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09.11.2007 09:04 Uhr

Rydlewicz: Das Heimspiel müssen wir gewinnen

An den 5.Mai 2001 kann sich Rene Rydlewicz noch ganz genau erinnern. In seiner ersten Saison beim F.C. Hansa gastierte zum ersten Mal nach zehn Jahren wieder jener Verein in Rostock, bei dem der offensive Mittelfeldspieler einst als Jugendlicher das Fußball-ABC erlernte. Und ausgerechnet Rene Rydlewicz war es, der das einzige Tor in dieser Begegnung schoss.

 

„Es war ein direkter Freistoß. Gegen Piplica!“, kommt es wie aus der Pistole geschossen.
Wie sich später herausstellen sollte, war es nicht nur das Tor des Tages, sondern bis heute auch das einzige Tor, dass dem F.C. Hansa in den zurückliegenden vier Heimspielen gegen die Lausitzer gelang. Die drei folgenden Duelle im Ostseestadion endeten 0:0 unentschieden. „Was davon zeugt, dass in all diesen hart umkämpften Spielen die Abwehrreihen dominierten“, erklärt Rene Rydlewicz, dem im Cottbuser Stadion der Freundschaft dagegen sogar einmal zwei Tore innerhalb von 90 Minuten gegen seinen Ex-Verein gelungen waren. Am 24. August 2002 erzielte er den ersten und den letzten Treffer zum 4:0 Auswärtssieg der Hanseaten. „Da hatten wir einfach einen guten Lauf“, erinnert sich Rene Rydlewicz an den optimalen Saisonstart, als die Hanseaten nach drei Spieltagen mit neun Punkten und 8:0 Toren Tabellenzweiter hinter dem VfL Bochum waren und Rydlewicz selbst mit vier Toren auf Platz 2 der Torjägerliste - hinter dem Bochumer Christiansen - rangierte.

Einen besonders guten Lauf hat der F.C. Hansa zur Zeit zwar nicht, doch die Tatsache, dass den Rostockern an den vergangenen vier Spieltagen nur ein Torerfolg gelang, ist für den Mann mit der Rückennummer 7 kein Alarmsignal. „Wir haben zu Hause immerhin gegen zwei Mannschaften gepunktet, die in der Tabelle ganz weit oben stehen. In diesen beiden Spielen sowie auswärts in Wolfsburg und Bremen wurden zusammen nur drei Gegentreffer kassiert! Und an diesem guten Defensivverhalten haben auch die Stürmer ihren Anteil, die gut mit nach hinten arbeiten“, hat er wenig Verständnis für aufkommende Kritik an seinen Angriffskollegen.

Wenn es am kommenden Sonnabend zu Hause gegen Schlusslicht Cottbus geht, hofft aber auch Rene Rydlewicz, dass die torlose Heimserie gegen den FC Energie endlich reißt: „Das ist jetzt ein Heimspiel gegen einen Mitkonkurrenten, das müssen wir gewinnen!“ Rechtzeitig vor dieser Partie hat sich Rene Rydlewicz, der zuvor in dieser Saison nur im Pokal von Beginn an aufgeboten war, wieder in die Stammelf gespielt, stand am vergangenen Sonnabend in Bremen erstmals auch in der laufenden Bundesliga-Saison in der Anfangsformation. Ob das auch gegen Cottbus der Fall sein wird, weiß er natürlich noch nicht: „Wenn ich erneut von Anfang an spiele, wäre es sehr schön. Wenn nicht, muss ich eben von draußen die Daumen drücken.“

Der Klassenerhalt des F.C. Hansa hat für ihn oberste Priorität. Und nicht nur, weil er persönlich auch in der kommenden Saison weiterhin erstklassig spielen will: „Mein Vertrag läuft zwar im kommenden Sommer aus. Doch ich fühle mich körperlich fit genug und verspüre auch noch große Lust, weiter Fußball zu spielen. Und das will ich natürlich in Rostock, weil dort inzwischen mein Zuhause ist“, erklärt Rene Rydlewicz. Allerdings: Den Cottbusern gönnt er ebenfalls den Klassenerhalt, auch wenn er aktuell keine Kontakte mehr zu seinem Ex-Verein hat, Steffen Baumgart (aus gemeinsamer Rostocker Zeit!) der einzige Spieler ist, den er dort kennt: „Aber es ist schließlich der Verein aus meiner alten Heimat. Nur am kommenden Sonnabend kann ich natürlich auch darauf keine Rücksicht nehmen!“ Wie einst am 5.Mai 2001 ...

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