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11.07.2008 10:20 Uhr

Schindler: Auf den 30.Juli freue ich mich besonders

Der Ball war schon in frühester Kindheit der beste Freund von Kevin Schindler: „Zu Hause im Garten habe ich fast alles kaputt geschossen. Bis mich meine Eltern dann im Verein angemeldet haben.“ Mit fünf Jahren begann er beim Delmenhorster TB mit dem Fußball und fiel dort schon früh den Spähern des benachbarten SV Werder Bremen auf. „Mit neun Jahren sollte ich zuerst schon wechseln, aber das ging allein organisatorisch noch gar nicht. Zwei Jahre später bin ich dann zu Werder gegangen und immer zwischen der Schule in Delmenhorst und dem Training in Bremen hin- und hergefahren.“

In den verschiedenen Altersklassen gehörte er auch dort von Anfang an zu den größten Talenten, spielte bereits als jüngerer Jahrgang immer in der ersten Mannschaft der Grün-Weißen, wo er bis zu den A-Junioren im Mittelfeld zu Hause war. „Erst bei den Amateuren habe ich dann im Sturm gespielt“, erzählt Kevin Schindler, der in der U19 auch erstmals das Nationaltrikot trug. Aktuell gehört er der deutschen U21-Auswahl an.

Auch beim SV Werder schien er vor einem Jahr schon einmal auf dem Sprung in die Profi-Mannschaft zu sein. Nach seiner Bundesliga-Premiere am 6. Mai 2007, als er beim 4:1 Erfolg in Berlin sechs Minuten vor dem Ende für Miroslav Klose eingewechselt wurde, wirkte er im Ligacup-Spiel am 21. Juli gegen Bayern München sogar über 90 Minuten mit und stand bei der Champions-League-Qualifikation gegen Dinamo Zagreb ebenfalls in der Startelf. Doch in der Bundesliga reichte es im August und September nur noch zu vier Einwechslungen mit insgesamt 73 Spielminuten.

„Sicherlich lag es auch daran, dass die vielen Verletzten, die Werder zu Saisonbeginn hatte, wieder zurückkamen. Und dann sollte die zweite Mannschaft auch stark genug sein, um sich für die neue dritte Liga zu qualifizieren“, erklärt der 1,91 Meter große Offensivmann, der sieben Tore zum Aufstieg der Werder-Reserve beisteuerte. Doch um sich noch besser für höhere Aufgaben empfehlen zu können, sollte er künftig wieder stärker gefordert werden. „Es gab mehrere Vereine, zu denen ich auf Leihbasis hätte wechseln können. Ich habe mich dann für Rostock entschieden, weil ich den Eindruck hatte, dass sich der Verein am meisten um mich bemüht hat.“

Für ein Jahr wird sich Kevin Schindler nun also an der Warnow niederlassen. Wo genau, weiß er noch nicht: „Ich bin noch auf der Suche. Ob im Stadtzentrum oder außerhalb, ist mir eigentlich egal. Hauptsache, ich fühle mich in der Wohnung auch wohl.“ Besonders groß müssen die neuen vier Wände zudem nicht sein, denn seine kroatische Freundin Ksenia, die momentan in Hannover studiert, zieht nicht mit nach Rostock.
Um so mehr kann sich der jüngste Spieler im aktuellen Hansa-Kader auf den Fußball konzentrieren. Seine Rückennummer 28, die er bei den Bremer Profis trug, hätte er beim F.C. Hansa gern gegen die Nummer 7 eingetauscht, die er im Werder-Nachwuchs zumeist auf dem Trikot trug. „Leider ging das nicht und so habe ich die 20 genommen.“ Dennoch wird er natürlich versuchen, bis zum Saisonstart in die erste Elf der Hanseaten zu rücken. „Am besten auch schon am 30. Juli, wenn der SV Werder zum Test nach Rostock kommt. Auf dieses Vorbereitungsspiel freue ich mich natürlich ganz besonders!“

Von seinen neuen Mitspielern kannte Kevin Schindler bis vor wenigen Tagen nur Fin Bartels: „Beim U21-Spiel gegen Dänemark Ende Mai in Lübeck haben wir uns das erste Mal gesehen. Und mit Simon Tüting, von dem ein guter Kumpel im Werder-Nachwuchs spielt, hatte ich schon mal per E-Mail Kontakt.“ Trotzdem hofft der 20jährige Neuzugang, dass er schnell in seine neue Mannschaft hineinwächst: „Stark genug für die 2.Liga müssten wir eigentlich sein. Nun kommt es darauf an, eine optimale Vorbereitung zu absolvieren und dann einen guten Start in die Punktspiele zu erwischen. Dann ist sicherlich alles drin für uns.“

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