg, den Dominick Drexler mit seinem vierten Saisontor perfekt machte. Gleichzeitig sprangen die Erfurter vom 20. auf den 16. Tabellenrang, der die bislang beste Saisonplatzierung bedeutet.

Im Spiel gegen den F.C. Hansa, das am kommenden Sonnabend ab 14 Uhr im Erfurter Steigerwaldstadion stattfindet, müssen die Gastgeber allerdings auf Innenverteidiger Jens Möckel verzichten, der in Darmstadt seine fünfte Gelbe Karte sah. Dafür gibt es ein Wiedersehen mit dem Kroaten Marko Kopilas, der vor drei Wochen noch ein Probetraining in Rostock absolvierte, inzwischen allerdings einen Vertrag bei den Thüringern unterschrieben hat.

Zurück