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15.01.2011 20:28 Uhr

Sebastian Pelzer: „Zum Glück ist nichts kaputt

Eigentlich hatten wir uns mit Sebastian Pelzer für den Samstag Abend verabredet, um eine Halbzeitbilanz des Trainingslagers zu ziehen. Aus aktuellem Anlass jedoch müssen wir unser Gespräch mit einem anderen Thema beginnen – der Schulterverletzung des Hansa-Kapitäns, der uns aus der unteren Etage des Hotels La Magdalena entgegenkommt. Dort wurde er an seiner lädierten Schulter behandelt. „Zuerst mit Eis, dann mit Wärme“, erklärt Sebastian Pelzer, der sich anschließend auch unter die Hände von Physiotherapeut Frank Scheller begab. Dabei hofft der Linksverteidiger, dass er schon am kommenden Dienstag im Testspiel beim FC Malaga B wieder mitwirken kann: „Zum Glück ist nichts kaputt!“

Die Verletzung hat er sich vermutlich bei einer Rettungsaktion zugezogen, als er seinem Wehener Gegenspieler den Ball wegspitzelte. Ganz genau weiß auch er selbst es nicht: „Ich hatte zuerst noch überhaupt keine richtigen Schmerzen, sondern nur so ein komisches Gefühl, als ob sich die Schulter ausgekugelt und später wieder eingerenkt hat.“ Um sicher zu gehen, wurde der Verteidiger zur Pause ausgewechselt und zur Untersuchung ins Krankenhaus gefahren. „Das war dann wirklich eine Tortur, viereinhalb Stunden haben wir dort verbracht und mussten uns mit Händen und Füßen verständigen! Erst nach 22 Uhr waren wir wieder im Hotel“, schimpfte Sebastian Pelzer, dem anschließend eine unruhige Nacht bevorstand: „Nachdem ich vorher kaum etwas gespürt habe, gingen im Bett dann die Schmerzen los. Ich konnte kaum Schlafen. Doch man muss natürlich froh sein, dass nichts Schlimmeres passiert ist.“

Abgesehen von seinem eigenen Missgeschick fällt dem Mannschaftskapitän auf Anhieb nichts Negatives ein, wenn man ihn nach einer Bilanz der ersten vier Tage des Trainingslagers fragt. „Wir haben hier tolle Bedingungen und alle Spieler ziehen sehr gut mit.“ Auch die spielerische Leistung im gestrigen Test sorgt nicht für Unruhe in der Miene von Sebastian Pelzer: „Natürlich haben wir noch Luft nach oben, das wissen wir alle. Durch die fehlende Spielpraxis und die Tatsache, dass wir zuhause auch im Training kaum etwas mit dem Ball machen konnten, ist das so überraschend aber nicht.“ Um so mehr wissen die Spieler, was sie noch aufzuholen haben: „Wir müssen die restlichen Tage im Trainingslager hart arbeiten, damit wir zu Beginn der Rückrunde an unsere alten Stärken anknüpfen können“, fordert Sebastian Pelzer, der selbst am morgigen Sonntag wohl noch nicht wieder auf dem Trainingsplatz zu erleben ist. Seine Mannschaftskollegen werden nach aktuellem Stand vormittags ab 10.15 Uhr noch einmal am eigenen Hotel trainieren und nachmittags um 15.15 Uhr mit dem Bus zu dem anderen Trainingsplatz starten, den sie wahrscheinlich für die restlichen Übungseinheiten bis zur Abreise am Mittwoch nutzen können.“

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