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28.01.2011 08:39 Uhr

Sebastian Zbik erneut bei Hansa zu Gast

Box-Weltmeister Sebastian Zbik präsentiert seinen WM-Gürtel des World Boxing Council (WBC) am kommenden Samstag erstmals in der Öffentlichkeit. Der 28 Jahre Jahre alte Schweriner ist Gast des F.C. Hansa Rostock bei dessen Heimspiel gegen den VfB Stuttgart II. Wieder Gast und fast schon Stammgast. Zbik und Hansa - das passt schon seit den Kindertagen des gebürtigen Neubrandenburgers, der in Reinberg
bei Altentreptow aufgewachsen ist, in Schwerin seine boxerische Lehre absolvierte und in Hamburg sein Meisterstück ablieferte.

Können Sie sich noch an Ihren ersten Besuch eines Hansa-Spiels erinnern?
So richtig nicht mehr. Das war schon zu DDR-Zeiten und ich ein ganz kleiner Steppke. Das Fludium und die Stimmung haben mich auf Anieb fasziniert.

Dann hätten Sie doch besser Fußballer statt Boxer werden sollen ...
Wollte ich ja auch.

Und warum hat das nicht geklappt?
Weil ich immer der Kleinste war, musste ich daheim in Reinberg bei den Spielen meistens auf der Ersatzbank sitzen. Das war mir schnell über, und so bin ich beim Boxen gelandet.

Erblich vorbelastet?
Ja, mein Vater war immerhin Bezirksspartakiade-Sieger im Boxen und wurde in einschlägigen Kreis als "Hammer von Reinberg" tituliert.

Sie gelten eher als der filigrane Faustfechter, der seine Gegner nach allen Regeln der Kunst ausboxt. Sind Sie auch ein Fußball-Rastelli?

Und ob. Ich bin flink wie Tobias Jänicke, habe ein Auge wie Mohammed Lartey und einen strammen Schuss wie Björn Ziegenbein. Im Ernst: ich glaube, ich könnte einen guten Abräumer vor der Abwehr abgeben.

Wann haben Sie das zuletzt probiert?
Im Herbst vergangen Jahres mit einer Prominentenauswahl gegen Hansas A-Junioren.

Und?

Naja, wir war gute Sparringspartner, haben ordentlich eingesteckt und nicht viel ausgeteilt.

Haben Sie schon einmal auf dem Rasen des Ostseestadions gestanden?
Ja, im Oktober 2002 war ich schon einmal hier nach meinem ersten deutschen Meistertitel. Das war ganz schön aufregend, vor der großen Kulisse live vor dem Mikrofon zu stehen. Aber "Struppi" hat mir gut  geholfen.

Damals war Hansa erstklassig und sie auf dem Weg. Inzwischen haben sich die Vorzeichen umgekehrt. Wie finden Sie das?
Gar nicht gut. Ich hoffe, das ist nur eine Momentaufnahme und wir spielen bald in einer Liga. In der ersten natürlich.

Ist das realistisch?
Warum nicht. Hansa hat es bereits zweimal in Bundesliga schafft - trotz der limitierten Möglichkeiten, die ein Verein in dieser Region hat. Ich stimme da Stefan Beinlich zu, der in einem Interview gesagt hat, wer nicht so viel Geld habe, müsse dies intelligenter ausgeben und gleichzeitig daran arbeiten, dass er mehr einnimmt. Und: Jammern bringt nicht weiter.

Wo steht Hansa am Saisonende?
Auf einem Aufstiegsplatz. So wie die Mannschaft sich präsentiert, habe ich keinen Zweifel daran.

Und wo werden Sie dann stehen?
Hoffentlich wieder hier und kräftig mitfeiernd.

Mehr über Sebastian Zbik auf seiner Website: www.sebastian-zbik.de


 

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