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29.07.2010 16:58 Uhr

Rot-Weiß Erfurt will erneuten Fehlstart vermeiden

Als der DFB im Jahre 2008 die eingleisige 3. Liga einführte, gehörte der FC Rot-Weiß Erfurt zu jenen 20 Mannschaften, die der neuen Spielklasse als Gründungsmitglieder angehörten. Und die beiden bisherigen Spielzeiten schlossen die Thüringer jeweils im Mittelfeld der Tabelle ab. Die Saison 2008/09 beendeten sie mit 13 Siegen und 14 Niederlagen sowie 50 Punkten auf Rang 10, ein Jahr später hatten sie mit 14 Siegen und 13 Niederlagen dann drei Zähler mehr auf dem Konto und wurden Tabellenneunter.
Im dritten Jahr soll es für die Rot-Weißen nun nach Möglichkeit noch weiter nach oben gehen. Dafür hat die Mannschaft von Trainer Stefan Emmerling, dem mit Henri Fuchs auch ein Ex-Hanseat als Co-Trainer zur Seite steht, vor allem Verstärkungen für die Offensive verpflichtet. Mit Dominick Drexler kam ein junger Angreifer aus dem Nachwuchs von Bayer Leverkusen nach Erfurt, zudem wurden mit Marcel Reichwein aus Regensburg sowie Fikri El Haj Ali aus Burghausen zwei Stürmer von Liga-Konkurrenten verpflichtet. Sie sollen vor allem U20-Nationalspieler Carsten Kammlott ersetzen, der in der abgelaufenen Saison mit 13 Treffern bester Torschütze der Erfurter war und im Sommer zum Regionalliga-Aufsteiger RB Leipzig wechselte.
Als Verstärkungen für die neue Saison sicherten sich die Erfurter zuletzt auch die Dienste von Verteidiger Denis Weidlich aus Babelsberg sowie Mittelfeldspieler Nils Pfingsten-Reddig aus Offenbach. Zudem wurde mit Rudolf Zedi ein Rückkehrer aus Paderborn begrüßt und trägt künftig sogar die Kapitänsbinde der Rot-Weißen. Dagegen wechselte mit Manuel Bölstler unmittelbar vor dem ersten Drittliga-Spieltag noch ein Erfurter Mittelfeldspieler zum Zweitligisten Arminia Bielefeld.
Der Saisonauftakt verlief überhaupt nicht nach dem Geschmack der Thüringer, die sich beim VfB Stuttgart II mit 1:3 geschlagen geben mussten. Bereits nach 33 Minuten hatte die Abwehr um den Ex-Rostocker Martin Pohl drei Gegentore kassiert, bevor Dennis Hillebrand erst in der Schlussminute der Ehrentreffer gelang. Beim 2:1-Testspielsieg am Mittwoch gegen Hertha BSC Berlin präsentierten sich die Erfurter dann aber schon in besserer Verfassung. Die Neuzugänge Marcel Reichwein und Rudolf Zedi hatten bereits nach einer Viertelstunde eine 2:0-Führung herausgeschossen bzw. -geköpft und damit den Grundstein für den Erfolg über den Bundesliga-Absteiger gelegt.
In der zweiten Halbzeit schalteten die Erfurter sogar einen Gang zurück, um sich für das bevorstehende Punktspiel am Sonntag ab 14 Uhr gegen den F.C. Hansa zu schonen. Immerhin stehen die Rot-Weißen zu Hause gegen die Ostseestädter schon ein wenig unter Zugzwang, wenn sie einen erneuten Fehlstart vermeiden wollen. In der vergangenen Saison war der FC Rot-Weiß Erfurt an den ersten vier Spieltagen sieglos geblieben, hatte seinen Heimauftakt mit 0:2 gegen Kickers Offenbach verloren und erst am vierten Spieltag beim 1:1 gegen die SpVgg Unterhaching das erste Saisontor geschossen.
In dieser Saison haben die Erfurter zwar schon am ersten Spieltag einmal getroffen, warten allerdings noch auf den ersten Punktgewinn. Im bevorstehenden Duell mit dem F.C. Hansa bauen sie natürlich auf ihren Heimvorteil, doch auch die Rostocker werden im Steigerwaldstadion sicherlich von zahlreichen mitgereisten Fans unterstützt. Bei der Neuauflage des einstigen Traditionsduells darf man sich sicherlich auf eine stimmungsvolle Begegnung freuen.

 

 

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