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09.10.2006 16:37 Uhr

Schober und Stein als Dauerbrenner

Der F.C. Hansa ist nach dem sechsten Spieltag der laufenden Saison noch ungeschlagen! Das hatte es zuletzt im Meister-Jahr 1990/91 gegeben, als zum selben Zeitpunkt ebenfalls vier Siege und zwei Unentschieden zu Buche standen. Auch damals hatte die Mannschaft in sechs Meisterschaftsspielen nur zwei Gegentore kassiert. Einziger Unterschied zur aktuellen Serie: Seinerzeit gelangen den Hanseaten drei Auswärtssiege zu Null, während es daheim zweimal nur zu einem 1:1 reichte.

 

Damals wie heute ein Garant für den Erfolg: Die Konstanz in der Mannschaft. Insgesamt acht Akteure wirkten 1990/91 in allen Begegnungen vom ersten bis zum sechsten Spieltag mit, momentan sind es sogar neun. Abgesehen von Amir Shapourzadeh, der in den ersten beiden Spielen lediglich eingewechselt wurde, standen acht Hanseaten immer in der Startelf. Und von ihnen wiederum wurden nur Rene Rydlewicz und Enrico Kern bislang ausgewechselt.

Das Sextett, das bislang noch keine einzige Spielminute versäumte, besteht neben Mittelfeldspieler Christian Rahn aus der kompletten Hintermannschaft des F.C. Hansa, also aus der Viererkette mit Dexter Langen, Tim Sebastian, Gledson da Silva und Marc Stein, zuzüglich Torhüter Mathias Schober.

 

Die Tatsache, dass der Hansa-Keepers im selben Zeitraum der Vorsaison noch elfmal hinter sich greifen musste, verdeutlicht das verbesserte Defensivverhalten der Hintermannschaft. Und einen großen Anteil daran hat auch Mathias Schober selbst, der sich mit einer ansteigenden Leistungskurve gegen die neue Torhüter-Konkurrenz behaupten konnte und nunmehr bereits 74 Punktspiele in Folge über die volle Distanz absolviert hat! Zuletzt war er am letzten Spieltag der Saison 2003/04 wenige Minuten vor dem Ende ausgewechselt worden, damit sich der scheidende Ersatzkeeper Daniel Klewer von den Rostocker Fans verabschieden konnte.

Der Feldspieler, der zuletzt am längsten ununterbrochen mitwirkte, ist gleichzeitig einer der jüngsten Profis im Hansa-Kader. Nachdem der mittlerweile 21jährige Marc Stein im Februar und März diesen Jahres zunächst viermal eingewechselt und dabei abwechselnd im rechten bzw. linken Mittelfeld eingesetzt wurde, stand er am 2. April erstmals in der Startelf, agierte beim 1:0 Auswärtssieg in Unterhaching zentral vor der Abwehr. Und hat seitdem keine einzige Minute mehr verpasst. Eine Woche später beim 3:0 daheim gegen Saarbrücken wurde er als rechter Verteidiger aufgeboten und erzielte schon nach neun Spielminuten sein erstes Bundesliga-Tor. Danach war er für die Viererkette gesetzt, wo er beide Außenpositionen bekleidete, in der laufenden Saison seinen Stammplatz vorerst auf der linken Seite einnimmt.

 

Nun kann sich der gebürtige Potsdamer, der bei Lok Seddin mit dem Fußballspielen begann und im Sommer 2004 von Tennis Borussia zum F.C. Hansa kam, sogar neue Ziele setzen. Kein Geheimnis macht Marc Stein daraus, dass die 1.Bundesliga ein Traum für ihn wäre. Doch er weiß auch, dass der Weg dorthin noch weit und beschwerlich ist. Auch, oder gerade am kommenden Sonntag beim SV Wacker Burghausen müssen die Hanseaten hellwach sein, wenn die Serie ungeschlagener Spiele nicht ausgerechnet beim Viertletzten reißen soll. Und damit auch Marc Steins Serie ununterbrochener Einsätze nicht reißt, bleibt zu hoffen, dass der Mann mit der Rückennummer 12 seine Muskelverhärtung sowie eine leichte Grippe bis zum Wochenende wieder auskuriert hat.

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