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11.09.2007 14:29 Uhr

Sebastian Hähnge: Bielefeld ist direkter Konkurrent im Kampf um Klassenerhalt

Zwei völlig verschiedene Halbzeiten gab es am vergangenen Freitag beim 8:1 Testspielsieg des FC Hansa in Kropp. Während die erste Hälfte der Partie durch einen in der Nachspielzeit verwandelten Handelfmeter gerade so mit 2:1 gewonnen wurde, dominierten die zur Pause auf fünf Positionen veränderten Hanseaten die zweite Halbzeit klar. Und vier der sechs weiteren Rostocker Treffer kamen auf das Konto des ab der 46. Minute mitwirkenden Sebastian Hähnge.

Damit hat sich der Hansa-Stürmer, der in dieser Saison erst zweimal eingewechselt wurde und dabei gegen Nürnberg eine halbe sowie in Frankfurt eine Viertelstunde spielte, natürlich auch wieder für die kommenden Bundesligaspiele ins Gespräch gebracht. Zumal Trainer Frank Pagelsdorf deutlich machte, dass ihm die Diskrepanz zwischen erster und zweiter Halbzeit in Kropp ebenfalls nicht verborgen geblieben ist.

Wie die vielen jungen Hansa-Spieler, die zuletzt den Sprung aus der zweiten Mannschaft ins Bundesliga-Team geschafft haben, hatte auch der mittlerweile 29jährige Hähnge bis zum Sommer 2005 noch in der Amateur-Oberliga gespielt, bevor er mit dem FC Carl Zeiss Jena in die Regionalliga sowie ein Jahr später weiter in die 2.Bundesliga aufstieg. Und nach seinem

Wechsel zum F.C. Hansa feierte er in diesem Sommer sogar den dritten Aufstieg in Folge! Insofern möchte er für sich auch nicht in Anspruch nehmen, den Sprung von der vierthöchsten Spielklasse in den Profi-Fußball nicht auf Anhieb schaffen zu können: „Schließlich bin ich nicht ins kalte Wasser geworfen worden, sondern habe mich systematisch von Liga zu Liga hoch gearbeitet.“

In der vergangenen Winterpause hatte sich Sebastian Hähnge auch beim F.C. Hansa schon einmal an die Stamm-Elf herangetastet. Doch ausgerechnet, nachdem er das Siegtor gegen die SpVgg Greuther Fürth erzielt hatte und damit für den einzigen dreifachen Punktgewinn an den ersten fünf Rückrunden-Spieltagen verantwortlich zeichnete, warf ihn eine Lungenentzündung zurück. „Dadurch bin ich praktisch sechs Wochen ausgefallen und habe dann wohl auch zu früh wieder zu viel gewollt.“ Obwohl er kaum trainiert hatte, wurde er für das Spiel am 30. März bei seinem Ex-Verein in Jena berücksichtigt. Der F.C. Hansa gewann zwar auch diese Partie mit 2:1, für Sebastian Hähnge allerdings sollte es bis heute das letzte Pflichtspiel in der Startelf bleiben.

Seine Erstliga-Premiere hat der gebürtige Magdeburger zwar inzwischen gefeiert, auf den richtigen Durchbruch wartet er allerdings immer noch. „Ich denke, ich habe im Sommer eine sehr gute Vorbereitung gespielt, auch im Pokalspiel als Einwechsler gleich zwei Tore gemacht. Mehr kann ich dazu erst einmal nicht sagen, den Rest entscheiden die Trainer.“
Die Tatsache, dass mit Victor Agali inzwischen ein ähnlich kopfballstarker Stürmer neu verpflichtet wurde, sieht Sebastian Hähnge weder als Vor-, noch als Nachteil. Auch die neue taktische Ausrichtung des F.C. Hansa, künftig mit zwei zentral defensiven Mittelfeldspieler aufzulaufen, ändert für ihn nichts an der Situation: „Sicherlich werden wir dann vielleicht mehr mit lange Bällen operieren, aber wir können ja nicht plötzlich nur noch kick-and-rush spielen. Natürlich müssen wir uns auch weiterhin auf unsere spielerischen Qualitäten konzentrieren, wie wir es ja zuletzt gegen Dortmund schon gut praktiziert haben.“

Auf das erste Erfolgserlebnis allerdings warten die Hanseaten immer noch und hoffen nun, dass der Knoten in Bielefeld platzt. „Auch wenn die Bielefelder ganz gut in die Saison gestartet sind, gehören sie für mich weiterhin zu den Konkurrenten im Kampf um den Klassenerhalt, genau wie unser nächster Heimgegner Duisburg. Das werden jetzt also schon richtungsweisende Spiele, in denen gepunktet werden muss“, weiß auch Sebastian Hähnge und fordert: „In diesen Spielen müssen wir konsequent und mutig auftreten, um den Erfolg zu erzwingen.“

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